Die doppelköpfige Nymphe

Kasimir Edschmid · Kapitel 21 von 23

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Die doppelköpfige Nymphe

18. An einen Staatsmann oder die Tat

 

Lieber Herr Staatspräsident, Sie sind alt, temperamentvoll und klug. Sie wissen

wie ich: eine Soldatenrevolte, ein verlorener Krieg, das ist noch nicht

Revolution. Sie haben in einem kleinen Staat die Macht an sich genommen. Ich

heiße sein Bestehen gut, es soll nicht alles Deutsche ins Preußische gefalzt

werden, und ehe nicht die Lust zur Einheit aus innerer Kraft zur Einheit kommt,

ziehe ich die Reibungskoeffizienten der bunten Landkarte vor. Es ist ja im Grund

ohne Bedeutung und nur formal. Das geographisch kleine Maß macht keine

Verringerung des Anspruchs. Keine Tat wuchs in der brennenden Stunde auch

aus kleinstem Ausmaß, ohne sofort symbolisch zu werden. Ihre Verantwortung,

auf die ich Sie festnagle, liegt in Ihrer Erstmaligkeit. Was Sie tun, ist wichtiger

als Handlungen derer nach Ihnen. Haufen Dinge warten auf Sie. Sie werden sie

tun. Aber es wäre entsetzlich, wenn es die falschen wären, die unwichtigen, die

von Hundsfötten und Irren die praktischen genannt werden. Was Sie heut

versäumen, holen Sie, holt keiner nach Ihnen ein.

Es ist unwichtig, verbrecherisch und fatale Klugheit, wenn Ihre Umgebung,

die Parteifunktionäre, die Sie bearbeiten, Ihnen vorkauen, es sei notwendigstes

Gebot, Wahlgesetze zu entwerfen, ein Parlament einzuberufen, mit liberalen

Bürgerparteien zu schachern, links und rechts zu lauern, welchen Kurs der

November weiterhin nimmt. Es ist lachhaft, zu denken, wie Sie die bourgeoisen

Beamten im Zartgefühl schonen, von der Front zurückflutende Truppen schwarz-

weiß-rot empfangen, den Soldatenrat langsam kastrieren und die Finanzräte der

Kriegsanleiheanimierung das tolle Wort führen lassen. Kunst und Macht der

Betriebe schnurren wie Gummi langsam in die zitternden Hände der Bäuche und

Provinzheroen zurück. Die Jugend und die Entflammten der Revolution staunen

mit erwartungsvollen Augen nach Ihrem Haus. Sie verstehen nicht, daß nun

nichts anderes komme als Kartoffelsorgen und die Verfügung gegen

Unabhängige und als liberales Geschenk die Aufhebung der Bezugscheine. Man

kümmert sich den Buckel darum.

Das ist ein Bluff, ist nichts.

Diese Stunde leuchtet nur einmal im Jahrhundert. Was Sie vor „realen

Tatsachen“ heut nicht sehen, geht an Ihnen vorbei in den Abgrund. Es ist das

Wertvollste. Später erschlägt es Sie und die Ihren, wenn die anderen das

irgendwo umherirrende Tier eingefangen haben und gegen sie geritten.

Greifen Sie der Stunde an die Gurgel, vergewaltigen Sie sie vor Freude

unsinnig, sie wird schön zu ihnen herüberkommen. Noch ist Zeit. Verfallen Sie nicht dem Irrtum, daß Sie hier ständen, sei die Folge der schießenden Soldaten,

der Hanswurstiade von neulich nachts, der Organisation Ihrer Partei.

Ahnungslose. Nur die treibende Kraft nach Freiheit und Gerechtigkeit (wovon

Sozialisierung ein geringer kleiner Teil, nicht der obere, wie Sie glauben), das

allein feuerte Sie hoch. Nun halten Sie nicht. Es genügt nicht, daß Sie die Macht

haben. Festigen Sie sie. Gründen Sie sie, indem sie die Sockel aufstellen, die sie

erhalten, legen Sie weiten Blickes die Fundamente zu ihrer schöpferischen

Existenz. Denn wenn nicht der Geist, der seither unterdrückt war, nebenan stand

und verdammen mußte, wenn der nicht weiterhin hineinspült in Ihr Werk, wird

es austrocknen, verdorren, die Häscher werden es zusammenhauen, sobald sie

sich von ihrem Choc erholt. Wir brauchen keine Rücksichten aufeinander zu

nehmen. Sie sind durch Ihr Alter sehr klug geworden, sehr berechnend, ich

fürchte: nicht weise. Sie ironisieren, wenn ich sage, der Geist. Man hat seither in

der Politik diesen Zähler nicht gekannt. Mit Schachspiel führen Sie die

Menschen nicht in die Seligkeit. Nur mit Bekenntnis und Tapferkeit. Auch das

ist Ihnen juvenil. Sie wissen, daß ich meine Ziele sehr weit hinter den Realitäten

aufstelle, aber daß ich die Gegenstände, die ich will, enorm ramponiere. Reden

wir taktisch.

Jean Baptiste Colbert begann die Aufforstung Frankreichs, da er kein Holz

hatte, um zum großen Ruhm des absolutistischen Königreichs, das er schuf, eine

Flotte zu kreieren. Der größte Künstler der Welt riet Ludwig dem Vierzehnten,

die Porzellanmanufakturen auszubauen, denn nichts trage den Namen des

Königs so weit in die anderen Erdstriche. Man tat das Gute aus Instinkt für eine

nebensächliche und schlechte Wirkung. Tun Sie es der Sache und der guten Tat

selber halber, wie die Franzosen nach ihren Revolutionen sofort den Geist zu

sich rissen, damit entflammten, wie Lenin durch von Kandinsky gemalte

Kilometerstraßen seine Triumphzüge der größten und bedeutendsten Revolution

der Geschichte ziehen ließ. Kuppelten sie früher die schöpferischen und inneren

Kräfte des Volks an zackige Kronen, war es meistens Notzucht. Sie aber stehen

heut zwischen den Lagern, können ins freiere, immerhin revolutionierte Volk

Ströme gleichen Sinnes fallen lassen. Sie brauchen nur den Hebel zu drehen.

Dann wird keiner Sie vergessen.

Nichts gibt mehr Überzeugung wie das Existierende. Und heute haben Sie

noch die Macht, um die ich Sie grenzenlos beneide, das Schlechte auszuscheiden

und aus dem Fließenden das Neue zu gestalten, schöpferisch in der Politik, wie

kaum einer unserer größten Ahnen in der Kunst es vermochte. Dies Volk der

Sklaven und des ewig untertänigen Verstandes hat zum ersten Mal den Mut

gehabt, sich zu befreien. Werfen Sie ihm Notringe, Schwimmgürtel,

Rettungsboote hinaus, daß es nicht, erschrocken von der Uferlosigkeit der Freiheit, geschwind und feig und blaß die Küsten wieder erschwimme, wo

zwischen Polizisten, Paragraphen und Galgen es den Paradeschritt des

untertänigen Hirnes wieder beginne. Den weiten kreißenden Sternblick verträgt

nur der innerlich Freie, der immer Melodie in sich spürt und von Musiken

gespeist wird, die ihn geschliffen von Kraft gegen das Unendliche anschleudern

lassen. Der Wicht, die Nulpe will Ordnung und Essen. Nimmt dafür Stall und

Dressur. Es ist ihm lieber, er hätte vier Beine und könnte bellen. Es hätte

Bequemlichkeit für sich, und auch der Hund trägt gerne Marken und Orden um

den Hals.

Als Sie noch schliefen in einer Nacht, nie glaubten, Sie trieben durch

Organisation die Revolution auf, platzte dort schon ein Vers, nahm dort vor

Jahren eine Novelle eine Kurve nach oben, kam Erleuchtung und Umsturz in

dies Bild, jenes Manifest. An den Ecken des Reichs verbrannten sie den faulen

bürgerlichen Zauber. Die Revolte begann schon da. Die Zerstörung hatte eine

Schleuse aus der Erde gerissen. Dort begann es mehr als in der Nacht ein paar

Jahre später, als Sie im Manifest des Zusammenbruchs Herr wurden der neuen

Form. Die geistigen Signalfeuer der Revolution haben in kleinen Zeitschriften

und Büchern Jahre hindurch gebrannt, haben sich an den Peripherien geeinigt

und sind im Kreis gegen die Mitte zu gejagt. Sie kamen recht, zu sehen, daß sie

Gefahr liefen, umsonst gekommen zu sein.

Vermeiden Sie das schmerzlichste, daß die geistigen Führer wieder

ausgeschaltet, wieder voll Anklage neben der neuen Macht stehen müßten, wie

neben der alten. Schaffen Sie sich Fanfaren ins Herz des Volkes. Lassen Sie die

Literatur, die Ihre Macht vorbereitet hat, eingreifen und feuern. Noch haben Sie

nur Maschinengewehre, die in Ihren Händen auf die Dauer ein Witz sind. Wie

könnten Sie sich halten mit den Waffen, die selbst den Bayernrupprecht, den

Ludendorff nicht schützten. Machen Sie das Wort zur Waffe statt den Säbel.

Entfernen Sie die alte Kulturspielerei, die Schamlosigkeit der

Volksbildungsbestrebungen. Fort mit dem Rummel, der Ahnungslosigkeit, dem

Gespiel, Getu, Geschwätz. Sprengen Sie Schulen und Universitäten vor allem in

die Luft. Es ist Zeit, daß Sauerstoff in diese Gelb- und Kreuzgasschwaden

kommt. Schmeißen Sie die Hebel zurück, die der Intelligenz den Zugang sperren

und nur privilegiertem Geldbeutel ihn öffnen.

Vielleicht wird eine neue Rasse des Führertums entstehen statt Querköpfen

und Têtes melons, deren akademische Graduierungen das Gespött der

fortgeschrittenen Tiere sind. Es kämen die Ideale unserer Zeit in die

Brennpunkte der Kulturwirbel und es würden nicht weiterhin (wie früher

Schlachtrosse der Helden und gute Muttersäue) die Fahnenschwünge von

Achtzehnhundertzwanzig dort in Übung und Gnadenfutter gehalten. Endlich einmal muß doch der Kontakt zwischen der Intelligenz und dem Volk

überspringen. Noch fließt er hinter Zement irgendwo vorbei. Ein Skandal, daß

nicht am neunten November schon Deutschland unter Geistflut gesetzt wurde.

Es hätte noch erfolgreicher den reaktionären Barbaren widerstanden als das

ypernsche Gelände, mit dessen Überschwemmung die Belgier unseren

Generälen das Tor des Sieges donnernd gegen die Stirne schmissen.

Zwei Lager seh ich allerwege. Ein Volk, das aufbraust und eine Kunst und

Ideologie, die zutiefst mit politischen Idealen sich trifft. Ein Wink, und Dichter

werden wie in Zeiten großer hellenischer Vergangenheit öffentlich lesen. Auf zur

Hebung der Schichten, die im Dunklen schaffen, zur Macht der Weisheit.

Machen Sie aus den Theatern eine Säule, auf der Gesinnungshaftes gespielt

wird. Haben Sie nicht Museen, Bildungsstätten, Akademien? Nivellieren Sie sie,

machen Sie sie wieder auf, damit sie nicht Gebirgswinkel der Reaktion, damit

sie lesbare Symbole unserer Zeit sind. In geistigen Dingen noch wichtiger als in

formal-politischen ist die Kapitulation des seitherigen Systems. Schon der

früheren Regierung war ihre Kunstpolitik diskreditierend. Und Sie schleifen den

toten Bären mit.

Einmal, öfter, in Renaissance, Barock, Rom, Byzanz, waren Geist und Päpste

und Fürsten Schmelzpunkte von einer Klarheit, daß es uns heute noch blendet

und uns Geständnisse unserer Dürftigkeit entpreßt. Heute muß zwischen freiem

Volk und Geist die gleiche Annäherung kommen, oder Ihr seid verloren. Hier

wird nicht gearbeitet für den Tag, sondern für die Generation. Nieder mit der

Kunst der Gesinnungslosigkeit, dem unhumanitären Geplärre der Aufpäppelung

der Kitschiers mit der Ruhmesglorie, dem Mangel an Richtung, Profil, Gesicht.

Nehmen Sie das, was auf den Straßen Ihnen bereit liegt, riesige Arme zur

Ertastung des Volksbluts, der Sicherung des Zustands.

Versichern Sie sich der Jugend vor allem. Halten Sie ihr die Größe der

zukünftigen Ideen vor, damit nicht ihr Rausch abgelenkt werde und

nationalistische Piraten sie mit den Leuchtfeuern der Kaisermythen und der

Schlachtlenker-Legenden in ihre Häfen täuschen. Gehn Sie an die Wurzel,

entfernen Sie unbedingt an den Schulen Minderwertiges, Verfaultes, Konträres.

Es sollte wie bei den Peripathetikern der Stand des Lehrenden der erste und nicht

wie seither bei uns der geschmähteste zu Trommler und Pauker entehrte sein,

dessen Verachtung die weltmännisch sich gebärdenden hohen steifen Kragen

irgendwelcher Juristen kaum eine Sekunde zu unterdrücken geneigt sind.

Hier wächst Ihnen entweder ein Geschlecht oder der Abgrund.

Entfernen Sie den Schund der Lesebücher, geben Sie ihnen eine andere

Kursstellung. Geschichts- und Geographieunterricht nach internationalen

Richtungen. Seien Sie unerbittlich aber auch loyal. Lassen Sie die Staatsmaschine einmal Glühendes statt Papier speien. Lassen Sie

Staatszeitschriften hinausgehn, jedes Haus erreichen, werben, erklären. Eifern

Sie den Katholischen nach, deren Organisation für ein geistiges Ideal ihnen jede

Macht gibt und selbst die amerikanischen Trusts weit übersteigt an Disziplin.

Machen Sie Riesenbibliotheken für das Volk. Kontrollieren Sie die Öffnungen,

aus denen öffentliche Meinung gemacht wird. Legen Sie den Arbeiterzünften

Redner zu, die nicht das taube Korn der Partei vormahlen, sondern ihnen

„Moulins Rouges“ der neuen Zeit vor die Stirnen stellen. Stellen Sie an

hervorragende Posten Männer, die keinen Verdienst haben als in der Idee dem

Volke gedient zu haben. Wer im Krieg wagte, dem schneidigen Regime zu

widerstehen und es in seinen Büchern und Handlungen zu verklagen, hat mehr

Recht auf der Spitze des sichtbaren Kreuzes zu stehen, als einer, den die

Maschine der Fraktion oder des Zufalls hinaufgekartet oder gewürfelt hat. Auch

wird es gewaltig über die Grenzpfähle wirken, erst gering und klein (wie bei uns

auch) aber später wie ein Prairiebrand. Ersticken Sie ihn nicht. Es geht endlich

einmal, so sehr ich Zweckliches als Feldgeschrei ablehne, endlich einmal nicht

um Artistisches, um Ästhetisches, um Schlagsahne, Samt und Geld, kurz nicht

um Literatur, sondern um eine moralische Sache. Es ist ein Widersinn und eine

blanke Dummheit, sollten die, welche in der Schwarmlinie einer ganzen

Generation nach Gerechtigkeit und sozialen Ideen rufend, vor ihnen her die

Revolution gefordert, nicht auch Träger der Idee nach innen hinein werden. Es

wäre der erhabenste Stumpfsinn.

Denn bald würden Sie einer Phalanx von Einfältigkeit und Machtgier der

Seitherigen gegenüberstehen, und manche, die Ihnen heut zunicken, werden

drüben sein. Et facti sunt amici in illo die Herodes et Pilatus. Ich weiß, daß das

Schicksal die sozialistische Welle weiterrollen lassen wird, aber ich kenne nicht

die Formen, unter der wie das Christentum der Zusammenstoß von Idee und

Sachen sie vielleicht zum Gegenteil umschweißt.

Aber ich zöge es, da ich an napoleonische Tage nicht glaube, und unter

Rupprecht und Lettow-Vorbeck kaum eine Atmensmöglichkeit erblicke,

indessen einen tapferen und guten Absolutismus aber diesem Düngerhaufen des

Geistes dennoch voranstellte, ich zöge es vor, unter dem dritten Otto, dem

vierzehnten Louis oder dem achten Urban gelebt zu haben. Womit ich in der Tat

selbst aber mich keiner Konsequenz der Zeit, auf der mit festen und in keiner

Übung ungewohnten Schenkeln ich sicher zu stehen glaube, entziehen möchte.

Ich sage eindeutiger, einseitiger und erregter Ihnen das in diesen

Novembertagen des Jahres Neunzehnhundertachtzehn schon, da Sie es wissen

wollen. Sie haben zweieinhalb Mal solange das Leben gesehen wie ich und die

Berechtigung, die Augen manchmal zu schließen und die Dinge nicht so ernst zu nehmen, da Sie vieles gesehen und meistens überlebten. Ich weiß, daß die

Skepsis zur Ekstase gesellt erst jene kühle Tatsicherheit gibt, die gebraucht wird.

Ich entziehe mich dem nicht. Doch ich möchte, der Krach eines panischen

Entsetzens möge einmal wenige Sekunden lang in Ihr Bewußtsein schlagen.

Dann hätten Sie, mit Falten der Klugheit um Stirn und Auge plötzlich vielleicht

weiter gesehen, als die Vorrechte Ihrer Erfahrung Ihnen gestatten. Denn diese

sind nur wertvoll als Ergänzung des Willens, nicht als sein Gehalt.

Da es darauf ankommt, die Menschen mit ihren Ideen zu erneuern, nicht nur

ein paar Räder der Verwaltung auszutauschen, müssen Sie Konsequenzen sich

hingeben, die tiefer stehen, als Ihre parteipolitische Navigation Ihnen zeigt.

Machen Sie die Bahn dazu frei. Revolution heißt Verpflichtung an ihrem Geist.

Es wäre eine Niederlage sondergleichen, ja des menschlichen Gedankens

überhaupt, wenn Sie es versäumten. Denn vergessen Sie nicht, daß, was Sie an

einem kleinen Volk tun, den Ewigkeitswert jeder ersten Tat, jeder erstmaligen

Erkenntnis hat und daß Sie es nicht in partikulärem, sondern in ganz großen

Maßstäben zu verantworten haben werden.

Damit man nicht sage, Sie hätten das Schlimme getan, das Gift geträufelt,

den Vogel fliegen lassen und die Revolution so quittiert wie jener Ingenieur

Megret, der, als er Karl den Zwölften tot in der Trenche fand (womit der

schwedische Imperialismus krepierte), sagte: „Nun hat die Komödie ein Ende.

Wir wollen zum Nachtessen gehen“.