Zalakaros, Urlaub in Ungarn
Badewanne
Ich inspizierte die Waschmöglichkeiten genauer und beschloss, erstmal ein Vollbad zu nehmen, denn als Hotelgast nehme ich mir das Recht heraus, so oft wie möglich vollzubaden, ich darf das als Gast. Ich entnahm dem Spiegelschränkchen einen Beutel mit Shampoo, das ich als Badezusatz zweckentfremden wollte und hoffte, dass die Putzfrauen neue Beutel nachlegen. So nahm ich in der Wanne Platz und stellte fest, dass die Ausmaße eher für Liliputaner gedacht waren, aber nicht für einen Zweimetermann. Entweder mit dem Po auf der Kopfseite, auf beide Arme gestützt, damit ich die Beine mal leidlich ausstrecken kann, oder im Sitzen, und beide Knie an den Ohren (mal überspitzt beschrieben). Ich wählte die zweite und bequemere Sitzmöglichkeit. Dann stellte ich die Brausefunktion aus und den Wasserhahn an und – bemerkte, dass es zu meinem Badewannenloch gar keinen dazugehörigen Stöpsel gab. Nun – jetzt wieder raus und zur Rezeption? Wegen dieser Kleinigkeit? Nöö, dazu war ich viel zu faul. Also stellte ich versuchsweise meine Ferse darauf und siehe da – das Wasser stieg und stieg. Geht also auch ohne. Ab und zu wechselte ich mal den Fuß, damit sich der andere bewegen konnte. Irgendwann war die Wanne voll und ich konnte Wärme tanken, aber eben nicht so richtig, weil ich zu groß war, oder die Wanne zu klein. Gleich morgen früh, so nahm ich mir vor, geht es vor dem Frühstück in die Therme – Wärme tanken. In einer hoffentlich bequemeren Körperlage. Dann wollte ich nur noch schlafen und wählte die linke Bettseite für mich aus. Warum? Weiß ich nicht. Mir war halt so. Manchmal muss man seinem Gefühl folgen…
Der Stöpsel, der fehlte, lag übrigens nach etwa drei Tagen plötzlich auf dem Badewannenrand. Das kam mir sehr zugegen, konnte ich ihn doch nun verwenden und beide Füße gleichermaßen bewegen, ohne Angst zu haben, dass das Wasser flötengeht. Jedoch funktionierte die Hochhebemechanik für den Stöpsel nicht richtig, sodass ich ihn jedesmal mit den Fingernägeln rauspulken musste, wenn das Wasser ablaufen sollte. Aber – ich wusste mir zu helfen und konnte somit gut damit auskommen.