Briefe an Ludwig Tieck, Vierter Band
Kapitel IV
Da haben sie Klagen und Hoffnungen, Träume und Allerlei. Lassen Sie sich nicht ferner mit mir ein, aber ich bitte, behalten Sie ein wenig lieb
Ihren
getreusten Verehrer
Vaerst.
IV.
Berlin, 4. Dec. 45.
Mein hochverehrter Herr und Gönner.
Ihnen zu Liebe habe ich den Cancan gelesen, leider darf ich Ihnen ob des Glaubens: „ich habe ihn geschrieben,“ nicht schmollen; ich plaudre wie der Verfaßer, verspreche aber nie so zu schreiben, denn ich liebe so wenig die Flächen Berlin’s und der großen Mongolei, wie die der Literatur.
Hiebei eine kleine Arbeit, die Se. Majestät wohlgefällig aufgenommen hat, ich lege sie Ihnen vor, nicht in Absicht, damit Sie dafür kämpfen, vielmehr in Hoffnung eines freundlichen Worts für mich privatissime, solches ist mir wünschenswertheste Anerkennung.
Mein Post-Prozeß ist gewonnen, ich reise, nehme aber vorher mit dero gütiger Erlaubniß noch persönlichen Abschied.
Mit treuer Ergebenheit
Vaerst.