Undercover Love

Anne Tomlinson · Kapitel 38 von 58

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Undercover Love

Chapter 36

 

*Liam

Ich wache auf dem großen Sofa auf. Wieso hab ich nochmal hier geschlafen?

Ach ja, weil ich gestern müde war und sie mich sonst rausgeschmissen hätte.

Ich stehe auf und gehe in die Küche und gucke ins Bad. Noch keiner wach. Ich gucke auf die Uhr. 8 Uhr. Ist ja klar, dass noch keiner wach ist.

Leise mache ich die Tür auf und gehe in Annes Zimmer, in dem großen Bett liegt Laura und sie sieht richtig süß aus, wenn sie schläft.

Ich setzt mich neben sie und fluche kurz als sich dieses doofe Wasserbett bewegt, zum Glück wacht sie nicht auf. Als ich wieder aufstehen will, dreht sich Laura und hält meine Hand fest.

Was jetzt?

Weil sitzen ziemlich unbequem nach einiger Zeit ist, lege ich mich neben sie aufs Bett. Im nächsten Moment kuschelt sich Laura auch schon an mich, so dass ihr Gesicht nur kurz von meinem entfernt ist. Ich streiche ihr vorsichtig ein paar Strähnen weg, die ihr beim schlafen ins Gesicht gefallen sind.

Wie hypnotisiert starre ich sie an, mein Blick wandert von ihren geschlossenen Augen, über die Nase, zu ihrem Mund. Laura kuschelt sich noch weiter an mich und unsere Nasenspitzen berühren sich. Im nächsten Augenblick liegen meine Lippen auch schon auf ihren.

Ein Kribbeln breitet sich von meinen Lippen angefangen in mir aus. Ich reiße erschrocken die Augen auf und befreie mich von Laura. Ich starre an die Decke.

Was sollte das? Wieso hab ich sie geküsst? Zum Glück schläft sie und hat nichts davon mitbekommen! Ich gucke sie noch einmal kurz an und stehe dann auf.

*Laura

Ich werde von einem Kribbeln auf meinen Lippen wach. Was war das?

Als ich die Augen aufmache, sehe ich Liam neben mir liegen, der die Decke anstarrt.

Nein, das war sicher nur Einbildung!

Im nächsten Moment steht Liam auf und geht aus dem Raum. Was war das?

Ich drehe mich um und versuche wieder zu schlafen, was mir nach einiger Zeit auch gelingt.

„Frühstück“, sagt jemand neben mir und als ich die Augen aufmache, steht Liam vor dem Bett und hat ein Tablett mit allem möglichen beladen mitgebracht.

Ich gucke ihn mit großen Augen an. „Frühstück ans Bett? Womit hab ich das den verdient?“

Liam setzt sich neben mich aufs Bett. „Dafür das ich heute Nacht hier schlafen durfte, obwohl ich nicht gefragt habe.“ Ich gucke mir wieder das Tablett an und ich versuche nicht hibbelig auf und ab zu hüpfen, als ich die Lilie sehe, die auf dem Tablett liegt. Lilien sind meine Lieblingsblumen und ich liebe sie einfach. Sie sind so bedeutungsschwanger...

Auch wenn ich Blumen seit meinem Praktikum bei einem Floristen nicht mehr sehen kann...

„Danke“, sage ich und gucke ihn glücklich an. „Kein Problem“, sagt Liam lächelnd und gibt mir ein Croissant. „Guten Appetit!“

Ich lächel ihn nochmal glücklich an und nehme das Croissant, was ich erst in die Erdbeermarmelade, meine Lieblingsmarmelade, tunke und dann in den Mund stecke und abbeiße. „Ehm, Liam...“, fange ich irgendwann an und er guckt mich verwirrt an. „Warst du heute morgen schon in meinem Zimmer?“

Liam schüttelt den Kopf und guckt auf das Essen. „Nein. Wieso?“ „Ach nur so.“

Dann war es also wirklich ein Traum. Wieso träume ich so einen Scheiß?

Wir essen zu Ende und Liam bringt alles weg und kommt dann mit einer Vase, in der die Lilie ist zurück und stellt es neben das Bett. „Du hast übrigens noch Klamotten bei uns herumliegen“, sagt Liam und setzt sich neben mich. „Und weil ich mich eh umziehen muss, kannst du ja einfach mit kommen.“

Ich nicke und stehe auf und gehe schnell ins Bad duschen.

*Lina

Wieso singt die bitte unter der Dusche? Das hört sich erstens scheußlich an und zweitens ist der Text unsinnig. 'Balea on my body yeah, classic care Nivea in my hair.'

Ich stehe müde auf und gehe in Schlafanzug in die Küche. Moment mal!!!

Ich gehe zurück ins Wohnzimmer wo kein Liam ist. Entweder er ist abgehauen oder....

Ich gehe schnell in das Zimmer von den zwei Komischen, und da sitzt tatsächlich Liam auf dem Bett und guckt aus dem Fenster. Er hat doch nicht hier geschlafen?

Das wird aber jemanden gar nicht gefallen, wenn dieser jemand das erfährt. Und dieser jemand heißt zufälliger Weise Danielle und ist eine meiner besten Freundinnen.

„Morgen“, sage ich und Liam guckt mich an. „Morgen.“

Was hat der den? Der ist irgendwie so.... komisch drauf. Komisch halt.

Wir unterhalten uns über irgendwas, bis Laura nur in Handtuch ins Zimmer kommt. „Sachen vergessen“, murmelt sie und holt sich etwas aus dem Koffer um direkt wieder zu verschwinden. Liam starrt ihr nach und ich gehe kopfschüttelnd in die Küche. Ist ja nicht zum aushalten.

*Harry

Ich bin allein. Keiner ist da. Entweder im Urlaub, bei Laura oder shoppen.

Was soll ich den bitte machen?

Außer nackt rum rennen, was ich schon die ganze Zeit mache... Ich hole mein Handy raus und setzte mich mit meinem Tee ins Bett. Wenn kann ich den heute nerven?

Urlaub, Urlaub, Urlaub, mit Liam beschäftigt, mit Laura beschäftigt, keine Ahnung, Urlaub, shoppen und shoppen, der Rest ist nicht in Deutschland.

Gut frage ich halt Lina...

'Hi was machst du heute so?

Hast du Lust mit mir was

zu machen?

Harry'

 

Kaum hatte ich etwas von meinem Tee getrunken bekam ich schon eine Antwort.

Ich bringe erstmal die Tasse in die Küche und lese.

'Klar.

Wär super. Ich hol dich

gleich ab.

Lina xx'

 

Sie holt mich ab.

Wo geht es den bitte hin?

Dieses Mädel macht mir schon irgendwie Angst! Ich gehe schnell ins Bad um zu duschen und danach ziehe ich mir, leider, etwas an. Pünktlich als ich mein T-Shirt angezogen hab geht die Tür auf.

Moment mal! Wieso geht die Tür auf?

Ich gehe schnell ins Wohnzimmer, wo ich Lina, Liam und Laura finde. Deswegen ist die Tür also aufgegangen.

„Hi, ihr drei“, sage ich. „Du hast also bei Laura geschlafen, dass erklärt alles.“

Liam nickt und geht ins Bad, wo er mit kurz danach mit einem Stapel Klamotten raus kommt.

„So wir machen heute Filmtag, ihr keine Ahnung. Ciao“, sagt Liam und schubst uns aus der Wohnung.

„Na danke“, maule ich und gehe mit Lina zum Aufzug. „Was machen wir den?“

„Phantasialand“, sagt Lina und grinst mich an. Das sagt mir jetzt ALLES. „Was ist das?“

„Wirst du dann sehen.“

Aha.

Wir setzten uns ins Auto und fahren los.

Irgendwann kommen wir dann auch an und ich muss schlucken. Achterbahnen. Ich hoffe, dass wir nicht dahin gehen. „Wir sind da“, sagt Lina.

Nicht ernsthaft?