Undercover Love

Anne Tomlinson · Kapitel 40 von 58

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Undercover Love

Chapter 38

*Anne

Als ich wach werde, blicke ich direkt in Louis grinsendes Gesicht.

So viel Fröhlichkeit am Morgen kann ich ja gar nicht ab!

Trotzdem muss auch ich lächeln. Sein Grinsen ist so ansteckend. Und ich bin einfach froh, dass wir diesen doofen Streit endlich aus der Welt geschafft haben.

„Wie lange bist du schon wach?“, frage ich ihn verschlafen.

„Schon was länger, aber du siehst so niedlich aus wenn du schläfst?“

What the fuck!? Wieso sehe ich bitte niedlich aus? Alles ist okay, aber wieso NIEDLICH?„Niedlich? Dein Ernst Sternchen?“, frage ich ihn lachend.

„Mein voller Ernst!“

Er fängt an mich zu küssen, bis wir wieder Jacky's Schrei aus dem Bad hören.

Muss sie immer so rum schreien?

Genervt verdrehe ich die Augen und stehe auf. Ich ziehe Louis hoch und gemeinsam machen wir uns auf den Weg ins Bad, wo auch schon Niall steht und Jacky lachend im Arm hält. Diese zeigt immer noch kreischend auf einen Krebs.

Ich schlage Louis auf den Hinterkopf.

„Ihr wolltet sie doch weg räumen!“, ich sehe ihn böse an.

„Aber ich wollte Marvin nicht weglassen. Alle anderen sind weg, darf ich Marvin wenigstens behalten? BITTE!“ Er sieht uns flehend an.

Jacky sieht weiterhin kreischend den Krebs an und Niall lässt sie fast vor Lachen fallen.

„Wenn du Marvin nicht weg räumst wird Jacky den Rest unseren Urlaubs kreischend von Niall rum getragen, willst du das?“

Er schüttelt traurig den Kopf und geht an Niall und Jacky vorbei um Marvin aufzuheben. Als er mit ihm das Bad verlässt sieht er Jacky böse an die ihm die Zunge raus streckt. Ich folge Louis Kopf schüttelnd nach unten.Dort gehe ich in die Küche und decke den Tisch. Nach gefühlten sechs Stunden begeben sich dann auch mal Niall und Jacky in die Küche.

„Wo wart ihr denn jetzt so lange?“, frage ich sie und ziehe eine Augenbraue hoch.

„Ich musste Jacky erstmal beruhigen, sie ist nicht über Marvin hinweggekommen“, sagt Niall lachend.

Oh Gott ich will gar nicht wissen, wie er sie beruhigt hat!

Jacky bemerkt meinen Blick und schüttelt grinsend den Kopf. „Man Anne, du bist echt furchtbar!“, lachend stelle ich den beiden die Brötchen vor die Nase.

Dann kommt auch schon Louis um die Ecke. Als er die Küche betritt liefern er und Jacky sich einen 'Böse Anstarr Wettbewerb'.

Niall feuert Jacky an und ich liege fast auf dem Boden vor Lachen.

Jacky gewinnt da auch Louis lachen muss. Dann wischt er sich eine imaginäre Träne weg. „Marvin ist weg, und das ist allein DEINE schuld! Du Weib!“, sagt er dramatisch, als wäre er in einem alten Theater.

Niall steht auf und steigt mit ein.

„Lassen sie meine holde Jacky in Ruhe du Louis!“

Oh Gott die beiden sind DEFINITIV verrückt!

Jacky und ich beobachten sie noch eine Weile bis wir alle vor Lachen auf dem Boden liegen. Das war aber ein produktiver Morgen.

Nach dem Essen hält Louis die Arme auf. „Freunde?“ Jacky springt ihm in die Arme und ruft übertrieben laut „FREUNDE!“

Er lässt sie runter und sieht sie böse an. „Du Marvin Killer!“

Jacky sieht Louis und mir entsetzt hinterher als wir nach oben verschwinden.

*Niall

„Wieso gibt Louis eigentlich allem einen Namen?“, fragt mich Jacky lachend als die beiden verschwunden sind.

Ich zucke nur grinsend die Schultern. Da die Brötchen schon alle weg sind schiebt Jacky neue in den Ofen, dann setzt sie sich neben mich. Ich ziehe sie auf meinen Schoß und lege meinen Kopf an ihrer Schulter ab.

„Ich bin müde!“, murmel ich an ihrer Schulter.

„Aber du wirst nicht schlafen! Das kannst du vergessen!“, sagt sie grinsend. „Mir ist aber langweilig, also schlafe ich gleich ein.“

Sie grinst mich an und küsst mich. Sie schlingt ihre Arme um meinen Nacken und wir küssen uns weiter.

Bis sich jemand hinter uns räuspert. Erschrocken drehen wir uns um.

„Wir wollen ja nicht stören…“, fängt Anne lachend an.

Jaja, gründet doch einen Club mit Chari denke ich mir leicht beleidigt.

„Aber?“, fragt dann auch Jacky leicht gereizt.

„Wir sind dann mal weg Leute. Viel Spaß euch, wir sind Segeln“, sagt Louis lachend.

„Na super jetzt verschwinden die einfach“, sagt Jacky und schmollt.

„Dann machen wir eben was alleine.“ Ich lächel sie an.

„Und was schlägst du vor?“ fragt sie und zieht verwirrt die Augenbrauen hoch.

„Wir können heute ja mal zu Hause bleiben?!“ Wir müssen ja nicht jeden Tag immer irgendetwas machen, wir sind schließlich im Urlaub.

„Nein! Wir sind Urlaub, da werden wir bestimmt nicht zu Hause rum hocken, das können wir auch noch in Köln! Wir könnten ja zum Strand gehen?“

Widerwillig stimme ich zu.

Irgendwie definieren wir Urlaub anders. Eigentlich habe ich nicht so wirklich Lust, aber abschlagen kann ich es ihr sowieso nicht.

„Dann essen wir jetzt, machen uns fertig und verschwinden“, sagt die fröhlich und holt die Brötchen aus dem Ofen. Nach dem wir gegessen haben gehen wir hoch. Sie nimmt ihre Sachen und will gerade ins Bad gehen.

„Du kannst dich auch gerne hier umziehen. Hab ich nichts gegen!“, sage ich und muss grinsen.

„Das hättest du wohl gerne“, sagt sie lachend und verschwindet im Bad.

Ein Versuch war es wert.

Auch ich ziehe mir meine Badehose an und packe den Strandkorb. Jacky kommt in schwarzen Hotpants und einem grünen an den Seiten aufgerissenen Top raus.

„Willst du so gehen?“, fragt sie mich und ihr klappt die Kinnlade runter, weshalb ich lache muss.

„Wieso nicht?“

„Na dann starren dich alle weiblichen Wesen an, und du gehörst mir.“

Sie guckt so traurig was mega süß aussieht. Dann hält sie mir ein T-Shirt hin und ich ziehe es lachend an. Sie lächelt glücklich zieht ihre Sonnenbrille auf und nimmt den Strandkorb. Dann folge ich ihr nach unten und wir machen und mit unseren Fahrrädern auf den Weg zum Strand.

*Louis

Als wir am ‚Segelhaus‘, wie die Segelschule heißt, ankommen springt Anne glücklich umher.

„Ich wollte schon immer einmal segeln lernen!“

Ich gucke ihr glücklich hinterher als sie in der kleinen Holzhütte verschwindet. Ich bin so froh, dass ich sie habe. Und vor allem, dass sie mir ganz alleine gehört. Langsam folge ich ihr in die Hütte.

Als ich sehe mit wem sie redet ballen sich meine Hände zu Fäusten.

Dieser komische Typ schon wieder.

Er redet mit ihr und sie lachen. Na toll.

Ich kann absolut nichts dagegen tun, dass sich die Eifersucht in mir breit macht.

„Hi, du bist Louis, richtig?“, fragt dieser komische Typ und lächelt mich an.

Was hat der eigentlich mit seinen blöden pinken Badehosen?

Ich nicke und Anne guckt mich hinter seinem Rücken böse an.

Ach ich darf nicht mit anderen Frauen flirten, aber sie schon? Ne ist klar...

„Freut mich, dass ihr segeln lernen wollt. Habt ihr schon Erfahrung oder muss ich euch zur Hand gehen?“, fragt der Teufel, namens Ezra, und zwinkert mich an.

Anne hüpft freudig. „Also ich hab da noch keine Erfahrung.“

„Ich auch nicht“, gebe ich widerwillig zu.

Ezra nickt und dreht sich um und geht hinter so einen Tresen. „Ihr habt Glück, es ist keiner angemeldet, wir können sofort anfangen. Und ich bin sogar euer Lehrer.“

Juhuu... Das macht es jetzt auch besser.

Und ich hab mich auf diesen Tag gefreut...

„Ich glaube ihr könnt in euren Sachen machen und braucht keine Neoprenanzüge, schwimmen könnt ihr ja sicher und so kalt ist das Wasser nicht“, redet er einfach weiter und guckt uns von oben bis unten an, wobei er Anne eindeutig zu lange anguckt.

Ich finde ja, Anne hätte kein weißes Top anziehen sollen, aber Ezra findet es sicher sehr toll.

Plötzlich wedelt jemand mit der Hand vor meinem Gesicht.

Ich gucke verwirrt Anne an, die mich auslacht.

„Ezra hat gesagt, du sollst dein T-Shirt ausziehen, weil es stören würde, wenn du ins Wasser fällst. Und ich hätte da auch kein Problem mit“, sagt sie und grinst mich an.

Ich wackel mit den Augenbrauen und ziehe dann mein T-Shirt aus und lege es auf einen Stuhl. „Zufrieden?“

Anne nickt und gibt mir einen Kuss.

„Kommt ihr mit?“, fragt Ezra und wir gehen hinter ihm raus an einen Steg, an dem ein Segelboot festgemacht ist.

Ezra erklärt uns erstmal das Wichtigste, bevor wir uns ins Boot setzten.

Wir segeln eine Weile und sind eigentlich auch ganz gut, bis...

Anne so schlau ist und sich nicht duckt, als ich das Boot drehen will und volle Kanne im Wasser landet.

Ezra und ich fange beide an zu lachen.

Was hat der bitte über MEINE Freundin zu lachen?

„Nicht witzig Jungs“, mault Anne und zieht mich am Arm auch ins Wasser.

Das Wasser ist eiskalt.

Ich schwimme schnell nach oben und gucke Anne böse an.

„Sei froh, dass ich dich so mag und dir nicht böse sein kann“, flüster ich ihr ins Ohr und ziehe sie dann unter Wasser.

Sie versucht strampelnd nach oben zu kommen, aber ich halte sie fest, sie hat mir ja schon mal gesagt, dass sie lange die Luft anhalten kann.

Ich ziehe sie an mich ran und küsse sie. Ist irgendwie... nass, aber wirklich toll.

Wir schwimmen wieder nach oben und Ezra hilft uns ins Wasser.

*Jacky

Beachvolleyball spielen macht echt Spaß.

Vor allem, wenn man von allen Typen angestarrt wird, weil man nur ein Bikinioberteil anhat.

Irgendwann haben wir keine Lust mehr, das heißt eher Niall, weil ihn die Typen nerven und weil er ein paar Mal Sand in den Mund bekommen hat... Sah immer sehr lustig aus.

Wir machen uns auf den Weg um essen zu gehen. Wir haben Hunger...

Also setzten wir uns in eine kleine Eisdiele und bestellen uns jeweils Waffeln mit Eis und ich glaube es wird nicht dabei bleiben.

*Anne (etwas später)

Es ist echt süß, wie eifersüchtig Louis auf Ezra ist.

Wir sind endlich mit unserer Segelstunde fertig und haben es am Ende hinbekommen nicht mehr ins Wasser zu stürzen, aber meine Haare sind trotzdem voller Salzwasser und es ist ekelig, ich muss dringend duschen...

Außerdem ist mein Top dank Wasser durchsichtig und es war eklig, deswegen hab ich jetzt nur noch mein Bikinioberteil obenrum an.

Louis und ich fahren nebeneinander zu unserem Ferienhaus.

„Ich mag ihn nicht“, mault Louis unglücklich und ich fange an zu lachen, dann guckt er mich böse an.

„Ach Sternchen, du brauchst dir da keine Sorgen drüber machen. Eigentlich sollte ich mir Sorgen machen“, sage ich immer noch lachend.

Louis guckt mich verwirrt an. „Wieso?“

„Ezra ist schwul.“