Weihnachtslicht

Alfred Mignon · Kapitel 3 von 20

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Weihnachtslicht

Frieden der Nacht (Gebet)

In dieser Nacht, Christus unser Herr,

freuen sich weltweit Millionen

von Menschen darüber,

dass du einer von uns geworden bist.

Menschen machen sich gegenseitig

eine Freude, weil du uns zur Freude

in diese Welt gekommen bist.

Kindern wendet man sich

in diesen Tagen besonders zu,

im Andenken an deine Geburt als Kind.

Du bist einzigartig,

Herr der Welt.

Nichts im Universum

reicht an deine Herrlichkeit heran.

Wir danken dir, unserem Bruder,

für deine Nähe.

Du bist uns allen ganz zugewandt.

Stärke in uns die Bereitschaft,

diese Freude weiterzugeben

und damit die Freude zu vervielfältigen.

Richte unseren Blick

auf das Wesentliche

und auf die Kleinen,

die leicht übersehen werden,

auf alle diejenigen,

die unsere Aufmerksamkeit

noch mehr brauchen.

Begegne du spürbar

allen Leidenden und Traurigen

gerade in diesen Tagen.

In der Vorbereitung

auf die Festtage

erlebten wir besonders hart

manche Gegensätze:

Hoffnung und Enttäuschung,

Wunsch neben Wirklichkeit,

Romantik gegen Realität.

In uns selbst wurzeln

diese Spannungen.

Wir sind nicht frei

von Mängeln und Fehlern.

Vieles wird uns dazu

noch aufgedrängt oder gar

aufgezwungen

von einer entfremdeten Arbeitswelt,

von Obrigkeiten und Mitmenschen,

von unseren eigenen Sehnsüchten.

Danke, dass du uns damit

nicht allein lässt.

Du stehst auf unsrer Seite.

Heile die Risse

in unseren Seelen,

damit wir dein Lob

verlauten lassen.

Wende uns

den schwierigen Verhältnissen zu

in uns selbst,

in unsrer Umgebung und

in dieser Welt.

Mit deiner Hilfe können wir

etwas verändern.

Erweise dich

der ganzen Menschheit

als Herr ihrer Lage,

der Trost und Hilfe,

Schutz und Befreiung

zu bieten hat.

In dieser Nacht,

liebevoller Vater im Himmel,

weinen Kinder, weil sie hungern.

Mütter haben keine Tränen mehr

vor Schwäche.

Es sterben Menschen einsam

in ihren Wohnungen,

andere auf den Straßen,

im Kugelhagel und

unter den Trümmern von Häusern.

Da fällt es uns schwer,

den Blick zu erheben und

auf dich zu vertrauen.

Aber dein Friede ist stärker

als all der Hass dieser Welt.

Dein Leben hält wirklich Stand

dem vielfältigen Tod.

Mache uns offen, Vater,

für deinen Sohn, den Christus,

der das irdische Leid

nicht nur ertragen hat,

sondern wegträgt.

Öffne uns, Heiliger Geist,

erneuere unsre Sinne und Gedanken und verbinde uns miteinander

wie du uns als Gott

mit Gott verbindest.

Belebe die,

denen das Leben ausgeht.

Erfrische die Erledigten,

schenke den Weinenden

die Freude an der Geburt

des Erlösers.

Ersetze vollständig

und für alle Zeit

die Stille des Todes

durch den Frieden deiner heiligen Nacht.