Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Wilhelm Busch · Kapitel 18 von 67

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Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Beneidenswerth.

 

Sahst du noch nie die ungemeine

Und hohe Kunstgelenkigkeit,

Sowohl der Flügel, wie der Beine,

Im Thierbereich mit stillem Neid?

 

Sieh nur, wie aus dem Felsgeklüfte

Auf seinen Schwingen wunderbar

Bis zu den Wolken durch die Lüfte

In stolzen Kreisen schwebt der Aar.

 

Sieh nur das Thierchen, das geringe,

Das zu benennen sich nicht ziemt,

Es ist durch seine Meistersprünge,

Wenn nicht beliebt, so doch berühmt.

 

Leicht zu erlegen diese beiden,

Das schlag dir lieber aus dem Sinn.

Wer es versucht, der wird bescheiden,

Sei's Jäger oder Jägerin.