Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Wilhelm Busch · Kapitel 49 von 67

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Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Nörgeln.

 

Nörgeln ist das Allerschlimmste,

Keiner ist davon erbaut;

Keiner fährt, und wär's der Dümmste,

Gern aus seiner werthen Haut.

Vertraut.

 

Wie liegt die Welt so frisch und thauig

Vor mir im Morgensonnenschein.

Entzückt vom hohen Hügel schau ich

Ins frühlingsgrüne Thal hinein.

 

Mit allen Kreaturen bin ich

In schönster Seelenharmonie.

Wir sind verwandt, ich fühl es innig,

Und eben darum lieb ich sie.

 

Und wird auch mal der Himmel grauer;

Wer voll Vertraun die Welt besieht,

Den freut es, wenn ein Regenschauer

Mit Sturm und Blitz vorüberzieht.