Undercover Love

Anne Tomlinson · Kapitel 27 von 58

PDF-Seiten

Undercover Love

Chapter 27

 

*Laura

Ich wache an jemanden gekuschelt an und werde an einen definitiv männlichen Körper gezogen. Vorsichtig drehe ich mich um und gucke in Liams Gesicht.

Am liebsten würde ich jetzt so liegen bleiben. Aber was denkt er, wenn er aufwacht?

Zögernd hebe ich seinen Arm hoch und rolle mich von ihm weg und falle sofort vom Sofa.

„Aua!“, grummel ich und höre genau im selben Moment auch ein „Aua“ unter mir.

Wieso schlafe ich mit Liam auf einem Sofa? Wahrscheinlich schläft Louis bei Anne, also Bett besetzt. Jetzt gucke ich auch wer unter mit liegt.

„Morgen Perrie“, sage ich gut gelaunt und sie rollt mich von sich runter, dann fängt Zayn an zu maulen. „Morgen Zayni.“ Zayn ist zu verschlafen und schläft dann auch schon wieder ein. Ich gucke verwundert zu Perrie. „Ist immer so.“ Ich nicke und stehe auf.

Im Wohnzimmer liegen noch Harry und Lina, auf dem anderen Sofa, jetzt erst fällt mir auf, dass Perrie und Zayn auf dem Boden schlafen. Oh man.

Ich gehe in die Küche und setzte mich dann mit einem Kakao wieder aufs Sofa und gucke Liam beim schlafen zu, was Perrie grinsend bemerkt.

Plötzlich höre ich Jacky rumschreien, anscheinend hat sie was gegen Niall, der kurz danach verzweifelt aus dem Zimmer kommt. Die anderen, selbst Zayn, sind jetzt auch wach und wir gucken ihn verwirrt an. Auch Anne und Louis gucken aus dem Schlafzimmer raus.

„Sie hat mich rausgeschmissen weil ich auf ihrem Bett geschlafen habe“, sagt er sehr verzweifelt und wir kriegen uns vor lachen nicht ein.

Jacky stolziert an ihm vorbei. „Ist ja auch MEIN Bett! Da dürfen nur Söckchen und ich drin schlafen. Und Lina, weil sie nichts anderes hat.“

Wir lachen noch mehr über Nialls Gesicht. „Wieso dürfen dein Hund und deine Freundin in deinem Bett schlafen, aber ich nicht? Ich bin schließlich dein Freund!“

„Lina darf nur drin schlafen, weil sie Gast ist und Söckchen ist mein kleines Baby! Wehe du beleidigst Söckchen!“ Anne verdreht die Augen und zieht Louis hinter sich her in die Küche.

„Das habe ich gesehen Anne!“, mault Jacky ihr hinterher und wir hören Anne in der Küche lachen.

Niall guckt Jacky verzweifelt an. „Also darf ich nicht in deinem Bettchen schlafen?“

Jacky schüttelt lachend den Kopf und küsst ihn. „Unfair.“ Wir machen schnell Frühstück und versammeln uns auf den zwei Sofas um zu besprechen was wir heute machen. „Filmtag!“, ruft Zayn, der hofft dann weiter schlafen zu können. Wir anderen stimmen zu.

Bis auf Lina. „Ohne mich.“

Wir gucken sie verwirrt an. „Wieso nicht?“, fragt Anne. Man sieht, dass Lina kurz überlegt. „Familientreffen.“ Lügt sie uns an?

Wir nicken und nach dem Frühstück macht sich Lina fertig und verabschiedet sich.

Kurz nachdem sie weg ist, fragen wir alle durcheinander was mit ihr los ist.

„Wieso lügt sie uns an? Ich meine es ist offensichtlich, dass es kein Familientreffen gibt“, sagt Anne und ich nicke. „Vielleicht hat sie einen Freund?“, fragt Jacky. Möglich.

Wir lassen es dabei und fangen dann an 'Der Mann der niemals lebte' zu gucken.

*Lina

Hoffentlich haben die Anderen mir das geglaubt. Ich parke den Käfer vor dem Flughafen und steige aus. Kurz danach kommt auch schon Calli auf mich zu gerannt und umarmt mich.

„Ich hab dich ja so vermisst. Total toll dich wieder zu sehen“, sagt sie glücklich.

„Ja stimmt, die beste Freundin ein Jahr nicht zu sehen ist doof“, gebe ich zu.

Ich denke an die tolle Zeit zurück die ich mit Calli hatte, seit ich das erste Mal vor zehn Jahren in England war sind wir befreundet. Und vor fünf Jahren hab ich auch Calliandras Cousine kennen gelernt, die ich jetzt auch umarme.

„Hi Lina.“

„Hi Dani“, sage ich grinsend. Auch Danielle ist eine super Freundin und es war schwer das vor den Anderen nicht zu zeigen. Ich gucke Calli an, die deutlich kleiner ist als ich mit ihren 1.62. Sie hat wie ihre Cousine braune Haare, aber ihre sind heller und eher wellig als lockig. Außerdem bin ich total neidisch auf ihre olivgrünen Augen. Wie Dani hat sie einen leicht gebräunten Teint, ganz im Gegensatz zu mir. Sehr deprimierend.

„Okay, wieso fahren wir mit diesem hässlichen Auto?“, fragt Dani eingeschnappt.

„Naja, ich hab kein eigenes Auto also bleibt nur dieses Schrottteil“, sage ich und bin auch nicht glücklich darüber. Calli hingegen schleppt fröhlich ihren Koffer in das Auto. „Also ich find's cool.“

Dani und ich verdrehen die Augen und steigen dann auch ein. Ich bringe die Beiden in ein Hotel am Rand von Köln, was Dani nicht gefällt, damit sie nicht auffallen.

Die Beiden haben ein Zimmer mit zwei Einzelbetten und Blick auf den Rhein, was wirklich schwer zu kriegen war in dieser Bruchbude. „Also, du hast einen Plan?“, fragt mich Dani und guck mich erwartungsvoll an.

Ich nicke.

„Erzähl schon“, drängt mich jetzt auch Calli.

Ich fange an meinen Plan zu erzählen und die Gesichter der Beiden werden immer fröhlicher, am Ende umarmt mich Dani. „Der Plan ist super!“

Calli stimmt ihr zu. „Ja, wenn das nicht klappt, weiß ich auch nicht.“ Zum Glück findet Dani den Plan gut.

Ich gucke Calli an. „Du bist dir sicher, dass du deinen Part auch machen willst?“

„Natürlich macht sie das! Auch ohne den Plan würde sie das machen“, antwortet Dani für Calli.

Calli guckt Dani böse an. „Ich kann auch selbst antworten, aber Dani hat schon Recht.“

Damit wär das jetzt auch geklärt.

„Shoppen?“, frage ich und gucke die Beiden erwartungsvoll an. „Was ist mit den Anderen?“, fragt Dani.

„Filmtag“, erkläre ich knapp.

Dani nickt. „Klar, wird sicher super, außerdem brauchen wir ja noch Kleider.“

Wir gehen zum Auto und fahren Richtungen Köln Arcaden, ist näher als Innenstadt.

In dem Center laufen wir durch die verschiedenen Läden. „Also hier gibt’s nichts vernünftiges. Ist hier in der Nähe nicht irgendwas?“, fragt Dani genervt.

Ich nicke. „Klar ein paar Straßen weiter ist so ein Luxusladen, aber ich glaub da kann ich mir nichts leisten“, gebe ich zu. Dani guckt mich verwundert an. „Das bezahl ich dir natürlich, sowas machen Freundinnen doch, vor allem weil du mir diesen tollen Plan gegeben hast.

Ich nicke. Wenn sie unbedingt will soll sie doch. Wir machen uns also auf den Weg und die Verkäuferin guckt uns missbilligend an, als wir reinkommen. Wahrscheinlich weil wir nicht so aussehen, als hätten wir Geld, was bei Calli und mir auch stimmt. Dani zieht uns durch den Laden.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragt eine Verkäuferin plötzlich. Dani schüttelt den Kopf. „Schaffen wir schon selbst“, sagt sie leicht zickig.

„Sind sie überhaupt sicher, ob sie genug Geld für diesen Laden haben?“, fragt die Verkäuferin und guckt uns von oben bis unten an. Anstatt zu antworten, zeigt Dani ihr einfach ihre vier Kreditkarten. Ich habe nicht mal eine.

Die Verkäuferin sieht leicht geschockt aus und zieht dann beleidigt ab.

„Pech gehabt, alte Ziege“, sagt Calli lachend und wir fangen auch an.

Wir durchsuchen den Laden und es ist wirklich schwer Kleider zu finden mit denen wir alle drei zufrieden sind, besonders weil Dani sehr wählerisch ist.

Am Ende hat dann doch jede von uns ein Kleid und wir gehen zur Kasse, wo uns die Verkäuferin von eben schon böse anguckt. „Sollte man nicht eigentlich immer freundlich zu Kunden sein?“, fragt Calli und wir fangen an zu lachen, weil die Verkäuferin uns ungläubig anguckt.

Dann überlegt sie es sich anders, wahrscheinlich aus Angst wir würden doch nicht kaufen, und verkauft uns die Kleider. Wir gehen immer noch lachend aus dem Laden und machen kurz Stop in einem Café, dann gehen wir zum Auto. Ich bringe die Beiden noch ins Hotel.

„Kann ich das Kleid hier lassen? Ich weiß nicht ob es so gut ist, wenn die Anderen das sehen“, sage ich.

„Klar“, sagt Dani und hängt die drei Kleider in den Schrank. Ich verabschiede mich von den Beiden, die es sich schon auf den Betten gemütlich gemacht haben und eine DVD einlegen, und gehe zum Auto.

Es ist mittlerweile schon dunkel und ich fahre schnell zurück zu den Anderen.

In der Wohnung angekommen stürzen sich Laura, Jacky und Anne auch schon auf mich.

„Wie heißt er?“, fragen sie alle gleichzeitig. Ich gucke sie verwirrt an.

„Na der Junge mit dem du dich getroffen hast“, sagt Laura. Die glauben echt ich hatte ein Date? Oh man, sind die doof. Ich überlege kurz. „Jason.“

„Okay wir wollen alles wissen“, sagt Jacky und zieht mich aufs Sofa. Ich gucke mich hilfesuchend um, aber die Jungs sind schon weg. Also fange ich an ihnen irgendeine ausgedachte Beschreibung eines total gutaussehenden Typen zu geben. Jetzt nur noch merken, sonst könnte das eine schwierige Situation geben.

*Anne

Wir hören Lina gespannt zu. Ich liebe es solche Sachen zu erfahren, ich bin ja so neugierig.

Als sie fertig erzählt hat, geht sie auch ins Bad und dann ins Bett. „Und was haltet ihr davon?“, frage ich die Anderen. „Naja, besser als die Lüge mit dem Familientreffen. Ich weiß zwar nicht was sie uns verheimlicht und auch nicht wieso, aber ich will das wissen“, sagt Laura und wir stimmen ihr zu. „Sie wird es uns wahrscheinlich sagen, wenn sie will“, meint Jacky. Ja, hoffentlich.

„Wieso vertraut sie uns nicht? Wir sind doch ihre Freunde“, sagt Laura traurig.

Um uns abzulenken, gucken wir 'Black Swan'. Vorher machen wir uns aber alle schnell fertig, zum Glück, denn bei dem Film schlafen wir auch ein.