Zaubermärchen

Albert Ehrenstein · Kapitel 4 von 19

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Zaubermärchen

6. Bild

6 . B I L D

 

Odysseus vernimmt diesen bestechenden Lobgesang mit Rührung, doch

Homer bleibt unbewegt, sein Lied

 

7 . B I L D

 

schildert die Liebe Apolls zu Daphne. Wie der verliebte Gott die sich über

einer Quelle kämmende Nymphe beschleicht, belauscht, waldein, waldaus

verfolgt — die fast Erhaschte im letzten Augenblick zu ihrer Mutter, der Erde,

bittend die Hände erhebt und abwärts neigt und von ihr in dürren Strauch

verwandelt wird. So daß der Gott statt des süßen Mädchens den bitteren Lorbeer

(daphne laurus) umfängt.

 

8 . B I L D

 

Als Homer geendet, wird in Apollon der Schmerz um die geliebte Daphne

neu, er verhüllt sein Haupt, gleichgültig gibt der weinende Gott zu, daß ihn

Odysseus für besiegt erklärt, drückt mitleidsvoll die Hand Homers, fährt ihm

bedauernd über Augen, Wangen und Schultern und erklärt, da er besiegt sei,

habe er nicht die Macht, von Homers Haupt das Schicksal eines Dichters

abzuhalten.

 

9 . B I L D

 

Odysseus, ein Ruder auf den Schultern, verabschiedet sich von Homer.

Poseidon, dem er den Sohn Polyphemos geblendet hatte, zu versöhnen, muß Odysseus eine Wallfahrt unternehmen, die so lange dauern soll, bis er ein