Traum und Telepathie
- Erstveröffentlichung
- 1922
- Seiten
- 27
Über dieses Buch
Eine Ankündigung wie die meinige muss in diesen Zeiten, die so voll sind von Interesse für die sogenannt okkulten Phänomene, ganz bestimmte Erwartungen erwecken, beginnt Freud, und beeilt sich, diesen zu widersprechen: Man werde aus seinem Vortrag nichts über das Rätsel der Telepathie erfahren, nicht einmal, ob er an ihre Existenz glaube. Er habe sich die bescheidene Aufgabe gestellt, das Verhältnis telepathischer Vorkommnisse zum Traum, genauer zu seiner Theorie des Traumes, zu untersuchen, und werde vor seinen Zuhörern die Ansicht vertreten, dass beide wenig miteinander zu tun hätten. Zu seinem Bedauern habe er nicht wie damals, als er die Traumdeutung schrieb, an eigenen Träumen arbeiten können, denn er selbst habe nie einen telepathischen Traum gehabt, wohl aber oft Ahnungen entfernter Vorgänge verspürt, die sich als rein subjektive Erwartungen ohne äußere Realität erwiesen hätten; einmal etwa habe er während des Krieges geträumt, einer seiner an der Front befindlichen Söhne sei gefallen.
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Angaben zum Buch
- Autor
- Sigmund Freud
- Erstveröffentlichung
- 1922
- Seiten
- 27
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen