Crashkurs Grammatik, Ein Übungsbuch für Ausbildung und Beruf
5 Die nicht flektierbaren (unveränderlichen) Wörter
5 Die nicht flektierbaren
(unveränderlichen) Wörter
Adverb (Umstandswort)
Das Adverb (Plural: Adverbien) be-
stimmt die näheren Umstände eines
Geschehens. Adverbien können nähe-
re Angaben machen zu
■ Ort (lokal): wo?, wohin?, woher? draußen, oben, links, hier, dort
■ Zeit (temporal): wann?, wie lange? heute, jetzt, abends, zwischendurch
■ Art und Weise (modal): wie? gern, normalerweise, barfuß
■ Grund (kausal): warum?, weshalb? darum, notfalls, folglich, deshalb
Das Adverb kann im Satz unterschied-
liche Funktionen übernehmen:
■ als selbstständiges Satzglied (adver- Hier entstehen fünf Neubauten.
biale Bestimmung),
■ als Attribut, wenn es Einzelwörtern Sie ist sehr nett.
oder Wortgruppen zugeordnet ist,
■ innerhalb einer festen Fügung. Ich komme spätestens morgen zurück.
Präposition (Verhältniswort)
Präpositionen geben Beziehungs- an, bei, nach, neben, über, vor, zwischen,
verhältnisse an. zu
Sie kommen immer mit einem über- nach zwei Stunden, trotz des Regens,
geordneten Wort vor (meist Substan- wegen der Schließzeiten, vor ihr
tiv oder Pronomen). Zusammen bilden
sie die Präpositionalgruppe.
Manche Präpositionen können mit zum (= zu dem) Vortrag
dem nachfolgenden Artikel ver- ins (= in das) Gebäude
schmelzen. In vielen festen Wen- beim (= bei dem) Umrechnen
dungen ist die Verschmelzung nicht
mehr aufzulösen.
Mithilfe von Präpositionen können
nähere Angaben gemacht werden zu
■ dem Ort (lokal), Ich befinde mich im Garten.
■ der Zeit (temporal), Ich komme nach der Mittagspause.
■ der Art und Weise (modal), Er kam ohne mein Wissen.
■ dem Grund (kausal). Ich friere wegen der Kälte.
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5 Die nicht flektierbaren (unveränderlichen) Wörter
Präpositionen bestimmen den Kasus Die Folie fällt neben den Tisch.
(Fall) ihres Bezugswortes. Die Folie liegt auf dem Tisch.
Lokalen Präpositionen folgt auf die
Frage wo? der Dativ, auf die Frage Das Bild hängt an der Wand. (wo?)
wohin? der Akkusativ. Er hängt das Bild an die Wand. (wohin?)
Konjunktion (Bindewort)
Konjunktionen verbinden Sätze, Wort-
gruppen und Wörter. Man unterschei-
det zwei große Gruppen:
Nebenordnende Konjunktionen ver-
binden gleichrangige (Teil-)Sätze,
Wörter und Wortgruppen. Zu ihnen
gehören Konjunktionen, die Sätze,
Wortgruppen und Wörter nur anein- (1) und, sowie, oder, sowohl … als auch,
anderreihen (1), und solche, die Ge- entweder … oder
gensätze und Einschränkungen (2) (2) aber, doch
oder einen Grund angeben (3). (3) denn, deshalb
Unterordnende Konjunktionen ver-
binden einen Nebensatz mit einem
Hauptsatz. Sie leiten Aussagen ein
■ zur Zeit, während, bevor, nachdem
■ zum Grund, da, weil
■ zum Zweck, dass, damit
■ zu Bedingungen, falls, wenn
■ zu Einschränkungen / Gegensätzen. obwohl, obgleich
Interjektion (Ausruf)
Interjektionen stehen im Satz isoliert Brr, ist das kalt!
und werden deshalb oft von einem Oh, das ist aber schön!
nachfolgenden Satz mit einem Kom- Aua! Das tut weh!
ma oder einem Ausrufezeichen abge- Hurra! Wir haben den Auftrag!
trennt.
Sie kommen vor allem in gespro-
chener Sprache oder in Comics vor.
Interjektionen können:
■ Empfindungen ausdrücken, hm, igitt, nanu, oh, pfui, tja, wow
■ Aufforderungen bedeuten, basta, dalli dalli, hallo, halt, he, pst
■ Laute nachahmen oder miau, peng, tatütata, wuff wuff, wumm
■ ein Gespräch in Gang halten. aha, bitte?, genau, hm, ja, richtig, was?
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