Zaubermärchen

Albert Ehrenstein · Kapitel 10 von 19

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Zaubermärchen

Knecht seines Schicksals

 

Auch über Analama, der auf der Insel Quo-uk mit den Schwänen lebte,

kam das mannbare Alter, er mußte den grauen Chroglu überschreiten und fiel in

das verfluchte Königreich Uttarakuru. Wie das immer so ist, meldete sich die

Königstochter unpäßlich, und ihm blieb nichts anderes übrig, als mit den

Ungeheuern des Blutflusses Uhuru zu kämpfen. Sein Sinn aber stand nicht nach

Streit, sondern nach den sanften Gelöstheiten des Daseins. Er sehnte sich nach

intimen Wangen, Frauenhaar, Schenkeln von himmlischer Güte. Die

Königstochter aber tat andauernd unpäßlich. Da blieb auch Analama der Ströme

seines Blutes nicht länger Herr. Er fand, daß die Norne Langeweile die Zeit

stickt, wollte die gefrorene Zeit töten — und aß nur seine Uhr auf. Er wollte alle

Weiber vernichten — und riß nur etlichen Mädchen mit besonders aufreizenden

Waden die Zöpfe aus. Die keusche Königstochter blieb andauernd unpäßlich.

Analama drückte sich mit seinen eigenen Fingern famos die Augen aus, nichts

mehr vom Sein zu sehen. Die Königstochter zertrat seine Augen und empfahl

dies Püree ihren Katzen. Analama verließ sich. Die Königstochter brachte die

gesetzlichen Thronerben: junge starke Hunde zur Welt.