Erlebtes und Fiktives
Dornröschen (eine moderne Version)
ROSIE war eine junge, hübsche Frau mit einer Ausstrahlung, die so manchen jungen Mann schon gefesselt hatte und die er sich als Partnerin für sein Leben vorstellen konnte. Sie hatte blonde Haare und blaue Augen und war die Tochter eines reichen Unternehmers. Sie war sich ihres Wertes wohl bewußt. Sie lebte in einem schönen, großen Haus, das inmitten eines Gartens mit vielen wunderbaren Blumen stand. Diesen pflegte sie liebevoll, auch wenn sie hin und wieder von den Dornen der herrlichen Rosen gestochen wurde. Manchmal verglich sie ihr Zuhause mit einem ‚Schloß‘. Mit ihr zusammen lebten ihre Eltern und einige Verwandte und weil ihr ‚Schloß‘ groß genug war, gab es auch Untermieter im schönen, ruhigen Souterrain. Doch obwohl für ihre Zukunft gesorgt war, konnte sie das Gefühl ,‘im goldenen Käfig’ zu leben , nicht loswerden. Sie fühlte sich trotz all der Pracht und den Einladungen, die nur wenigen Personen zuteil wurden, doch sehr einsam in ihrem Herzen und sehnte sich nach Liebe. „Du lebst wie eine Prinzessin in einem Schloß “ hörte sie immer wieder ihre Mutter sagen. „Du hast alles, was ein junger Mensch sich wünscht. Worüber klagst Du eigentlich noch?“ Rosie wußte , daß ihre Mutter sie nicht versteht. Sie hatte noch nicht das Glück gehabt, einen Seelen-Freund zu treffen. Also schwieg sie bei derartigen Gesprächen.
Wieder einmal begann ein Sommer und die Temperaturen kletterten in ungewöhnliche Höhen. Die ganze Stadt litt unter der Hitze. So auch Rosie und ihre Mitbewohner. Wie gelähmt von der Hitze legten sich alle Bewohner des Hauses im schattigen Garten zum Mittagsschlaf hin und schliefen sofort ein, auch der schwarz-weiße Kater Tommy, Rosies Trost in mancher traurigen Stunde. Überflüssigerweise hatte Rosie sich – als sie zur Tür hinauseilte – an einem Rosenbusch in den Finger gestochen. Das erinnerte sie an das Märchen von „Dornröschen“ und sie dachte lächelnd: ‚Ob ich jetzt wohl 100 Jahre schlafen werde wie das Dornröschen und ein Prinz kommen wird, um mich aufzuwecken?’ Sie legte sich im Garten auf eine Decke und schlief sofort ein. Es vergingen Stunden, während die glühende Hitze alle Tätigkeiten lahm legte. Daher hörte auch niemand das Klingeln eines Jünglings, der gekommen war, um Rosie kennenzulernen. Sein Freund hatte ihm begeistert von ihr erzählt, von ihrem guten Aussehen und ihrem guten Charakter. ‚So eine Frau gefällt mir, die muß ich unbedingt treffen’ hatte er gedacht und war zu Rosies Haus gegangen. Da aber keiner aufmachen wollte, ging er wieder weg ohne sie gesehen zu haben. Er war sehr enttäuscht. Kurze Zeit danach klingelte ein weiteres männliches Wesen, das Rosie an einem Abend während des Surfens im Internet kennengelernt hatte. Frank wollte sie unbedingt ‘live’ sehen. Ihm genügten die netten e-mails und hübschen Fotos seiner Internet-Freundin nicht mehr. Doch auch dieser junge Mann ging wieder fort ohne daß jemand ihm aufgemacht hätte. So fest schliefen alle Bewohner, daß keiner das Klingeln an der Tür hörte.
Am späten Abend erschien dann schließlich noch ein dritter junger Mann, der im Stau auf der Autobahn aufgehalten worden war, und der von Rosie im ‘goldenen Käfig’ gehört hatte. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt, dieses Mädchen kennenzulernen. Zuerst versuchte er es auch - wie die anderen Männer zuvor- sich durch längeres Klingeln bemerkbar zu machen. Doch nichts geschah. Immer noch schliefen alle ganz fest. Man konnte nur ab und zu lautes Schnarchen hören. Dann kam ihm plötzlich eine Idee: er holte sein Handy aus der Tasche und rief Rosie an in der Annahme, dass ein modernes Mädchen natürlich immer und überall ein Handy bei sich hatte. Dieses intensive Klingel-Geräusch weckte Rosie endlich aus ihrem langen, tiefen Schlaf auf. Sie erhob sich, ging zur Tür und stand einem äußerst sympathischen jungen Mann gegenüber. ‚Das ist mein lang ersehnter Seelen-Freund’ dachte sie und voller Sympathie sagte sie lachend zu ihm: „Du hast mich mit Deinem Handy wach geküßt!“ Danach wachten auch alle anderen Mitbewohner nach und nach auf und Kater Tommy räkelte sich gähnend in der Sonne und streckte alle Viere von sich.
ROSIE und IHR ‘PRINZ’ wurden ein Paar und lebten in Glück und Harmonie bis an ihr Lebensende. Sie vergaßen aber nie die Segnungen der Technik, denn ohne Handy hätten sie sich nie kennengelernt.
ROSIE war eine junge, hübsche Frau mit einer Ausstrahlung, die so manchen jungen Mann schon gefesselt hatte und die er sich als Partnerin für sein Leben vorstellen konnte. Sie hatte blonde Haare und blaue Augen und war die Tochter eines reichen Unternehmers. Sie war sich ihres Wertes wohl bewußt. Sie lebte in einem schönen, großen Haus, das inmitten eines Gartens mit vielen wunderbaren Blumen stand. Diesen pflegte sie liebevoll, auch wenn sie hin und wieder von den Dornen der herrlichen Rosen gestochen wurde. Manchmal verglich sie ihr Zuhause mit einem ‚Schloß‘. Mit ihr zusammen lebten ihre Eltern und einige Verwandte und weil ihr ‚Schloß‘ groß genug war, gab es auch Untermieter im schönen, ruhigen Souterrain. Doch obwohl für ihre Zukunft gesorgt war, konnte sie das Gefühl ,‘im goldenen Käfig’ zu leben , nicht loswerden. Sie fühlte sich trotz all der Pracht und den Einladungen, die nur wenigen Personen zuteil wurden, doch sehr einsam in ihrem Herzen und sehnte sich nach Liebe. „Du lebst wie eine Prinzessin in einem Schloß “ hörte sie immer wieder ihre Mutter sagen. „Du hast alles, was ein junger Mensch sich wünscht. Worüber klagst Du eigentlich noch?“ Rosie wußte , daß ihre Mutter sie nicht versteht. Sie hatte noch nicht das Glück gehabt, einen Seelen-Freund zu treffen. Also schwieg sie bei derartigen Gesprächen.
Wieder einmal begann ein Sommer und die Temperaturen kletterten in ungewöhnliche Höhen. Die ganze Stadt litt unter der Hitze. So auch Rosie und ihre Mitbewohner. Wie gelähmt von der Hitze legten sich alle Bewohner des Hauses im schattigen Garten zum Mittagsschlaf hin und schliefen sofort ein, auch der schwarz-weiße Kater Tommy, Rosies Trost in mancher traurigen Stunde. Überflüssigerweise hatte Rosie sich – als sie zur Tür hinauseilte – an einem Rosenbusch in den Finger gestochen. Das erinnerte sie an das Märchen von „Dornröschen“ und sie dachte lächelnd: ‚Ob ich jetzt wohl 100 Jahre schlafen werde wie das Dornröschen und ein Prinz kommen wird, um mich aufzuwecken?’ Sie legte sich im Garten auf eine Decke und schlief sofort ein. Es vergingen Stunden, während die glühende Hitze alle Tätigkeiten lahm legte. Daher hörte auch niemand das Klingeln eines Jünglings, der gekommen war, um Rosie kennenzulernen. Sein Freund hatte ihm begeistert von ihr erzählt, von ihrem guten Aussehen und ihrem guten Charakter. ‚So eine Frau gefällt mir, die muß ich unbedingt treffen’ hatte er gedacht und war zu Rosies Haus gegangen. Da aber keiner aufmachen wollte, ging er wieder weg ohne sie gesehen zu haben. Er war sehr enttäuscht. Kurze Zeit danach klingelte ein weiteres männliches Wesen, das Rosie an einem Abend während des Surfens im Internet kennengelernt hatte. Frank wollte sie unbedingt ‘live’ sehen. Ihm genügten die netten e-mails und hübschen Fotos seiner Internet-Freundin nicht mehr. Doch auch dieser junge Mann ging wieder fort ohne daß jemand ihm aufgemacht hätte. So fest schliefen alle Bewohner, daß keiner das Klingeln an der Tür hörte.
Am späten Abend erschien dann schließlich noch ein dritter junger Mann, der im Stau auf der Autobahn aufgehalten worden war, und der von Rosie im ‘goldenen Käfig’ gehört hatte. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt, dieses Mädchen kennenzulernen. Zuerst versuchte er es auch - wie die anderen Männer zuvor- sich durch längeres Klingeln bemerkbar zu machen. Doch nichts geschah. Immer noch schliefen alle ganz fest. Man konnte nur ab und zu lautes Schnarchen hören. Dann kam ihm plötzlich eine Idee: er holte sein Handy aus der Tasche und rief Rosie an in der Annahme, dass ein modernes Mädchen natürlich immer und überall ein Handy bei sich hatte. Dieses intensive Klingel-Geräusch weckte Rosie endlich aus ihrem langen, tiefen Schlaf auf. Sie erhob sich, ging zur Tür und stand einem äußerst sympathischen jungen Mann gegenüber. ‚Das ist mein lang ersehnter Seelen-Freund’ dachte sie und voller Sympathie sagte sie lachend zu ihm: „Du hast mich mit Deinem Handy wach geküßt!“ Danach wachten auch alle anderen Mitbewohner nach und nach auf und Kater Tommy räkelte sich gähnend in der Sonne und streckte alle Viere von sich.
ROSIE und IHR ‘PRINZ’ wurden ein Paar und lebten in Glück und Harmonie bis an ihr Lebensende. Sie vergaßen aber nie die Segnungen der Technik, denn ohne Handy hätten sie sich nie kennengelernt.