Das österreichische Antlitz
Girardi-Kainz
Sie betonen es, daß gerade diese beiden vortrefflichen Schauspieler dem
wienerischen Theater unentbehrlich sein müßten, weil sie unter den wenigen
bedeutenden Persönlichkeiten, die sich hier etwa vorfinden, die stärksten
Österreicher seien. Ich würde hinzufügen: die letzten, wenn es nicht übertrieben
wäre, dergleichen von irgendeinem Menschenexemplar zu behaupten. Aber für
uns sind sie bei alledem die letzten; wir werden schwerlich noch andere sehen
und wir vermissen sie sehr.
Sie weisen mich darauf hin, daß diese beiden Schauspieler einander verwandt,
ja oft frappierend ähnlich sind. Dies sei Ihnen vorher nie so deutlich geworden
als eben jetzt, da Kainz und Girardi gleichzeitig in Berlin wirken. Bei uns ist es,
wie natürlich, oft bemerkt und besprochen worden. Manches ist ihnen
gemeinsam. Wie Männer, die gewohnt sind zu befehlen, fast überall diesen
unbeirrten ruhigen Ausdruck des Blickes, diese geborgene, schwere Sicherheit
des Tones in der Stimme haben, so haben diese beiden in ihren Gebärden, in
ihrem Gehen über die Bühne, in der unbedingten Freiheit ihrer Schultern das
Glück früher und beinahe müheloser Erfolge. Sie waren gleich von Anfang an
berühmt, sind es schon von Jugend auf. Sie stehen jahrzehntelang unter der
erfrischenden Dusche des Beifalls. Dann ist da noch in beiden auf dem Grunde
ihres Wesens ein beständig mitschwingendes Jauchzen, und das ist ihre
Verwandtschaft. Sie sind beide so sehr voneinander verschieden, ganze Welten
liegen zwischen ihnen; allein wie Brüder oft voneinander verschieden und durch
Weltenfernen in ihrem Charakter voneinander getrennt sein können, und
dennoch mit einem Lächeln, mit einem Zucken der Lippen sich als Geschwister
offenbaren, so offenbaren sich diese beiden mit ihrem Jauchzen als Brüder. Denn
es ist ein österreichisches Jauchzen; es stammt aus demselben Klima, es ist von
derselben Sonne und von demselben Dialekt gebräunt. Auch ist ihr Zugreifen
dasselbe. Sie wissen ja, was ich damit meine: ihre Art eine Sache anzugehen,
einer Empfindung, einem Konflikt gegenüber zu treten, sich einer Aufgabe zu
bemächtigen, kurz, es ist derselbe Handgriff.
Man hat Ihnen gesagt, daß Girardi der typische Ausdruck des Wienertums sei,
die leibhaftige Verkörperung der wienerischen Art, der wienerischen Echtheit.
Es ist so oft gesagt worden, hat so oft in den Zeitungen gestanden, daß es
vielleicht wahr ist. Trotzdem vermochte ich niemals den Gedanken abzuweisen, warum man einen glänzenden Orientmaler dann nicht auch einen typischen
Orientalen nennt. Oder weshalb wir dann zum Beispiel Lafcadio Hearn nicht als
einen vollendeten Japaner erklären. Hat doch der eine alle Farben und feinsten
Lufttöne des Morgenlandes gegeben, der andere die seelische Verstecktheit
Japans erhellt. Nur weil der Maler so sichtbar von seinem Werk zu trennen ist?
Und weil wir zu genau wissen, daß Hearn ein Anglo-Amerikaner war?
Auch Ihnen erscheint Girardi als der echte Wiener. Aber Sie haben gewiß
schon bemerkt, wie sonderbar und wie irreführend das national und
landschaftlich Echte auf fremder Erde wirkt. Eine spanische Tänzerin scheint
uns absolut ganz Spanien auszudrücken; ein tartarischer Sänger absolut die Welt
des Kaukasus. Unsere Vorstellung von Spanien findet sich in irgendeinem
Hüftenrhythmus der Tänzerin plötzlich bestätigt, unser Phantasiebild vom
Kaukasus glüht bei irgendeinem Kehllaut des Sängers unversehens auf, und wir
rufen: echt! Wir rufen es mit Entzücken und verfehlen dabei – fast regelmäßig –
gerade diejenigen Dinge, die ein Spanier oder ein Tartar mit vertrauten
Instinkten als echt empfinden würde.
Girardi trägt viel Wienerisches in sich. Von den feinsten wienerischen Stoffen
wie von den allgemeinsten hat er den Extrakt in sich gesogen; viele wienerische
Elemente sind in ihm zu Essenzen verdichtet. Wenn er spricht, hören wir aus
seiner Stimme die Urlaute des Volkes, wenn er singt, aus seiner Fröhlichkeit
jenes niederösterreichisch-jauchzende Johlen trunkener Rekruten, das im
Frühling und im Herbst immer durch unsere Straßen hallt. Im Aufschnalzen
eines Wortes klingt die schnippische Anmut Wiener Vorstadtmädchen, und wenn
die Leute von Girardi reden, schleppen sie auch sofort alle Wiener Typen zum
Vergleich heran; den Fiaker, den Deutschmeister, den Zahlkellner, den
Sportbaron. Aber das Wienertum, das er gibt, ist im Grunde nicht das wirkliche,
sondern es ist ein Wienertum, das er ganz allein erfunden hat. Wir spüren immer
»Wien« bei ihm. Nur wenn er uns nicht völlig umnebelt, spüren wir zugleich
auch: er macht etwas ganz anderes daraus, etwas, das neben dem Wienerischen
ist. Etwas, das vielleicht darüber ist, wie schließlich alle Kunst über dem
Wirklichen, alle Dichtung über dem Wahren; aber etwas, das eine besondere
Kontur hat; keine wienerische. Es ist eine halbechte, eine unwahre, doch in ihrer
Unwahrheit eine entzückend mögliche und hinreißend eigenartige Kontur.
Dieses Wienertum, das Girardi gibt, hat vorher nicht existiert. Seit er es ersonnen
hat, wird es nachgeahmt. Die Leute haben im Theater von ihm gelernt, wie man
wienerisch ist und haben es nachher kopiert. Hunderte seiner Einfälle, seiner
plötzlichen Ideen vom Wienertum laufen jetzt verwirklicht und lebendig umher.
Wie sollte ein Mann, der so stark ist, daß er uns alle glauben macht, seine
persönliche Art sei die unsere, sei unser Spiegel und Abklatsch; sein eigenes,
durchaus einziges Wesen sei der Inbegriff und die Verkörperung unserer
Wesenheit, – wie sollte ein solcher Mann nicht auch bei Ihnen als der definitive
Ausdruck des Wieners gelten? In dem gewissen landläufigen Sinn ist er ja
schließlich ein Vertreter Wiens, wenn man diese Bezeichnung nur in ihrer
flüchtigen, zeitungsmäßigen Bedeutung anwendet, in der sie sonst gebraucht
wird, um einen Künstler rasch mit dem Poststempel zu versehen. Aber nehmen
Sie nur einmal seine eckige Gestalt, in der nichts Sanftes und Gleitendes sich
rundet, in der nur die ungeheuere Energie eines Marschrhythmus schleudert und
schlenkert, und Sie werden sogleich sehen, daß eine ganze, in ihrer innersten
Natur wienerische Welt sich in diesem Künstler gar nicht oder nur vermittels
besonderer Transponierungen ausdrückt. Er hat jahrzehntelang Walzer von
Johann Strauß gesungen; siegreich und hinreißend hat er sie gesungen, aber sie
mußten erst durch ihn zu Girardi-Couplets werden, und sie waren – wenn er sie
sang – eben keine Walzer von Johann Strauß. Wenn man nur die Texte anschaut,
die eigens für ihn diesen Walzern unterlegt wurden, kann man das sogar jetzt
noch nachprüfen. Denn alle diese Texte widerstreben in ihrem Witz, in ihrer
karikaturistischen Schärfe, in ihrer harten Ironie, der weichen Seele des Wiener
Walzers. Alle diese Texte sind den Walzern aufgezwungen, gehen ihnen gegen
die Natur. Aber die Farbe seiner Persönlichkeit ist so sprühend, so
durchdringend und so vorleuchtend, daß es fast unbemerkt geblieben ist, was ein
Straußscher Walzer bei Girardi wurde, daß es fast unbemerkt geblieben ist, wie
sehr diesem Manne selbst ein wienerisches Grundelement fehlt: das innere
Tanzen. Und fast unbemerkt ist es geblieben, wie er das Wesen dieser Stadt
überfärbt und verändert und umgebildet hat.
Man könnte es etwa damit erklären, daß die enorme schauspielerische Kraft
Girardis, der es beinahe immer an wirklichen Rollen fehlte, solchem Mangel
abgeholfen hat, indem sie sich der ganzen Stadt als einer Girardi-Rolle
bemächtigte, sie immer wieder studierte, ihren reichen Inhalt immer wieder
erlebte, und sie dann immer wieder als Girardi-Rolle spielte. Zuletzt war denn
auch jeder zweite junge Herr, den man auf der Straße traf, jeder Fiakerkutscher,
jeder Briefbote, jeder Spießbürger eine Girardi-Rolle. Eine Zeitlang lief halb
Wien herum und spielte Girardi, und wußte nicht, daß es damit sich selbst
aufgab, daß es auf seine eigene Echtheit verzichtete, und an deren Stelle die
besondere Echtheit eines einzelnen annahm. Seine Wirkung ist bis auf den
heutigen Tag so umklammernd, daß selbst der Wiener Dialekt Girardi-Worte
mitführt, die es früher nicht gegeben hat, die niemals auf dem Wiener Boden wachsen könnten, die keine Wurzeln in der wienerischen Sprache besitzen, die
aber jetzt als selbständige Schöpfungen in der Wiener Mundart leben. Dabei sind
es Verzerrungen; denn er kann gelegentlich über irgendein Wort herfallen, kann
es mit einem Hieb zum Krüppel schlagen, kann es zerquetschen und zerkneten
und ihm zugleich damit ein ganz neues, überwältigend komisches Gesicht geben.
Eine Zeitlang hat halb Wien in solchen Ausdrücken geredet, und Sie werden
zugeben, daß dies keinen Wiener Dialekt, sondern eher einen Girardi-Jargon
vorstellt. Man könnte sagen, vieles, was Girardi tut, ist Wien, aber vieles, was
Wien tut, ist Girardi. Unsere Stadt ist sein ganzes künstlerisches Erlebnis.
Unendlich viele feine und grobe Reflexe der wienerischen Art funkeln in ihm.
Unendlich viele Nuancen des wienerischen Wesens, zarte und derbe, drücken
sich in ihm aus. Aber wenn Sie den Begriff Wien als ein Ganzes nehmen, zu
dessen Bestandteilen auch Schubert und Kriehuber und Grillparzer und
Schwindt und Fischer von Erlach und Makart gehören, dann werden Sie finden,
daß Girardi weder der Spiegel noch der Ausdruck des Wienertums ist; nicht der
Wiener, sondern unter wenigen erlesenen Wienern: Auch einer.
Daß man bei den erbärmlichsten Possenfiguren, die er darstellt, oft wie von
ferne den Atem wirklicher Tragik spürt, daß die Puppen bei ihm gleichsam
transparent werden, und der Zuschauer durch sie hindurch in tiefe
Menschlichkeiten blickt, daß man immer wieder, wenn man Girardi in einer
elenden Schwankrolle begegnet, überzeugt ist, er könne auch klassische
Meisterrollen spielen, möchte ich so hoch nicht anschlagen. Was wäre denn auch
ein Humor ohne diese dunkeln Untertöne? Was wäre uns ein Komiker ohne
diese Durchblicke ins Menschliche? Ich weiß nicht, ob wir über ihn lachen
wollten, aber ich bin sicher, daß wir nicht über ihn reden würden. Vielleicht ist
der Zug ins Klassische in irgendeiner Epoche Girardis näher und stärker
gewesen; vielleicht haben wir da für die Kunst des großen Stiles einen Verlust zu
beklagen. Ich glaube nicht sehr daran. Das heißt, ich glaube wohl an die
objektive Gabe Girardis, in dieser Kunst ein Hohes zu leisten, aber ich bezweifle
sein dauerndes Bedürfnis danach.
Dieses dauernde und leidenschaftliche Bedürfnis, über sich selbst hinweg zu
Höherem, und auf höheren Gipfeln wieder zu sich selbst zu gelangen, lebt in
Kainz. Ich bezeichne damit keinen Unterschied der Werte, sondern nur die
verschiedenen Wege, die Kainz und Girardi gewandelt sind. Beide von
demselben Punkt ausgehend, dieser immer durch Wien, allein durch Wien, und
auf den allernächsten Straßen immer wieder zum eigenen Ich; jener durch aller
Herren Länder. Girardi, indem er alles zum Werkzeug seiner Persönlichkeit
macht, alles in den Dienst der angeborenen Art zwingt; Kainz, indem er sich als ein Instrument darbringt und allen Geistern dient, die ihn entzücken.
Es gibt keinen anderen deutschen Schauspieler, der wie Kainz den Romanen
so nahe wäre, der Beredsamkeit des romanischen Temperaments, der
musikalischen Anmut und der tänzerischen Biegsamkeit. Ich weiß nicht, wo ich
diese wunderbare österreichisch-italienische Mischung heute im sichtbaren
Leben fände, um sie Ihnen als Beispiel anzubieten, aber ich erinnere Sie an
manche Paläste in Wien und in Salzburg, die von italienischen Baumeistern
errichtet, und nachher von Canaletto gemalt wurden, und deren Linien in
geheimnisvoller Harmonie alles aussprechen, was wienerisch, und zugleich
alles, was über das Heimatliche hinaus italisch, südlich und sonnig ist.
Es gibt auch keinen anderen Schauspieler als ihn, der sich zu einem solch
vollendeten Instrument der Dichter gebildet hätte. Gebildet an seinem
knabenhaft schmalen, in allen Gelenken jugendlich behenden Leib, an seinem
schlagfertigen, feinhörigen Geist und an allen seinen Mitteln des Ausdrucks.
Keiner ist ein solcher Meister der köstlich bewußten, durchgearbeiteten, der
besiegten und zu etwas Unwillkürlichem gewordenen Technik. Es ist mir keiner
gegenwärtig wie er, der die Geheimnisse der Technik so ergründet, keiner, der
ihre Mühseligkeit so überwunden hätte. Und gewiß besteht das tiefste Wesen der
Kunst nur darin, die Geheimnisse der Technik zu entziffern, das edelste Wesen
der Kunst darin, die Mühsal des Technischen in Leichtigkeit zu verwandeln,
seine Hindernisse in Stützen, seine lastende Schwere in ein Mittel zum
Vogelflug. Es ist mir immer wunderlich, wenn ich einen Schriftsteller abfällig
Wortkünstler nennen höre, einen Schauspieler Sprechkünstler; denn was soll ein
Schriftsteller sein, wenn er nicht ein Künstler am Worte, und was ein
Schauspieler, wenn er nicht ein Meister des Sprechens ist? Es erscheint mir
immer wunderlich, wenn einer es niederschreibt, dieses oder jenes sei nicht zu
schildern, sei nicht auszudrücken, und nicht zu nennen. Denn worin besteht nun
sonst in der Welt seine Aufgabe und sein Daseinsrecht wenn er ein Schriftsteller
sein will, als eben darin, daß er verpflichtet ist, zu schildern, was sich nicht
schildern läßt, verpflichtet, auszudrücken, was dem Ausdruck gerne sich
entzieht, verpflichtet, zu nennen, was mit gewöhnlichen Benennungen nicht
ergriffen werden kann? Die Gabe, irgend etwas Künstlerisches zu vollbringen,
ist doch in uns nicht wie das Wasser im Schoß eines Brunnens, daß man nur den
Hahn aufzudrehen braucht, um es immerzu laufen zu lassen. Wie viele aber tun
nur eben dieses, – gerade bei den Schriftstellern und Schauspielern –, lassen
rinnen und strömen, was in ihnen ist, wie es die Gnade des Augenblicks just
gewährt, stehen dabei und verehren andächtig das Walten des Gottes, den sie in
sich glauben. Wie viele saloppe, von Verlogenheit, von Faulheit und von sorglosem Hochmut zurechtgekleisterte Mache tritt uns in der Kunst feierlich
und anspruchsvoll als »Arbeit« entgegen.
Wenn Sie aber erwägen, wie viele erlauchte Kräfte der Seele und des
Verstandes angestrafft werden müssen, wie viele edle Kräfte des Körpers, wenn
Sie erwägen, mit welcher Gewalt sich ein Mensch immerfort zusammenfassen
muß, damit er fähig werde eine Technik zu erwerben, und wie tief er in sein
eigenes Selbst muß schauen können, damit er seine Technik erringe, dann
werden Sie gerne verstehen, daß es vor allem die Arbeit ist, die mich an Kainz
bezaubert. Diese wunderbar funktionierende Arbeit voll jeder Lust an der
schwersten Bravour. Dieser Schauspieler besitzt sich selbst in jedem
Augenblick. Sein ganzer feiner, komplizierter Organismus gehört und gehorcht
seiner Arbeit und er beherrscht ihn so, daß sein Künstlerwesen keinen
Augenblick in jene demütigende Abhängigkeit gerät, welche die Schwachen
Stimmung nennen. Er hat ihn so vollkommen entwickelt, daß es keine
ungenützten Reste, keine versäumten und verschleuderten und verlorenen
Möglichkeiten bei ihm gibt.
Manchmal läßt er diesen Organismus sozusagen leer laufen, läßt diese brillant
funktionierende Technik einfach absurren. Sie haben ihn ja selbst schon an
solchen Abenden gesehen, und Sie werden den Zustand, in dem er sich da
befindet, gewiß nicht mit jenem verwechseln, den ich oben Stimmung genannt
habe. Es ist, als zöge er sich gleichsam aus seiner Arbeit zurück, als nehme er ihr
sein Seelisches. Aber es ist kein Erliegen, kein Gelähmtsein, welches den
Künstler unter sein Wollen, unter seine Aufgabe wirft und ihn am Schaffen
hindert. Vielmehr ist es ein innerliches bewußtes Sichabwenden von einer längst
gelösten Aufgabe; vielmehr ist es das unwillkürliche Abfallen des Schöpfers von
seinem vollendeten Werk.
An solchen Abenden, aber manchmal auch in Augenblicken des Glanzes,
manchmal auch an dem von plötzlicher Gleichgültigkeit wie gehöhlten und
berstenden Klang seiner unermeßlich reichen Stimme ist es zu spüren, daß dieser
Schauspieler, der an der äußersten Grenze des Meisterlichen steht, anfängt, über
seine Kunst hinweg zu leben, daß es ihn über die Grenzen seines Berufes
hinwegzieht, über diese Grenze hinaus bangt – irgendwohin. Er ist so hart bis an
den Rand jeglicher Erfüllung gestiegen, daß er sich manchmal schon von der
Dämonie des Vergeblichen angehaucht fühlt. Diese Existenz jenseits aller
erlebten Reife ist die subtile Tragik seiner Gegenwart und das Problem seiner
Zukunft.