
Wie ein Schatten im Sommer
von Adriana Popescu

Drei Bücher stehen in diesem Band: Vom mönchischen Leben, Von der Pilgerschaft, und Von der Armuth und vom Tode. Gelegt in die Hände von Lou, sagt die Widmung. Das erste Gedicht setzt mit einer Stunde ein, die sich neigt und den Sprecher mit klarem metallenem Schlag anrührt, bis ihm die Sinne zittern. Was danach kommt, kreist unablässig um eine Anrede: ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn, und ich kreise um Gott, um den uralten Turm. Der Sprecher weiß dabei selbst nicht, ob er ein Falke ist, ein Sturm oder ein großer Gesang. An anderer Stelle redet er den Angesprochenen schlicht als Nachbar an, den er in langer Nacht mit hartem Klopfen stört.