Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Wilhelm Busch · Kapitel 64 von 67

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Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Peinlich berührt.

 

Im Dorfe wohnt ein Vetter,

Der gut versichert war

Vor Brand und Hagelwetter

Nun schon im zehnten Jahr.

 

Doch nie seit dazumalen

Ist ein Malör passiert,

Und so für nichts zu zahlen,

Hat peinlich ihn berührt.

 

Jetzt, denkt er, überlasse

Dem Glück ich Feld und Haus.

Ich pfeife auf die Kasse.

Und schleunig trat er aus.

 

Oweh, nach wenig Tagen

Da hieß es: Zapperment!

Der Weizen ist zerschlagen

Und Haus und Scheune brennt.

 

Ein Narr hat Glück in Masse,

Wer klug, hat selten Schwein.

Und schleunig in die Kasse

Trat er halt wieder ein.