Undercover Love
Chapter 32
*Lina
Ich stehe auf und gehe duschen. Heute treffe ich mich wieder mit meinen zwei Besten, Dani und Calli. Nachdem duschen gehe ich in mein Zimmer, was eigentlich Jacky gehört, aber naja sie ist unwichtig, und ziehe mich um. Schwarze Nieten-Hotpants, ein weißes Totenkopftop und schwarze Lederimitat Stiefeletten mit tollem zehn Zentimeter Absatz, die vorne geschnürt sind. Ich stelle mich vor den großen Spiegel und ich muss sagen, ich sehe wirklich heiß aus.
Schnell nehme ich mir noch meine schwarze Tasche, natürlich auch mit Nieten drauf, und gehe in die Küche, wo Laura sitzt. Ich hab gehofft ich komme ohne Probleme aus der Wohnung. „Morgen Lina“, sagt sie und mustert mich von oben nach unten. „Morgen. Ich treff mich gleich mit Jason, also kann ich nicht mehr lange bleiben“, sage ich und nehme mir einen Apfel. Sie nickt und trinkt Kakao. „Viel Spaß.“
„Mach doch was mit Liam?“, sage ich. Sonst hängt sie ihm doch auch an der Pelle.
Sie wird aufeinmal knallrot. „Keine gute Idee.“ „Was ist passiert?“, frage ich einfach nur damit sie mich nicht weiter nervt, wenn ich es gelöst habe.
Laura seufzt. „Naja, mir passieren immer peinliche Sachen wenn er bei mir ist. Und nachdem wir uns fast geküsst...“ „Ihr habt euch geküsst?“, frage ich total geschockt. Sie guckt mich an. „Fast! Und seitdem kann ich nicht normal mit ihm reden und dann gestern... Ach egal, ich will dich nicht nerven du musst doch zu Jason.“
„Also, er kann auch warten“, sage ich schnell. Die Beiden haben sich doch nicht ernsthaft geküsst? Oh man, ich hab Angst was passiert, wenn Dani davon erfährt.
„Ne ist schon gut geh“, sagt Laura und trinkt wieder Kakao. Ich will grade etwas erwidern, als es klingelt. „Wir reden später noch“, sage ich und gehe Richtungen Tür. Er geht direkt rein. „Hi Lina.“
„Hi Liam“, sage ich leise. Dann sage ich noch laut, damit Laura es auch hört. „Ich bin dann mal weg zu Jason.“
*Laura
„Ja, okay“, rufe ich und trinke Kakao leer. Wer auch immer gekommen ist soll in die Küche kommen. Ich stelle die Tasse in die Spülmaschine.
„Morgen Laura“, sagt die Stimme die ich am wenigsten hören will. Ich drehe mich um und gucke direkt in die Augen von Liam. „Morgen.“
Natürlich werde ich wieder einer Tomate gerecht. Was macht er hier? Will er wirklich das es für mich noch peinlicher wird? „Ich wollte was mit dir machen“, sagt er und setzt sich auf die Arbeitsplatte.
„Ich habe heute schon was vor“, antworte ich schnell. Liam guckt mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Und was?“ Ja was mache ich den heute? Eigentlich wollte ich mich ja im Bett verkriechen. „Ich muss einkaufen.“
Liam lächelt mich an. „Gut ich helfe dir.“
Will der mich verarschen? Merkt er nicht das ich ihm aus dem Weg gehen will?
„Geht schon, ich bin schon ein großes Mädchen“, sage ich und gehe Richtung Schlafzimmer und hole mir Sachen und dann ins Bad. Ich hoffe er versteht es und verschwindet aus der Wohnung. Zuerst dusche ich und dann ziehe ich mir ein schwarzes Top mit Fransen und vorne einem Adler drauf, dazu grüne Hotpants und schwarze High Heels an. Meine Haare mache ich in einem lockeren Dutt zusammen.
Danach gehe ich zurück ins Wohnzimmer. „Ach du bist endlich fertig?“
Ich drehe mich geschockt um und sehe Liam an, der in der Küchentür lehnt.
Wieso ist er noch da?
„Ich kann allein einkaufen gehen“, sage ich und will mich an ihm vorbei in die Küche drängeln, aber Liam hält mich fest, so dass wir beide ihm Türrahmen stehen.
Was mir eindeutig zu nah ist.
*Liam
Sie wird wieder so nervös. Wieso wird sie immer so nervös? „Was ist los?“, frage ich und halte sie weiter an beiden Handgelenk fest, damit sie nicht wegläuft.
Och nein wie süß, sie wird wieder rot.
„Nicht ist los“, sagt sie und guckt überall hin nur nicht zu mir. Ich löse vorsichtig meine eine Hand und drehe ihr Kinn so, dass sie mich angucken muss. „Hi, wir sind doch Freunde. Du kannst mir erzählen wenn was los ist.“
„Freunde....“, sagt sie leise und guckt mich an. Ich nicke. „Ja, Freunde.“ Auch wenn ich mir nicht sicher bin, was los ist, weil ich mich immer so merkwürdig in ihrer Nähe fühle. Ich weiß nur, dass ich sie nicht verlieren will.
„Okay, Freunde. Los Freund, lass und einkaufen gehen“, sagt sie und lächelt mich an.
Woher der Sinneswandel?
Naja egal, Hauptsache sie redet wieder mit mir. Wir nehmen uns eine Einkaufstasche und gehen Richtung nächsten Supermarkt.
„Es ist echt entspannend einkaufen zu gehen, ohne das Niall dabei ist“, sage ich lachend und Laura stimmt mit ein. „Ich kann das gleiche nur über Jacky sagen“, sagt sie und lächelt mich an.
Wir kommen zu den Tiefkühlschränken und als ich grade eine Tiefkühlpizza nehmen will, treffen sich unsere Hände und wir gucken uns in die Augen.
Laura wird rot und zieht schnell die Hand unter meiner Hand weg. Sie geht schnell weiter.
Ich sehe immer noch ihre grün-grauen Augen vor mir, als ich Schokoladeneis in den Einkaufswagen packe. Wir gehen weiter und packen noch ein paar Sachen ein. Dann machen wir uns auf den Weg zur Kasse. Als Laura ihr Portemonnaie raus holt, um zu bezahlen, fällt ihr ganzes Kleingeld auf den Boden.
Wir bücken uns und sammeln schnell alles, bis nur noch ein Zwei-Euro-Stück auf dem Boden liegt.
Laura und ich greifen zufällig gleichzeitig danach und sie wird wieder rot.
„Sorry“, sagt sie schnell und bezahlt.
Bevor ich auch nur noch was sagen kann, ist sie schon mit den Einkäufen aus dem Laden gelaufen.
Die Verkäuferin starrt mich freundlich an. „Da hat's aber jemanden erwischt“, sagt sie auf Deutsch und ich verstehe kein Wort. Ich nicke einfach und laufe Laura hinterher. Kurz vor der Wohnung hole ich sie ein. Diese Mädchen bringen mich echt zum laufen, schlimm ist das!
Ich drehe sie zu mir um und wir stehen kurz voreinander. „Was ist los?“
„Was soll sein?“, fragt sie und versucht weiter zu gehen. „Ich... ach nichts. Glaub mir es ist nichts.“ Sie schüttelt den Kopf und versucht sie loszureißen, dabei fallen ein paar Haarsträhnen in ihr Gesicht. Ohne nachzudenken, streiche ich die Haarsträhnen aus ihrem Gesicht.
„Ist alles okay?“, frage ich und nehme schnell die Hand weg. Viel schöner wäre es wenn sie es wieder bei mir machen würde.
*Laura
Zuerst sagt er Freunde und dann wieder sowas? Ich spüre wie ich rot werde und nicke schnell. „Ja, aber ich musste mich beeilen, sonst wäre das Eis geschmolzen“, sage ich und weiß, dass es die schlechteste Lüge ist die es gibt. Liam nickt. „Gut dann sollten wir jetzt hoch und es wegpacken.“ Wir steigen in den Aufzug, der meiner Meinung viel zu langsam ist, danach schließe ich die Tür auf und renne fast in die Küche. „Hast du Hunger?“, frage ich Liam, der zu mir kommt.
„Ja, aber nicht auf Tiefkühlpizza“, antwortet Liam lachend. Wieso habe ich eigentlich Tiefkühlpizza gekauft? Wahrscheinlich weil ich irgendwas kaufen musste, wenn ich schon sage, dass ich einkaufen muss.
Wir machen uns also in Richtung Innenstadt und setzten uns dann in ein Cafe.
„Was darf ich ihnen bringen?“, fragt die Kellnerin. Ich nehme einen Schokomilchshake und ein Stück Erdbeerkuchen, Liam nimmt ein Stück Schokoladenkuchen und eine Cola. Die Kellnerin kommt mit den Kuchenstücken zurück und sagt, dass gleich die Getränke kommen.
Ich fange an meinen Kuchen zu essen, zuerst die Erdbeere oben drauf, dann erst unten.
Als ich zwei Bissen gegessen habe, kommt die Kellnerin wieder. Sie gibt mir meinen Schokomilchshake über den Tisch und grade als ich ihn hinstellen will, fällt das Glas um, so das alles über meinem Top ist.
„Scheiße“, fluche ich und versuche schnell die Schokolade aus meinem Top zu bekommen.
Liam nimmt eine Servierte und versucht es auch wegzumachen, bis er bemerkt, dass seine Hand nichts an meiner Brust zu suchen hat. Er wird rot und nimmt seine Hand weg, die Kellnerin hat mittlerweile ein Tuch geholt und macht den Milchshake vom Boden und Tisch weg.
„Willst du wieder mein T-Shirt?“,fragt Liam lachend. Ich schüttel schnell den Kopf. „Nein. Ich glaube es kommt nicht so gut wenn du das hier machst.“ Außerdem würde ich wahrscheinlich sterben...
Liam zuckt mit den Schultern.
Weil wir Hunger haben essen wir auf und machen uns dann auf den Weg.
Liam zieht mich direkt in irgendein Geschäft und wir suchen für mich ein Oberteil.
„Das hier“, sagt er und drückt mir ein lila Top in die Hand. „Ernsthaft?“, frage ich. „Grüne Hotpants mit lila Top. Toller Geschmack Liam.“
Er lächelt mich unschuldig an. „Lila ist halt eine tolle Farbe. Außerdem ist doch das Mädchen wichtiger was die Sachen anhat als die Klamotten selbst.“
Ich werde rot und gehe schnell in die Umkleide und probiere es an, dann bezahlen wir, heißt Liam bezahlt. Wieso auch immer... Liam zieht mich wieder aus dem Laden und wir gehen noch durch die Stadt.
*Lina (als sie aus der Wohnung geht)
Ich kann immer noch nicht glauben, dass die Beiden sich geküsst haben sollen. Ich meine es ist Laura? Liam hat jemand besseren verdient, so wie Danielle.
Und wie soll ich das jetzt Dani erklären?
Ich steige in den Käfer und fahre Richtung Hotel. Als ich ankomme begrüßen mich die Beiden auch direkt mit Umarmungen und Küsschen
„Und was gibt’s neues?“, frage ich und wir setzten uns auf ein Bett. „Nichts und bei dir?“, fragt Dani und Calli lackiert ihr die Fußnägel weiter.
Wie soll ich ihr das jetzt erklären?
Ich atme tief ein. „Also ich weiß nicht ob es dir gefallen wird, aber Laura hat mir erzählt, dass Liam und sie sich geküsst haben.“ Dani springt auf und läuft durch den Raum. „Wie kann diese blöde Schlampe sich erlauben meinen Freund zu küssen? Und was findet Liam an ihr, schließlich bin ich viel hübscher, intelligenter und sicher auch besser im Bett als sie!“ Also das mit dem im Bett kann ich nicht sagen, aber das andere stimmt definitiv.
Calli zog sie wieder aufs Bett. „Also eigentlich ist er nicht mehr dein Freund und kann machen was er will.“
Dani guckt sie böse an.
„Aber natürlich nicht mit dieser Schlampe“, sagt Calli schnell. Danielle guckt sie immer noch böse an und starrt dann auf ihre Fußnägel.
„Wieso ist quer über meinen Fuß ein blauer Nagellackstrich?“, fragt sie und guckt Calliandra genervt an.
Sie zuckt mit den Schultern. „Du musstest ja aufspringen.“
Bevor die Beiden sich weiter streiten, mache ich den Strich mit Nagellackentferner weg.
„Und jetzt gehen wir in die Stadt“, sagt Calli und springt fröhlich auf. Dani und ich stimmen ihr zu und die Beiden ziehen schnell Schuhe an, wobei Dani fast einen Schreikrampf bekommt, als eine Kante bei ihrem Nagellack weggeht, deswegen bessern wie den noch schnell aus.
Danach steigen wir in den Käfer und fahren in die Innenstadt, weil Köln Arcaden langweilig sind.
Wir laufen durch ein paar Läden und kommen nach ein paar Stunden vollgepackt aus dem letzten Laden. „Da ist diese blöde Schlampe mit meinem Freund“, zischt aufeinmal Dani und will los rennen, aber zum Glück halten Calli und ich sie schnell fest und drehen sie so, dass sie die Beiden nicht angucken kann.
Ich schubse die Beiden in ein Café, weil Laura und Liam sie nicht sehen dürfen.
Zum Glück, den im nächsten Moment kommen die Zwei auf mich zu.
*Laura
Wir gehen durch die Innenstadt und ich versuche Liam nicht zu nah zu kommen.
Irgendwann sehe ich dann Lina mit zwei Anderen. Wollte sie nicht was mit Jason machen? Und wer sind die? „Da ist Lina“, sage ich zu Liam, als die beiden Anderen grade ins Café verschwinden.
Wir gehen zu ihr rüber und sie lächelt uns an. „Was macht ihr den hier?“, fragt sie und guckt leicht nervös ins Café. Ich zucke mit den Schultern. „Stadtbummel halt. Und du?“ Lina wird nervös. „Jason ist eben nach Hause gefahren und dann war ich shoppen und wollte nach Hause.“ „Und wer waren die zwei da eben?“, frage ich und zeige ins Café. Lina zuckt mit den Schultern. „Das waren Münchner die wissen wollten ob das Café gut ist und das ist es doch hoffentlich.“ Wir lassen es dabei und gehen zu meinem Käfer, mit dem Lina ja in die Stadt gefahren ist.
Lina setzt sich widerwillig nach hinten.
„Laura? Wieso ist an deinem Autositz blauer Nagellack?“, fragt mich Liam.
Ich gucke geschockt zu meinem Sitz und tatsächlich ist da Nagellack.
Lina guckt mich unschuldig an. „'Tschuldigung.“ Ich frage mich seit wann sie blauen Nagellack benutzt, aber okay. Und vor allem wie er bei nicht offenen Schuhen an den Sitz kommt. Wir fahren zu uns und bevor ich Liam raus werfen kann, ist er auf dem Sofa eingeschlafen.