Weihnachtslicht
Frieden der Nacht (Gebet)
In dieser Nacht, Christus unser Herr,
freuen sich weltweit Millionen
von Menschen darüber,
dass du einer von uns geworden bist.
Menschen machen sich gegenseitig
eine Freude, weil du uns zur Freude
in diese Welt gekommen bist.
Kindern wendet man sich
in diesen Tagen besonders zu,
im Andenken an deine Geburt als Kind.
Du bist einzigartig,
Herr der Welt.
Nichts im Universum
reicht an deine Herrlichkeit heran.
Wir danken dir, unserem Bruder,
für deine Nähe.
Du bist uns allen ganz zugewandt.
Stärke in uns die Bereitschaft,
diese Freude weiterzugeben
und damit die Freude zu vervielfältigen.
Richte unseren Blick
auf das Wesentliche
und auf die Kleinen,
die leicht übersehen werden,
auf alle diejenigen,
die unsere Aufmerksamkeit
noch mehr brauchen.
Begegne du spürbar
allen Leidenden und Traurigen
gerade in diesen Tagen.
In der Vorbereitung
auf die Festtage
erlebten wir besonders hart
manche Gegensätze:
Hoffnung und Enttäuschung,
Wunsch neben Wirklichkeit,
Romantik gegen Realität.
In uns selbst wurzeln
diese Spannungen.
Wir sind nicht frei
von Mängeln und Fehlern.
Vieles wird uns dazu
noch aufgedrängt oder gar
aufgezwungen
von einer entfremdeten Arbeitswelt,
von Obrigkeiten und Mitmenschen,
von unseren eigenen Sehnsüchten.
Danke, dass du uns damit
nicht allein lässt.
Du stehst auf unsrer Seite.
Heile die Risse
in unseren Seelen,
damit wir dein Lob
verlauten lassen.
Wende uns
den schwierigen Verhältnissen zu
in uns selbst,
in unsrer Umgebung und
in dieser Welt.
Mit deiner Hilfe können wir
etwas verändern.
Erweise dich
der ganzen Menschheit
als Herr ihrer Lage,
der Trost und Hilfe,
Schutz und Befreiung
zu bieten hat.
In dieser Nacht,
liebevoller Vater im Himmel,
weinen Kinder, weil sie hungern.
Mütter haben keine Tränen mehr
vor Schwäche.
Es sterben Menschen einsam
in ihren Wohnungen,
andere auf den Straßen,
im Kugelhagel und
unter den Trümmern von Häusern.
Da fällt es uns schwer,
den Blick zu erheben und
auf dich zu vertrauen.
Aber dein Friede ist stärker
als all der Hass dieser Welt.
Dein Leben hält wirklich Stand
dem vielfältigen Tod.
Mache uns offen, Vater,
für deinen Sohn, den Christus,
der das irdische Leid
nicht nur ertragen hat,
sondern wegträgt.
Öffne uns, Heiliger Geist,
erneuere unsre Sinne und Gedanken und verbinde uns miteinander
wie du uns als Gott
mit Gott verbindest.
Belebe die,
denen das Leben ausgeht.
Erfrische die Erledigten,
schenke den Weinenden
die Freude an der Geburt
des Erlösers.
Ersetze vollständig
und für alle Zeit
die Stille des Todes
durch den Frieden deiner heiligen Nacht.