
Das Amulett
Alte vergilbte Blätter liegen vor mir mit Aufzeichnungen aus dem Anfange des siebzehnten Jahrhunderts, beginnt der fiktive Ich-Erzähler von Meyers Novelle, ich übersetze sie in die Sprache unserer Zeit. Der Erzähler berichtet, wie er einst nach Courtion ritt, um mit dem alten Boccard einen langwierigen Handel um eine Waldhalde abzuschließen, da er Geldes benötigt war, um seinem Sohn, der im Dienste der Generalstaaten stand und mit einer Holländerin verlobt war, die erste Einrichtung seines Hausstands zu erleichtern. Er fand den alten Boccard einsam und in vernachlässigtem Zustand auf seinem altertümlichen Sitz, das graue Haar unordentlich in die Stirn hängend, doch als der Erzähler seine Bereitwilligkeit zum Handel bekundete, blitzten die erloschenen Augen des Greises auf. Rafft und sammelt er doch in seinen alten Tagen, uneingedenk, dass sein Stamm mit ihm verdorren und er seine Habe lachenden Erben lassen wird, bemerkt der Erzähler über den geizigen alten Mann.






