Zaubermärchen
3. Bild
weinbesessen, kein Wesen hätte die Gabe mehr verdient als er. Und auf eine
Statue des Phoibos Apollon deutend, versichert er, selbst dieser Gott hätte nicht
besser, höchstens ebensogut dichten können wie er. Denn Apollon sei nur ein
Stämmling des amusischen Zeus, er aber habe die Dichtkunst geerbt, ihn hätten
Sänger, Phemios mit Demodokos, gezeugt.
3 . B I L D
Auf dem Olymp, von ca. neun Musen umtanzt, hört Phoibos Apollon diese
frevle Selbstanzeige des Dichters und stürmt durch den weißen Bergnebel nach
Ithaka: über die Schultern den Bogen gelegt und den Köcher voll tosender
Pfeile.
4 . B I L D
Drohende Gebärden. Es kommt zum Wettkampf. Odysseus soll zwischen den
Dichtern Apollon und Homer entscheiden. Apoll greift nach der Leier Homers.
(Was der junge Gott singt, zeigt das)
5 . B I L D
Achilleus lehnt seinen leuchtenden Schild gegen die Mauer und versucht, mit
seinem ungeheuren Eschenspeer anrennend, die Tore Trojas zu durchbrechen.
Der Speer zersplittert. Der rasende Achill will die Tore mit seinen Händen aus
den Angeln heben. Vergebens warnt, von der Mauer her dräuend, Apollon; der
Pelide läßt nicht ab, und wie er des alten Troja wanke Tore auf seine
Simsonschultern lädt, benützt ein Pfeil des Gottes die Achillesferse. Griechen
und Troer kämpfen in den bekannten malerischen Posen um den Leichnam
Achills. Während der dicke Aias die kühnsten Troer tötet, trägt Odysseus,
schwer bedrängt, den Leichnam hinab zu den Schiffen . . . Dankbar verleiht Achills Mutter Thetis dem Odysseus die Waffen des Achill.