Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Wilhelm Busch · Kapitel 61 von 67

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Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte

Zu Neujahr.

 

Will das Glück nach seinem Sinn

Dir was Gutes schenken,

Sage Dank und nimm es hin

Ohne viel Bedenken.

 

Jede Gabe sei begrüßt,

Doch vor allen Dingen:

Das, warum du dich bemühst,

Möge dir gelingen.

In trauter Verborgenheit.

 

Ade, ihr Sommertage,

Wie seid ihr so schnell enteilt,

Gar mancherlei Lust und Plage

Habt ihr uns zugetheilt.

 

Wohl war es ein Entzücken,

Zu wandeln im Sonnenschein,

Nur die verflixten Mücken

Mischten sich immer darein.

 

Und wenn wir auf Waldeswegen

Dem Sange der Vögel gelauscht,

Dann kam natürlich ein Regen

Auf uns hernieder gerauscht.

 

Die lustigen Sänger haben

Nach Süden sich aufgemacht,

Bei Tage krächzen die Raben,

Die Käuze schreien bei Nacht.

 

Was ist das für Gesause!

Es stürmt bereits und schneit.

Da bleiben wir zwei zuhause

In trauter Verborgenheit.

 

Kein Wetter kann uns verdrießen.

Mein Liebchen, ich und du,

Wir halten uns warm und schließen

Hübsch feste die Thüren zu.