Undercover Love
Chapter 50
*Anne
Morgens hatten wir erstmal wieder Probe, wir können ja auch keinen Tanz aus heiterem Himmel, zum Glück haben wir noch einmal Probe und können den Tanz noch teilweise von früher, sonst wären wir echt aufgeschmissen gewesen.
Es sind auch noch zwei Andere dazu gekommen, die bei dem Tanz mitmachen, Lena und Fabian.
Als die Probe fertig ist, fahren wir direkt mit unseren Eltern und Louis und Niall nach Schlossburg, weil meine Mutter diese Idee ja so toll fand, weil wir den Jungs ja auch mal etwas Kultur zeigen sollen. Ich finde diese Idee zwar nicht gut, aber was soll es. Wir haben eh nichts besseres zu tun, obwohl uns sicher etwas einfallen würde.
Niall stöhnt schon genervt auf, als er sieht, wie viele Treppen das sind, weil man das schon schon von außen sehen kann.
„Wollen wir was essen gehen?“, fragt Jacky's Vater, wir übersetzten kurz den Jungs und sitzen kurz danach in einem kleinem Cafe und essen Waffeln.
Als wir fertig sind, schicken uns unsere Eltern in die Burg, weil sie ja selbst zu faul sind mitzugehen.
Louis rennt erstmal auf den Pranger zu, der mitten im Innenhof steht. „Ok los, los, rein mit euch. Ab an den Pranger.“
Ich gucke Louis nur kopfschüttelnd an. Meint der das Ernst?
Anscheinend schon, den im nächsten Moment hat er Niall schon mit sich gezerrt. „Fotoshooting am Pranger. Heute mit Niall Horan, Anne Hoffmann, Jacky Richter und mir dem einzige wahren Louis Tomlinson!“
Jacky und ich gucken uns lachend an und lassen das 'Fotoshooting' über uns ergehen.
Als nächstes laufen wir einmal durch die komplette Burg, an der eindeutig nichts wirklich interessant ist, man sollte es trotzdem sehen, wenn man in der Nähe ist. Und außerdem hat diese Burg eindeutig zu viele Treppen. Eindeutig.
Unsere Eltern kommen uns fröhlich entgegen, als wir total abgekämpft aus der Burg kommen und zum Parkplatz gehen.
Ja die mussten ja auch nicht laufen und laufen und laufen. Ach und das Laufen nicht vergessen.
*Louis
Ich bin schon froh, dass wir endlich aus dieser Burg raus sind, den das war selbst für mich anstrengend.
Als wir auf dem Weg zum Auto sind, ziehe ich Anne erstmal zu dem Souvenirshop, den ich am Nachmittag schon gesehen habe.
Wir haben ja schon Abend und man merkt Niall deutlich an, dass er hungrig ist.
Als Souvenirs kaufen wir uns eine Postkarte, wir sammeln alle Postkarten von Orten an denen wir waren, und die Mädels kaufen sich, beziehungsweise kaufen wir ihnen, je ein Armband mit so Steinen.
„Gehen wir jetzt essen?“, mault Niall und Jacky stimmt zu, also gehen wir zurück zu ihren Eltern, die anscheinend grade besprechen wo wir heute Abend essen wollen.
„Pizza? Itaka?“, fragt Jacky's Mutter uns und ich gucke hilfesuchend zu Anne und übersetzt mir, dass 'Itaka' soviel wie 'Italiener' bedeutet und ich stimme freudig zu. Italiener sind was tolles... Also das Essen. Nicht die selbst. Also sie sind auch nichts schlechtes... Ach egal.
Wir teilen uns auf die zwei Autos auf und fahren wieder zurück und halten kurz danach vor einem kleinen Restaurant.
*Jacky
„Wir sind mal eben auf Klo“, sage ich und ziehe Anne mit mir mit. Als wir im Bad sind, fangen wir erstmal an zu lachen.
„Unsere Mütter sind echt schlimm mit ihrem englisch! Kein Wunder, dass die Zwei Angst vor ihnen haben“, meint Anne und ich stimme ihr nickend zu.
Wir verziehen uns jeweils in ein Klo und als ich die Tür wieder aufmache hängt sie mir plötzlich halb in der Hand.
Anne guckt mich lachend durch den Spiegel an. „Was hast du den gemacht? Wieder mal was kaputt gemacht?“
Ich schüttel den Kopf und Anne hilft mir die Tür wieder rein zu stellen, ist zwar nicht fest, aber egal. „Kein Wort darüber!“
Wir gehen wieder zurück und setzten uns, ohne eine Miene zu verziehen. Kurz danach verschwinden unsere Mütter auf Klo und kommen danach lachend zurück.
Mein Vater guckt sie verwirrt an, genau wie Niall und Louis, aber wir schütteln nur alle den Kopf.
Danach gehen wir die Speisekarte durch, wobei meine Mutter versucht den Jungs zu übersetzten, was was heißt, grade Pizza Hawaii. „Pizza HulaHula.“ Dabei macht sie so merkwürdige Tanz Bewegungen und wir müssen schon wieder lachen, während unsere Freunde leicht verstört wirken.
Ich glaube die Beziehung ist nicht auf dem besten Weg, aber für Anne und mich sehr.. lustig.
Am nächsten Tag hatten wir morgens nochmal Training und nachmittags waren Anne und ich dann in einem Wellnesssalon und haben uns rund um verwöhnen lassen, Whirlpool, Massage, Schlammmaske und sowas, zwischendurch immer wieder Champagner.
Die Idee dafür kam von meinem Bruder und ich finde die Idee total toll, weil es erstens eh geregnet hat und wir sonst nicht viel hätten machen können und der Tag wirklich toll war und ich mal wieder einen Tag nur zusammen mit Anne hatte, was in letzter Zeit echt selten war. Wir müssen das mal wieder mit Laura und Lina machen.
Der Morgen danach ist sehr stressig, weil wir schon morgens in der Aula sein müssen, damit wir uns vorbereiten können. Von draußen hört man das dauerhafte platschen des Regens, was aber schon beruhigend ist. Vor allem für Anne ist das wichtig, weil sie kurz vor Auftritten immer sehr hibbelig ist und das schlimmste kommen sieht, was aber merkwürdiger Weise auf der Bühne wie weggewischt ist. Ich bin immer sehr beruhigt, was andere Leute oft wundert.
Auf der Bühne läuft bis auf einen kleinen Fehler, der aber zum Glück niemandem auffällt, weil er von Fabian ist der eine eigene Choreo hat.
Als wir uns verbeugt haben und leider von der Bühne runter müssen, fallen wir uns erstmal alle in die Arme.
„Du bist schon eine Pfeife“, meint Anne lachend zu Fabian, damit ist der Fehler gemeint, aber wir wissen ja alle, dass sie es nicht böse meint.
Fabian guckt sie entrüstet an. „Ich bin keine Pfeife! Ich bin eine Fee. Eine wunderschöne Fee!“
Er sagt das mit so einem Pokerface, dass wir uns nicht einkriegen und müssen von Miri in die Umkleide befördert werden, damit man uns draußen nicht hört.
Als wir endlich raus dürfen und in unseren normalen Sachen sind, werde ich sofort von einem haarigen etwas umarmt. Also im Sinne von viele Haare auf dem Kopf.
Meine Augen werden groß, als ich meine kleine Schwester erkenne. „Melina! Was machst du den hier?“
Sie strahlt mich an. „Ich kann doch nicht den Auftritt meiner liebsten Schwester verpassen!“ Dann murmelt sich noch etwas leise. „Außerdem haben Papa und Anne mir bescheid gesagt.“
Ich grinse und umarme sie wieder.
Das war bis jetzt wirklich die längste Zeit, die wir uns nicht gesehen haben und wirklich schade. Ich bin so froh sie zu sehen und wieder zu umarmen. Sie ist die beste Schwester der Welt und jeder der sich zwischen uns stellt, ob aus Ernst oder Spaß, muss das erfahren. Selbst Anne hat das schon erfahren, als sie sich über irgendwas lustig gemacht hat und Melina mich verteidigt hat, seitdem sagt sie nie etwas gegen den Anderen, zumindest nicht wenn einer von uns dabei ist.
Niall, Toby, Kris, Louis und unsere Eltern umarmen uns auch und fanden unseren Auftritt allesamt gut, was aber auch daran liegen kann, dass sie etwas anderes nie sagen würden.
Die beiden nächsten Tage waren sehr ereignislos, wir sind wieder zurück in Köln und haben den ersten Tag erstmal einen Filmmarathon gestartet.
Zwischen Laura und Liam war die Stimmung auf dem Nullpunkt, was Harry zu ändern versuchte eindeutig, aber Lina hat das die ganze Zeit abgeblockt.
Was ist da los? Ich muss wirklich mal jemanden Fragen.
Am nächsten Tag werden wir von den Jungs in die Stadt geschleift um zu shoppen. Wieso schon wieder? Es macht zwar Spaß, aber trotzdem wüsste ich gerne den Grund, weil es muss einen geben, schließlich sollten wir richtig schicke Kleider kaufen. Bezahlt haben die Jungs, gegen unseren Willen, aber sie sind echt schön. Dazu dann noch Schuhe und so anderes Zeugs.
*Niall (nächster Tag)
Jacky und ich wollten in die Innenstadt fahren, also verließen wir ihre und Annes Wohnung und ich drückte auf den Knopf des Aufzugs. Meinen Arm hatte ich um Jacky's Taille gelegt und während wir auf den Aufzug warteten, beobachtete ich sie von der Seite. Über uns flackerte eine Lampe, aber wir beachteten das auch nicht weiter, als die Tür vor uns sich nach einem leisen Piepen öffnete.
„Wird bestimmt ein schöner Tag.“, meinte ich zu meiner Freundin, als die Tür sich hinter und schloss und der Fahrstuhl Richtung Erdgeschoss fuhr.
„Mit dir ist jeder Tag schön.“, antwortete sie und stellte sich dann auf Zehenspitzen vor mich, um mich zu küssen. Gerade als ich meine Hände an ihre Hüften legte, blieb der Fahrstuhl mit einem plötzlichen Ruck stehen, der uns fast von den Füßen riss und die Beleuchtung stellte sich bis auf eine kleine Notlampe ab.
„Was stimmt den jetzt nicht?“, wunderte ich mich und drückte auf den Notfallknopf neben der Tür. Eine Stimme drang durch einen kleinen Lautsprecher, aber ich verstand leider kein Deutsch.
„Sie sagen, dass es einen Stromausfall gab und wir warten müssen bis der Strom wieder geht.“, übersetzte Jacky und ich ließ mich an der Wand des Aufzugs herunter gleiten und setzte mich auf den Boden.
„Ich mag enge Räume nicht.“, murmelte ich und spürte, wie Jacky sich neben mich setzte.
(Das nächste ist nicht jugendfrei und sollte nur von denen gelesen werden, die sich sicher sind alt genug dafür zu sein!)
„Dann müssen wir dich eben irgendwie ablenken.“, lachte Jacky und rutschte auf meinen Schoss, gleichzeitig legte sie ihre Arme um meinen Nacken und küsste mich erst langsam und zärtlich und irgendwann immer fordernder. Sie schwang ein Bein über meinen Schoß, sodass sie links und rechts neben mir kniete. Meine Hände glitten von ihrer Taille zu ihrer Hüfte und von dort aus langsam aber sicher unter das lila Top, dass sie trug.
Auch Jacky's Hände waren nicht untätig, sie zogen leicht an meinen Haaren und zerstörten meine Frisur und ihre Lippen bewegten sich zu meinem Hals. Ich schloss meine Augen und lehnte meinen Kopf hinter mir an die Wand.
Ich war so abgelenkt, dass ich erst gar nicht merkte, wie Jacky versuchte mir mein Shirt auszuziehen, erst als sie es über meine Kopf zog, wurde mir das bewusst und ich tat es ihr nach und befreite auch sie von ihrem Top. Das Notlicht war noch immer an und der Fahrstuhl bewegte sich ebenfalls nicht.
„Jacky.“, wisperte ich und zog sie zu einem Kuss heran, während ich versuchte mein Portmonee aus meiner hinteren Hosentasche zu ziehen.
„Was machst du da?“, keuchte meine Freundin in den Kuss hinein und nahm mir meinen Geldbeutel aus der Hand.
„Guck rein.“ Meine Stimme war schon tiefer und rauer als sonst und während Jacky in meinem Portmonee wühlte, widmete ich mich mit meinen Lippen ihrem Oberkörper.
„Hast du das gesucht?“, fragte sie schwer atmend und hielt mir eine kleine Plastikverpackung vor die Nase. Ich nickte grinsend und drückte sie dann mit dem Rücken auf den Boden des Fahrstuhls.
„Au.“, jammerte sie und richtete sich etwas auf, also lehnte ich mich wieder zurück an die Wand und zog sie mit mir, sodass sie wieder auf meinem Schoß saß. Ungeduldig fummelte sie an den Knöpfen meiner Jeans und wahrscheinlich war es wirklich klüger sich zu beeilen, außerdem wurde meine Hose langsam aber sicher unbequem eng.
Als Jacky sie endlich offen hatte, hob ich meine Hüfte, um die Hose von meinen Beinen zu kicken, aber sie stand auf um ihre eigene Hose auszuziehen, sodass ich ebenfalls aufstand und sie an die Wand drückte, nachdem wir uns beide so gut wie vollständig entkleidet hatten.
Plastik raschelte und heißer Atem traf meine Schulter, während ich das Kondom über meine Erektion rollte.
„Spring.“, wisperte ich und Jacky tat, was ich gesagt hatte, sie klammerte ihre Beine um meine Hüfte und nur die Wand und meine Kraft stützten uns, während ich in sie eindrang und auch danach.
Keuchend bewegten wir uns und ich spürte Jacky's Fingernägel auf meinem Rücken, während gleichzeitig das Adrenalin durch meine Venen rauschte, weil der Fahrstuhl jeden Moment wieder losfahren konnte.
„Niall.“, keuchte Jacky und vergrub ihr Gesicht in meiner Halsbeuge, eine Hand in meinen Haaren vergraben und ihre Zähne kratzten leicht über meine Haut, was mich nur noch mehr antrieb.
„Shit!“, stöhnte ich und warf meinen Kopf in den Nacken und spürte, wie auch Jacky's Körper sich anspannte. Wir kosteten den Moment beide aus und atmeten schwer. Vorsichtig setzte ich Jacky wieder auf dem Boden ab und grinste sie schief an.
(ab hier kann wieder gelesen werden)
*Harry
Ich sehe abends grinsend Niall und Jacky an, die auch mal wieder kommen.
Als die Beiden abgelenkt sind, schnappe ich mir Nialls Portmonee und merke, dass ich mal wieder Recht hatte.
(morgens)
„Was willst du Harry?“, fragt mich Niall leicht genervt, als ich nach seinem Portmonee frage.
Ich grinse ihn nur an und halte eine kleine Plastikverpackung hoch. „Ich kenne dich doch und man sollte immer vorgesorgt haben.“
Niall schüttelt nur den Kopf und überlässt mir das Portmonee.
(Gegenwart)
In dem Moment, in dem Niall und Jacky wieder rein kommen, werfe ich Niall das Portmonee zu. „Ich hab immer Recht. Und für die Aktion geb ich euch 7 von 10 Punkten!“
Natürlich nur sieben, weil ich nichts mitbekommen hab und ich nicht eingebunden war...
Jacky guckt mich verwirrt an, während Niall mir tötende Blicke zuwirft.