Undercover Love

Anne Tomlinson · Kapitel 33 von 58

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Undercover Love

Chapter 31.3

 

 

*Anne

Nachdem wir ausgepackt haben entscheiden wir uns erstmal einkaufen zu gehen, weil wir ja nichts zu essen haben. Die Drei fahren mir hinterher, weil sie so schlau waren keinen Stadtplan einzupacken und ich mich so als einzige hier auskenne. Wir halten vor einem kleinen Lebensmittelgeschäft und stellen unsere Fahrräder ab.

„Das will ich haben“, ruft Niall fast bei jedem Regal und wir müssen ihn echt zurückhalten, damit er nicht alles kauft. Am Ende haben wir etwas Grillfleisch für heute Abend und sonst einen Wochenvorrat an Essen, der sich nicht mehr als zwei Tage halten wird.

„Kann ich die noch haben? Bitteeeee“, mault Niall und hält mehrere Packungen Gummibärchen und Chips hoch. Jacky nickt zustimmend.

Na toll.

Louis und ich gucken uns kurz an. „Von jedem eins.“ Die Beiden legen traurig den Rest zurück und dann gehen wir zur Kasse und bezahlen.

Wir fahren schnell zurück, damit nichts auftaut und verstauen dann alles in der Küche.

„Was machen wir jetzt?“, fragt Louis.

Ich gucke ihn böse an. „Ihr habt den Urlaub geplant. Nicht wir.“ „Essen“, ruft Niall glücklich.

Ich verdrehe genervt die Augen. „Du bekommst was zu essen, wenn wir vorher eine Fahrradtour machen.“

Niall guckt mich traurig an. „Ich hab aber Hunger. Bitte.“ Ich schüttel den Kopf. „Nein. Fahrradtour, dann Picknick.“ Louis und Jacky stimmen mir zu, obwohl ich mich bei Jacky sehr wunder, aber okay ich hab gewonnen, dass reicht mir. Wir packen also schnell das Essen fürs Picknick zusammen und ich bekomme den Korb, weil bei Niall wäre es weg, Jacky würde es ihm für einen Kuss geben und Louis fährt wie eine besenkte Sau. Wir fahren einmal durch die Stadt und ich erkläre den Drei was was ist, Louis hängt mir praktisch an den Lippen, Jacky hört weniger interessiert zu und Niall drängelt, weil er Hunger hat. Sie finden es auch merkwürdig, dass mitten in der Stadt ein Rettungsboot steht, obwohl wir nicht mal am Strand sind. „Wieso steht das den da?“, fragt Jacky, das erste mal interessiert. Ich zucke mit den Schultern. „Weiß ich nicht. Hab ich mich auch immer gefragt.“

Nach der Tour halten wir in der Nähe des Wasserturms und machen es uns auf einer Decke gemütlich.

„Wird aber auch Zeit. Ich hab Hunger“, mault Niall und fängt auch schon an zu essen. Der Typ hat echt nichts anderes zu tun. Kurz danach ist dann auch schon alles aufgegessen. „Und was sollen wir jetzt machen?“, frage ich an die Jungs gewandt. „Wie wär's mit schwimmen?“, fragt Niall.

Louis haut ihn auf den Kopf. „Es ist Ebbe.“ Niall wird rot. „Ups.“

Jacky und ich gucken uns an und fangen an zu lachen. Wir fahren also nach Hause um unsere Schwimmsachen zu holen und dann fahren wir zum Schwimmbad.

Ich liebe den Geruch in Schwimmbädern. Wir gehen zu den Umkleiden und nach einer kurzen Diskussion geht jeder in eine eigene.

*Louis

Ich versteh garnicht wieso ich nicht mit in die Umkleide darf. Schnell ziehe ich mich um und verstaue die Sachen dann in einem der Spinde, dann mache ich mich auf den Weg zur Dusche. Nach kurzem duschen, gehe ich dann mit Niall, der natürlich auch duschen war, zu Jacky, die schon Liegen reserviert hat. Es wundert mich zwar, dass Nachmittags noch Liegen frei sind, aber die sind wahrscheinlich alle am Meer.

Jacky hat einen blauen, trägerlosen Bikini an, mit kleinen weißen Punkten, vorne ist eine Schleife. Bei der Bikinihose sind an den Seiten so Schleifen.

„Wo ist Anne?“, frage ich sie, nachdem sie und Niall sich gefühlte Stunden geküsst haben.

„Bin doch da“, flüstert mir jemand ins Ohr. Ich drehe mich um werde direkt von Anne geküsst. Sie hat einen roten, ebenfalls trägerlosen, Bikini an mit kleinen weißen Punkten, der am Rand etwas gerüscht ist und vorne nur durch zwei kleine Schleifen zusammengehalten wird und hinten von einer großen Schleife. An der Bikinihose ist ein dünner Gürtel, an dem ein silbernes Herz hängt.

Es sieht wirklich toll aus.

„Nicht sabbern“, höre ich Jacky hinter mir lachen, ich gucke sie böse an.

Nialls Blick hängt schon am Restaurant fest, welches nur durch Glasscheiben vom Schwimmbad getrennt ist. Ich gucke mich um und sehe als erstes eine großes Becken. Sehr langweilig.

Dann fällt mein Blick auf eine große gelbe Rutsche. „Da will ich drauf!“, rufe ich und ziehe Anne hinter mir her. Jacky und Niall kommen auf mit.

Nach dem wir die Treppen hoch gegangen sind, will ich natürlich rutschen.

„Muss ich da runter rutschen?“, fragt Anne und guckt ängstlich runter. „Ich hasse Rutschen.“

Ich nehme sie in den Arm. „Wäre es besser, wenn wir zusammen rutschen?“

Sie nickt vorsichtig.

Ich lasse schon Jacky und Niall vor, die im nächsten Moment auch schon jubelnd runterrutschen, obwohl es Niall sichtlich nicht gefällt, dass die Rutsche zu ist.

Wir setzten uns in die Rutsche und warten bis das Licht an geht. Ich ziehe Anne ganz fest an mich. „Dir wird nichts passieren mein Engel. Ich pass auf dich auf.“

Sie nickt wieder.

Ich küsse sie und bevor sie sich anders entscheiden kann, rutschen wir auch schon runter.

Anne hat die Augen zu und ich halte sie weiter fest. Unten angekommen ziehe ich sie aus dem kleinen Becken. „War doch garnicht schlimm oder?“, frage ich. Sie schüttelt den Kopf und haut mich dann. „Aua! Wofür war das?“, frage ich und reibe meinen Arm. Sie lächelt mich böse an. „Dafür, dass du einfach los gerutscht bist.“ „'Tschuldigung mein Engel“, flüster ich und ziehe sie wieder an mich ran, damit ich sie küssen kann.

„Okay dafür gehen wir jetzt darein“, sagt Anne und zeigt auf das Becken. Ernsthaft?

Ich lasse mich von ihr mitschleifen und weil es hinten keine Leiter gibt, müssen wir vom flachen bis ins tiefe schwimmen. „Und jetzt?“, frage ich sie.

„Abwarten“, sie lächelt mich und hält sich an mir fest. Ich habe keine Lust auf warten und drücke sie unter Wasser. „Ey“, mault sie. Ich lächel sie böse an.

Sie drückt mich auch runter, was darin endet, dass ich sie mit mir ziehe.

Wir tauchen schnell auf, als ich merke, dass es hier Wellen gibt. Ein Wellenbecken, mag ich.

Nachdem wir die Wellen überlebt haben, schwimmen wir zum Rand und gehen zu Niall und Jacky, die bis jetzt rutschen waren. „Ich geh jetzt in die Traumgrotte“, sagt Anne und verschwindet in den hinteren Teil des Schwimmbads.

„Wir gehen in den Whirlpool“, sagt Jacky und zieht Niall hinter sich her.

Traumgrotte ich komme. Was auch immer das ist.

*Jacky

Der Whirlpool ist leer und blubbert schön vor sich hin. Ich liebe diese Teile ja.

Wir setzten uns rein und ich lehne mich an Niall. „Und was sollen wir jetzt machen?“, fragt er etwas gelangweilt. Ich zucke mit den Schultern. „Du könntest mich massieren.“ Niall nickt glücklich und ich drehe mich doch etwas verwundert um, so dass er hinter mir sitzt.

Er fängt an mir die Schultern zu massieren. „Gut so?“, fragt er mich und ich spüre seinen warmen Atem auf meiner Haut.

„Ja, vielleicht etwas tiefer“, sage ich und seine Hände wandern ein Stück tiefer und massieren weiter. „Ja genau da.“ Niall lacht hinter mir und fängt an meinen Nacken zu küssen. „Ey, massieren. Nicht küssen“, sage ich lachend. Er hört kurz auf. „Aber das macht mehr Spaß Darling.“ Ich drehe mich zu ihm um und fange an ihn zu küssen, er lehnt sich nach hinten, so das ich auf ihm liege.

Dann setzte ich mich wieder grade hin und drehe ihm den Rücken zu. „Jetzt hattest du genug Spaß, massier mich.“ Niall setzt sich murrend hin. „Du bist gemein, weißt du das?“ Ich nicke fröhlich. „Ja.“

Er fängt an mich wieder zu massieren und zu summen. „Was summst du da?“, frage ich.

Niall hört auf zu summen und küsst mich kurz auf den Hals. „Ich könnte es singen.“

Ich nicke.

Er lehnt sich zu mir und redet ganz leise in mein Ohr. „Okay du wolltest es so.

Can you blow my whistle baby, whistle baby Let me know

Girl I'm gonna show you how to do it

And we start real slow

You just put your lips together

And you come real close

Can you blow my whistle baby, whistle baby Here we go...“

Ich stimme ganz automatisch mit dem pfeifen ein. „Genau so“, sagt Niall und dreht mich zu sich um, dann singt er weiter.

Seine Hände wandern von meiner Hüfte immer weiter hoch zu der Schleife.

Ich fange an ihn zu küssen, damit er endlich aufhört zu singen, was er aber wirklich sehr toll macht.

„Ups. Ich wollte nicht stören“, sagt plötzlich eine weibliche Stimme und ich dreh mich geschockt um.

Mist! Niall hält die Schleife genau so fest, dass ich sie aufgeht. Ich halte schnell die Hände hoch.

„Und nochmal Entschuldigung“, sagt die Blondine und wird rot. Ich binde mir schnell wieder die Schleife zu und setzte mich von Niall.

„Macht nichts“, sage ich schnell und Niall nickt auch schnell, ich glaube nicht nur er ist knallrot.

Ich gucke mir sie genauer an. Sie ist groß, hat lange Beine, blonde, aber nicht Tussiblond, lange Haare und blaue Augen, wirklich hübsch.

„Ich bin Charlien, aber nennt mich ruhig Chari“, sagt sie und lächelt uns freundlich an.

Hübsch und nett...

„Ich bin Jacky und das ist Niall, er ist Ire und versteht uns kein bisschen“, sage ich lachend und zeige auf Niall der das ganze immer noch nicht verkraftet hat.

Ich stehe auf und Niall ist sehr glücklich darüber und steht auch auf. „Wir müssen gehen. Unsere Freunde warten auf uns“, sage ich jetzt auf englisch.

Sie nickt traurig. „Okay. Ciao und viel Spaß noch.“ „Wenn du allein bist kannst du mit uns kommen“, sage ich und lächel sie aufmunternd an.

Jetzt lächelt Charlien. „Danke. Das ist nett von dir.“ Wir machen uns auf den Weg zu unseren Liegen. „Eigentlich wollte ich ja mit meinem Freund hier Urlaub machen, aber das hat sich erledigt“, erzählt sie nach nachfragen. „Oh, dass tut mir leid“, sage ich und umarme die zwanzig-jährige. Nach kurzem Warten kommen dann auch Anne und Louis händchenhaltend zu uns.

Als Louis Chari in ihrem sehr knappen weißen Bikini sieht klappt ihm der Mund leicht auf.

Ich hoffe ganz doll, dass das Anne nicht sieht... Zu spät.

Sie guckt ihn böse an und er bemerkt es nicht mal, dann nimmt sie ihre Hand aus seiner und stampft wütend zu mir. Charlien lächelt uns vier glücklich an. „Hi. Ich bin Charlien, aber nennt mich Chari. Jacky war so nett mich einzuladen mit euch essen zu gehen.“

„Ach war sie das?“, zischt Anne zickig, so dass nur ich es höre, und guckt mich böse an.

Ich gucke sie entschuldigend ein.

„Okay dann gehen wir jetzt essen“, sagt Louis glücklich und hackt sich bei Chari unter.

Ich gucke zu Anne und glaube sie mag sie nicht... Niall rennt schon los, weil er natürlich Hunger hat und ich gehe mit Anne hinterher.

„Er ist nur nett zu ihr, mehr nicht“, versuche ich sie umzustimmen. Sie guckt mich böse an. „Nett, ne ist klar. Verarschen kann ich mich selber Kleine.“

Ich ignoriere jetzt mal den Spitznamen.

*Anne

Wie kann er das nur machen?

Hallo? Ich bin seine Freundin?

Ich wedel ihm imaginär mit der Hand vorm Kopf. Selbst beim Essen starrt er sie an. Naja nicht wirklich er guckt sein Essen an, aber trotzdem.

Nachdem wir zu ende gegessen haben, fahren wir nach Hause, vorher bringen wir diese Charlien noch in ihre Ferienwohnung. „Was ist los Engel?“, fragt mich Louis, als wir es uns auf dem Sofa bequem gemacht haben.

Ich gucke weiter auf den Fernseher. „Nichts.“ „Sicher?“

„JA!“

„Okay.“ Louis guckt mich traurig an. „Ich geh dann mal ins Bett“, sagt er dann laut.

Von den anderen Beiden kommt zustimmendes Gemurmel. Ich lege mich auf das Sofa und versuche das auszublenden, bis ich einschlafe.