Traum und Telepathie
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Buchcover: Traum und Telepathie von Sigmund Freud
PDF / EPUB 27 Seiten≈ 27 min Lesezeit 0.4 MB
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Traum und Telepathie

Eine Ankündigung wie die meinige muss in diesen Zeiten, die so voll sind von Interesse für die sogenannt okkulten Phänomene, ganz bestimmte Erwartungen erwecken, beginnt Freud, und beeilt sich, diesen zu widersprechen: Man werde aus seinem Vortrag nichts über das Rätsel der Telepathie erfahren, nicht einmal, ob er an ihre Existenz glaube. Er habe sich die bescheidene Aufgabe gestellt, das Verhältnis telepathischer Vorkommnisse zum Traum, genauer zu seiner Theorie des Traumes, zu untersuchen, und werde vor seinen Zuhörern die Ansicht vertreten, dass beide wenig miteinander zu tun hätten. Zu seinem Bedauern habe er nicht wie damals, als er die Traumdeutung schrieb, an eigenen Träumen arbeiten können, denn er selbst habe nie einen telepathischen Traum gehabt, wohl aber oft Ahnungen entfernter Vorgänge verspürt, die sich als rein subjektive Erwartungen ohne äußere Realität erwiesen hätten; einmal etwa habe er während des Krieges geträumt, einer seiner an der Front befindlichen Söhne sei gefallen.

Über den Autor

Sigmund Freud

Sigmund Freud (1856–1939) war ein österreichischer Neurologe und der Begründer der Psychoanalyse. Er praktizierte den größten Teil seines Lebens in Wien und musste 1938 vor dem damaligen Regime nach London fliehen. Seine Schriften über das Unbewusste und die Traumarbeit veränderten das Menschenbild der Moderne nachhaltig.

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