Crashkurs Grammatik, Ein Übungsbuch für Ausbildung und Beruf

2.4 Substantivierungen

2 Das Substantiv (Nomen, Hauptwort)

 

2.4 Substantivierungen

 

8 Unterstreichen Sie die Substantivierungen. Schreiben Sie darunter, welche Wortart jeweils substantiviert wurde.

a) Im Großen und Ganzen ist alles in Ordnung.

___________________________________________

b) Das Protokoll enthielt viel nachträglich Hinzugefügtes.

___________________________________________

c) Das hält mich am Laufen.

___________________________________________

d) Ich sehe leider wenig Kreatives, aber viel Langweiliges.

___________________________________________

e) Mein Suchen war nicht von Erfolg gekrönt.

___________________________________________

f) Ich bin kein Niemand, ich bin ein Jemand!

___________________________________________

g) Man kann das Diesseits nicht mit dem Jenseits vergleichen.

___________________________________________

 

9 Woran erkennen Sie jeweils die Substantivierung? Unterstreichen Sie die Merkmale.

a) Eure Neue ist wohl eher schüchtern, oder? b) Es war viel Ärgerliches und wenig Erfreuliches dabei. c) Das Arbeiten entspannt mich.

d) Über das Gesagte hat der Chef sich sehr geärgert. e) Wird die Stelle wohl mit einem Er oder mit einer Sie besetzt? f) Überrasche sie doch einmal mit etwas Gekochtem! g) Nach langem Für und Wider haben wir uns schließlich so entschieden.

 

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2.4 Substantivierungen 2

 

praxistipp Nicht zu viel Nominalstil!

Unter einem Nominalstil versteht man sprachliche Äußerungen, in denen

Substantivierungen (Nominalisierungen) im Vergleich zu anderen Wortarten

überwiegen. Der Nominalstil ist typisch für Nachrichten, Zeitungstexte oder

Fachtexte. Auch in Überschriften wird er häufig angewandt.

Der Angeklagte wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Alle freuten sich. Nominalstil: Die Verurteilung des Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe wurde mit allgemeiner Freude aufgenommen.

Überschrift: Allgemeine Freude über Verurteilung

In Vorträgen, Protokollen oder Arbeitsberichten sollten Sie einen zu starken

Nominalstil vermeiden, weil dies die Lesbarkeit und Verständlichkeit beeinträchtigt.

Hier ist meist ein Stil, in dem Verben überwiegen, angebrachter (Verbalstil):

Bitte bringen Sie die Unterlagen mit. /

Alle sollten die Unterlagen mitbringen.

(statt: Das Mitbringen der Unterlagen ist nötig.)

 

10 Formulieren Sie die Sätze um, indem Sie die blau markierten Wörter

substantivieren. Die Satzanfänge helfen Ihnen dabei.

a) Sie zweifelte, ob sie die Prüfung bestanden hat.

Sie hatte Zweifel am __________________________________________________________________.

b) Er fürchtet sich sehr davor, die Wahrheit zu gestehen.

Die Furcht ______________________________________________________________________________.

c) Er hat sich sehr darauf gefreut, mit ihr den Urlaub zu verbringen.

Seine ___________________________________________________________________________________.

d) Sie dankte ihm dafür, dass er ihr geholfen hatte.

Das war_________________________________________________________________________________.

e) Er hat sich dafür entschieden, für die Firma nach Amerika zu reisen.

Die _____________________________________________________________________________________.

f) Der Bürgermeister ist verärgert, dass seine Gäste sich verspäten.

Beim Bürgermeister herrscht _________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________.

 

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2 Das Substantiv (Nomen, Hauptwort)

 

g) Jugendlichen unter 18 Jahren ist es nur gestattet, hochprozentige Alkoholge-

tränke zu kaufen, wenn ein Erwachsener sie begleitet. Jugendliche ____________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________.

h) Tabakwaren dürfen an Jugendliche unter 16 Jahren nicht abgegeben werden.

Die _____________________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________.

 

11 Groß oder klein? Streichen Sie jeweils den falschen Buchstaben durch.

Seit Tagen schon läuft mein Mann nur noch in seinem Zimmer H/hin und H/her. „Der Chef muss sich endlich entscheiden, ohne W/wenn und A/aber!“, sage ich ständig zu ihm. Dieses H/hin und H/her macht mich ganz nervös. Aber er hört nicht auf mich. „Der B/bessere gewinnt“, sagt er immer. „Ob ich wohl B/besser bin als E/er?“ Ich wollte gerade antworten, als uns E/etwas unterbrach. Es war das K/klingeln des Telefons. Er nahm ab und stellte den Ton L/laut. „Hallo, mein B/bester“, sagte der Chef. Da wussten wir, dass er der G/glückliche war.

 

praxistipp Substantivierungen erkennen: Adjektive

Substantivierungen im Text zu erkennen, ist besonders wichtig, da die richtige

Schreibung davon abhängt, ob ein Wort eine Substantivierung ist oder ob es seiner

ursprünglichen Wortart angehört.

Gerade bei Adjektiven ist es nicht immer leicht zu entscheiden, ob sie sich als

Adjektiv auf ein vorher genanntes Substantiv beziehen (und dann kleingeschrieben

werden) oder ob es sich um eine eigenständige Substantivierung handelt (die

entsprechend großgeschrieben wird).

Die neue Abrechnungsmethode ist einfacher als die alte (Abrechnungsmethode). Frisches Gemüse ist gesünder als gekochtes (Gemüse).

Die Neue macht sich gut im Kollegenkreis.

Ich bevorzuge statt Salat etwas Gekochtes zum Mittagessen.

 

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