Undercover Love
Chapter 22
*Jacky
Ich wache auf und merke das irgendwer mich im Arm hält. Habe ich was verpasst? Hab ich mich mit Niall vertragen? Also DAS wüsste ich ja.
Ich gucke vorsichtig hinter mich und sehe, wie Liam friedlich schläft. Er sieht ja irgendwie knuffig aus wenn er schläft. Ich stehe grinsend auf und gehe in die Küche. Die anderen schlafen noch.
Ich suche mir eine Tasse und mache mir einen Kakao. Danach hole ich die Aufbackbrötchen und tue sie in den Backofen. „Morgen Sweetheart“, murmelt Liam, der grad in die Küche kommt und mich verschlafen anguckt.
„Morgen Liam“, sage ich und mache ihm auch einen Kakao. Liam setzt sich auf die Arbeitsplatte.
„Und wie geht’s dir heute?“, fragt mich Liam und guckt mich neugierig an.
Ich bringe ihm seinen Kakao. „Ganz gut“, sage ich und versuche zu lächeln.
„Ach komm schon her, Sweetheart.“
Liam stellt die Tasse weg, springt von der Arbeitsplatt, kommt zu mir und zieht mich in eine Umarmung.
Ich lehne mich gegen seine Brust.
*Laura (Zeitpunkten ein paar Minuten vorher)
Ich wache auf sehe das die meisten noch schlafen. Aber wo sind Jacky und Liam?
Plötzlich höre ich leise Stimmen aus der Küche und stehe auf. „...Sweetheart“, höre ich Liam noch sagen, als ich grade bei der Küchentür ankomme.
Sweetheart? Er nennt sie Sweetheart?
Ich gehe um die Ecke und sehe wie Liam Jacky im Arm hält. Das ist doch nicht ihr Ernst?
„Was soll das hier werden?“, sage ich laut. Die Beiden lösen sich schnell von einander und gucken mich geschockt an.
„Es ist nicht so wie es aussieht“, sagt Jacky verzweifelt. „Ach nein? Du hast also nicht ohne Grund mit deinem Freund Schluss gemacht und machst dich nicht an den nächsten ran?“, frage ich wütend.
Liam kommt auf mich zu. „Laura wir sind nicht zusammen. Ich...“ „Ruhe!“, ich schreie ihn fast an und gehe dann in Deutsch über. „Ich meine was soll das? Hast du nicht bemerkt, dass ich ihn mag? Wieso machst du das?“
Liam guckt mich verwirrt an und Jacky kommt zu mir und umarmt mich.
Ich schubse sie von mir weg und Liam fängt sie auf. „Echt du bist eine schlechte Freundin. Ich meine der arme Niall hat nichts getan und ist wegen dir am Boden zerstört und du, du machst hier mit Liam rum“, zicke ich sie weiter an. Jacky kommt schnell auf mich zu und bevor ich auch nur ein Wort sagen sehe ich wie ihre Hand mir bedrohlich nah kommt und im nächsten Augenblick spüre ich einen ziehenden Schmerz in meiner Wange.
Ich hätte nicht gedacht das sie so fest schlagen kann. „Oh“, sagt Jacky und rennt weg und im nächsten Moment knallt die Tür zu.
Ich bleibe total geschockt stehen.
Liam guckt verzweifelt zwischen der Tür und mir hin und her. Gucken wofür er sich entscheidet.
*Liam
Ich bin total verwirrt. Über was haben die Beiden grade geredet? Ich habe nur verstanden das es um Niall ging. Ohne weiter nachzudenken, renne ich Jacky hinterher.
Irgendwo muss sie ja schließlich sein. Und dieses Irgendwo ist eine Bank am Rhein.
Wie lang kann dieses Mädchen bitte laufen? Von der Innenstadt bis zum Rhein? Ich bin schon bei der Hälfte außer Puste. Jacky guckt mich total geschockt an. „Was machst du den hier?“ „Ich hab mir Sorgen um dich gemacht! Worum habt ihr euch gestritten?“
Sie seufzt und fängt an zu erzählen. „Also sie denkt wir haben was miteinander und als sie dann gesagt hat, dass Niall wegen mir so mies drauf ist konnte ich nicht mehr und hab sie geschlagen. Und du, du solltest hier garnicht sitzen sondern dich um Laura kümmern!“ „Aber du brauchst mich, Sweetheart“, sage ich verzweifelt und umarme sie, sie ist wie eine Schwester für mich und um Schwestern soll man sich kümmern.
„Glaub mir, Laurie braucht dich mehr als ich. Geh zu ihr“, sagt sie und guckt wieder zum Rhein.
Diese Mädchen machen mich fertig, wegen denen renne ich quer durch Köln.
Ich stehe auf und renne los.
Als ich in der Wohnung ankomme gucken die Anderen mich geschockt und verwirrt an.
„Wo ist Laura?“, frage ich bevor die Anderen etwas sagen können. „Sie ist eben völlig aufgelöst raus gerannt, als ich in Küche gegangen bin“, sagt Perrie.
Ich nicke und renne wieder los.
Wo kann sie nur sein?
Da fällt mir wieder dieser versteckte Platz am Rhein ein. Kann das sein?
Ohne weiter zu überlegen renne ich in die Richtung und hoffe, dass ich den Ort wiederfinde.
Ich kämpfe mich durch ein paar Büsche und sehe dann Laura direkt am Rhein sitzen.
Weint sie?
Ich setzte mich neben sie, aber sie bemerkt mich nicht mal. „Laura...“, fange ich an und ziehe sie direkt in eine Umarmung. „Müsstest du nicht bei Jacky sein?“, ich höre ein leises Zischen in ihrer Stimme. Ich glaube sie ist sauer.
„Bist du irgendwie sauer?“, frage ich vorsichtig nach. Laura löst sich aus der Umarmung und guckt mich böse an. „Nein wieso sollte ich?“
Ich seufze und sehe mir ihre Wange an, die rot leuchtet. Vorsichtig lege ich meine Hand auf ihre Wange und sie wird sofort rot. Irgendwie schon süß.
„Tut es sehr weh?“, frage ich und streiche langsam weiter über ihre Wange, dadurch wird sie nur noch roter.
„Ge-geht schon“, stottert Laura leise.
Ich gucke ihr tief in ihre grün-grauen Augen und ich bin mir sicher Laura würde noch roter werden wenn sie könnte. Ich merke wie wir uns immer näher kommen. Plötzlich spüre ich etwas in meiner Hose. Es vibriert.
Mein Handy.
Wieso vibriert es?
Laura hört das anscheinend und rückt schnell ab. „Du solltest ran gehen.“
Ich nicke und gehe ran.
Louis: „Wo seid ihr?“
„Am Rhein, wir kommen jetzt zurück.“
Louis: „Ist gut, wir haben uns schon Sorgen gemacht. Jacky ist schon hier und hat sich mit Anne verkrochen. Was ist passiert?“ „Erklär ich dir gleich.“
Louis: „Okay, beeilt euch.“
Bevor ich antworten kann legt er auf.
Ich gucke zu Laura, die jetzt wieder eine normale Gesichtsfarbe hat. „Kommst du?“, frage ich als ich aufgestanden bin und ihr die Hand hinhalte. Sie greift danach und ich ziehe sie hoch.
*Laura
Wir waren kurz davor uns zu küssen und dann ruft Louis an? Ernsthaft?
Die haben alle so tolles Timing.
Wir sind fast bei der Wohnung und Liam hält immer noch meine Hand. Und ich bin mir ziemlich sicher ich bin schon wieder rot.
Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir uns fast geküsst haben.
Wenigstens weiß ich jetzt, dass die Beiden nichts miteinander haben.
Kurz bevor wir in die Wohnung gehen, lassen wir uns los. „Wo wart ihr?“, werden wir sofort von den Anderen gefragt. Doch ich schüttel nur den Kopf und geh zu Annes Zimmer, wo anscheinend Jacky sein soll.
Die Beiden sitzen auf ihrem Bett und Anne tröstet Jacky. „Es tut mir so leid“, sage ich und umarme Jacky, welche es sofort erwidert.
„Schon gut ich versteh dich und mir tut es auch so leid“, sagt sie. Und schon liegen wir uns weinend in den Armen und Anne geht leise raus.