Flöten und Dolche
- Erstveröffentlichung
- 1905
- Seiten
- 75
Über dieses Buch
Und verratet mich nicht, sagt Mario Malvolto zu seinen zwei Freunden, lasst sie glauben, ich käme zurück. Er müsse nach Hause, habe Kopfschmerzen, gesteht aber schließlich, er müsse allein sein, um seinen Triumph zu überdenken, und steigt, während hinter ihm das Bankett zu seinen Ehren verhallt und zwei goldbetresste Lakaien sich tief verneigen, die Treppe hinab. Diese Eitelkeit müsse ausgekostet werden, denkt er, während er dem Kutscher befiehlt, nach Settignano zu fahren, und sich fragt, ob dieser wohl meine, er führe jetzt noch zu Mimi, jenem hinundherwehenden Seidenfähnchen, das er geküsst und dem er Leidenschaften angedichtet habe, die sie selbst nie besaß. Adieu, Mimi, denkt er, wir wünschen mehr, wünschen Stärkeres, denn seine Tragödie habe heute Abend gesiegt, und es verlangt ihn plötzlich heftig aus diesem engen Florenz hinaus.
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Angaben zum Buch
- Autor
- Heinrich Mann
- Erstveröffentlichung
- 1905
- Seiten
- 75
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen