Zalakaros, Urlaub in Ungarn
Es geht los
Wir fuhren etwa gegen 7 Uhr Früh los. Anfangs wollte ich noch die Landschaften beschauen und dann später schlafen. Da die Sitze jedoch für normal Sterbliche gebaut waren, konnte ich meinen Kopf nicht, wie es die anderen Reisenden taten, anlehnen, sondern ihn nur hin- und herschwenken, da für meine Körpergröße von knapp 2 Metern keine ausziehbare Kopfstütze vorgesehen war. Weiter runterrutschen ging auch nicht, weil meine Knie schon am Rücken des Vordersitzes anstießen. Schräg liegen ging auch nicht, da ich dann meinen Kopf an Omas Schulter hätte parken müssen. Ob sie damit einverstanden wäre? Ich wollte es nicht ausprobieren. So ließ ich den Kopf einfach hängen und schlief ab und zu mal kurz ein. Aber so richtig konnte ich nicht schlafen, weil wir etwa alle 2,5 Stunden eine Rast machten. Außerdem wollte ich draußen nichts verpassen. Es ist schon ein Dilemma, wenn man zu neugierig ist, um einschlafen zu können. Um 08.11 Uhr fuhren wir über die Grenze Tschechiens. Um 13.09 Uhr die Grenze Österreichs. Und um 15.28 Uhr die Grenze Ungarns. Nun war es nicht mehr so weit. Ich kann diese genauen Daten angeben, weil sich auf meinem IPhone bei Grenzübertritt immer ein Piepton bemerkbar machte, und weil ich jeweils eine SMS mit den Vodafone-Optionen bekam. Auf dieser Fahrt geschah nichts herausragendes, großartiges, sodass wir in etwa halb 7 Abends vor dem Hotel ankamen. Das einzigste, was mir jetzt kurios vorkam, waren die extrem niedrighängenden Stromleitungen der Hochspannungsmasten in Ungarn und die verwirrend große Zahl von Stromleitungen, die sich in jeder Ansiedlung über der jeweiligen Hauptstraße entlang zogen. Zum Glück war dies nicht der Fall an meinem Bestimmungsort, da schienen die Bewohner schlauer gewesen zu sein und hatten den Großteil ihrer Leitungen wohl unterirdisch verlegt. Zwar streckten sich hier auch Leitungen entlang, aber eben nicht in solchen Massen wie anderswo. Jedenfalls kamen wir mit dem Bus kurz vor neunzehn Uhr an. Wo? Na, in Zalakaros, vor dem MenDanHotel, in dem ich nun 10 Tage nächtigen wollte. Die Koffer wurden noch aus dem Bus geholt und dann schnappte sich jeder seine Gepäckstücke und verschwand durch die Drehtür. Ich packte meine beiden Teile und wollte nur noch schnellstens auf mein Zimmer. Auspacken, umziehen, Abendbrot, Schlafen – in der Reihenfolge. So ging ich ins Hotel, zur Rezeption.