Der Klosterjäger
Kapitel 8
Seit zwei Tagen hauste Haymo wieder einsam in der Röt. Spät abends hatte er
am ‚grünen Donnerstag‘ die Jagdhütte erreicht. Walti, den er in der Nähe der
Kreuzhöhe getroffen, hatte den Jäger in der Dämmerung für einen Raubschützen
angesehen und nicht übel Lust gezeigt, die Armbrust auf ihn abzuschießen. Dann
gab es freilich ein lachendes Erkennen. Während des ganzen Heimwegs hatte der
Bub zu erzählen; für ihn war jeder Schritt ein Abenteuer gewesen.
Als sie zur Hütte kamen, fanden sie den Frater Severin schnarchend auf dem
Heubett. Sie weckten ihn, und da meinte der Frater, es ginge zur Mette.
„Ui jei!“ sagte er lachend, als er sich die Augen gerieben hatte. Aber aus dem
Lachen geriet er gleich wieder in flammende Entrüstung. Haymo, so meinte er,
hätte wohl auf den guten Einfall kommen können, einen Krug voll ‚Güte Gottes‘
oder eine Flasche mit ‚des Himmels höchster Gnade‘ aus dem Kloster
heraufzubringen. Haymo sah ein, daß seine Sünde groß war, zwar nicht vor Gott,
aber wohl vor einem seiner ‚Knechte‘. Nun mußte sich der arme Frater Severin
nach dem fetten Sterz, den es zum Nachtmahl gab, mit einem Trunk Wasser
schlafen legen. Brrr! Er liebte das Wasser nicht einmal in den Schuhen, viel
weniger im Magen.
Das ‚himmelschreiende Unglück‘ schien ihm aber den Schlaf nicht zu
verkümmern. Er schnarchte gewaltiger als je.
Haymo und Walti hatten wieder auf dem Herd ihr Nachtquartier
aufgeschlagen, die glimmenden Kohlen zwischen ihnen. Draußen das dumpfe
Rauschen des Föhns.
„Walti?“ fragte Haymo nach langem Schweigen mit leiser Stimme. „Schlafst
du schon?“
Der Bub richtete sich auf.
„Walti, ich möchte dir was schenken, eh du fortgehst. Was willst du haben?“
„Die Feder von deiner Kappe!“ platzte der Bub heraus.
„Sollst sie haben, nimm sie dir nur morgen früh! Mußt mir aber auch einen
Gefallen tun.“
„Was?“
„Weißt du, wo die Gittli haust?“
„Die Müllerdirn?“
„Nein, die Schwester des Sudmanns.“
„Ach die! Ja. Warum?“
„Dann geh zu ihr, morgen, und frag sie, warum sie geweint hat in der
Vogtstub?“
„Was soll ich fragen?“ wiederholte Walti, dem die Sache etwas dunkel
vorkam.
„Du sollst sie fragen, warum sie geweint hat, heut, wie sie bei Herrn
Schluttemann in der Stub war. Sag ihr, daß ich es wissen will. Und wenn ich zum
Ostertanz hinunterkomm, dann sag es mir wieder! Verstehst du?“
„Wohl!“ nickte Walti. „Aber ich kann mir schon denken, warum sie geweint
hat. Der Vogt wird halt giftig gewesen sein und hat sie bei den Ohrwascheln
genommen. Das tut er gern, das weiß ich.“ Gähnend streckte er das kluge Haupt
auf die zum Kissen geballte Lodendecke. Nach kurzer Weile richtete er sich
wieder auf.
„Haymo!“
„Ja?“
„Jetzt weiß ich, was für eine Gittli die richtige ist!“
„So?“ lächelte Haymo.
„Wohl!“ Und kichernd streckte sich der Bub wieder aufs Ohr.
Bald darauf schliefen sie alle beide.
Am andern Morgen, eh’ der Tag noch graute, verließ Haymo die Hütte, um
seinen Hegergang anzutreten. Er hätte seinen Gästen gern ein Wort zum
Abschied gesagt; aber die beiden schnarchten doppelstimmig so rührend
zusammen, daß ihr gesunder Schlaf einen Stein hätte erbarmen mögen. Haymo
nahm die Adlerfeder von seiner Kappe und steckte sie auf Waltis Filzhut. Dann
ging er.
Als er mit dem Abend in die Hütte zurückkehrte, waren die Klostervögel
lange schon ausgeflogen. Haymo schürte nicht einmal Feuer; so müde war er. Er
spürte die beiden auf den Herdsteinen verbrachten Nächte in allen Knochen; und
er hatte sich heute geplagt wie nie. Keinen der Hut bedürftigen Platz in seinem
weiten Revier hatte er unbesucht gelassen, jeden Steig und jeden Schneefleck
hatte er abgespürt. Er wollte nicht ein zweites Mal so dastehen wie gestern in der
Vogtstube. Herr Schluttemann war so liebevoll mit ihm umgesprungen, wie die
Katze mit der Maus; nur das Verschlucken hatte noch gefehlt. Aber auch Herr
Heinrich hatte zu den beiden vermißten Steinböcken eine strenge Miene
gemacht; doch er war nicht ungerecht gewesen und hatte auf Haymos
Rechtfertigung gehört, trotz Herrn Schluttemann, der die Tischplatte gehörig
donnern ließ. Schließlich war Haymo vom Propst sogar mit freundlicher Rede
entlassen worden. „Und wenn es dir Freude macht,“ sagte Herr Heinrich, „so
magst du am Feiertag nach der Frühpirsche herunterkommen zum Ostertanz!“
Diese Güte wollte Haymo mit doppeltem Fleiß vergelten. Wenn es das Glück
nur wollte, daß ihm einer der Raubschützen bald in den Weg geriete. Er ballte
die Fäuste bei diesem Gedanken. Aber mitten in seinen flammenden Zorn hinein
hörte er die Geigen und Pfeifen klingen.
Ob Gittli wohl zum Tanz käme? Nun, eine Dirn, die nicht kommt, die kann
man holen. An diesen Gedanken spann Haymo hundert andere, bis sein Denken
und Sinnen unmerklich hinüberfloß in Schlaf und Traum.
Nach dieser Nacht kam ein mühsamer Tag. Der Föhn tobte, als möchte er das
ganze Haus der Berge in Trümmer werfen. Er wehte schwül, wie der Sturm vor
einem Gewitter. Der Schnee auf den steilen Halden schwand vor seinem Hauch,
daß man es mit den Augen sehen konnte, wie er weniger und weniger wurde.
Über allen Felswänden wurde die weiße, starre Decke des Winters lebendig, und
während die Lawinen rollten, führte der Föhn den fallenden Schnee in lichten
Wolken durch die Lüfte.
Haymo mußte sich vorwärts kämpfen Schritt um Schritt. Gegen Abend, auf
dem Heimweg, kam er am Kreuz vorüber. Leer starrten die Fußnägel aus dem
Holz. Wo waren Gittlis Schneerosen hingekommen? Der Föhn hatte sie wohl
entführt? Haymo spähte auf der Erde umher; in einer Steinschrunde sah er eine
der Blüten liegen, zerzaust und welk. Er hob sie auf und wollte sie auf seine
Kappe stecken. Nein. Die Blume gehörte einem andern. Lächelnd schob er sie
am Kreuzbalken zwischen die beiden Nägel; kaum ließ er die Hand davon, da
trug sie der Föhn schon hinweg.
Vor Einbruch der Nacht erreichte Haymo die Hütte. Heute blieb ihm keine
Zeit zum Sinnen und Träumen. Die Augen drohten ihm schon zuzufallen,
während er am flackernden Feuer seinen Imbiß bereitete.
Kaum lag er auf dem Heubett, da schlief er schon. Rings um die Hütte tobte
der Frühlingssturm und sang dem müden Jäger ein brausendes Schlummerlied.
Als Haymo erwachte, war noch finstere Nacht. Er lauschte verwundert. Tiefe
Stille um die Hütte. Kopfschüttelnd trat er ins Freie; der Föhnwind hatte sich
völlig gelegt, und nur noch leise rauschte der Bergwald. Blasse, dünne
Nebelschleier flogen über den Himmel, an dem in zahlloser Schar die Sterne
funkelten. Der frische, klare Morgen versprach einen schönen Tag.
„Es wird Osterwetter!“ sagte Haymo. Dann blickte er nach dem Stand der
Sterne und meinte, daß die dritte Morgenstunde wohl schon vorüber wäre. Da
war er just zur richtigen Zeit erwacht, um den Auerhahn zu verlusen, den Herr
Heinrich nach den Ostertagen erlegen wollte.
Haymo sperrte die Hütte und wanderte in die Nacht hinaus. Nun plötzlich
blieb er lauschend stehen. Töne waren an sein Ohr gedrungen, wie
Hammerschläge auf klingendes Eisen. Nun wieder die gleichen Töne. Und noch ein drittes Mal. Kopfschüttelnd lauschte er; er wußte sich diese Töne nicht zu
deuten, aber sie machten ihm keine Sorge; denn wer im Bergwald auf bösen
Wegen schleicht, der tut es in aller Stille. Da war wohl einer der Almbauern, den
die Arbeit am Tage festhielt, während der Nacht zu Berge gestiegen, um mit dem
frühen Morgen nachzuschauen, wie seine Sennhütte überwintert hätte? Und an
der Hüttentür hatte er wohl mit seinem Hammer die eisernen Klammern
losgeschlagen. Es war dem Lauschenden freilich gewesen, als klängen diese
Töne nicht von den Almen her, sondern von einer höher gelegenen Stelle. Aber
Haymo wußte aus Erfahrung, wie sehr ein Hall in der Nacht zu täuschen vermag.
Eine Weile noch lauschte er; alles blieb still. Nun schritt er weiter, quer durch
das Felstal; auf dem kürzesten Wege stieg er zum Kreuzwald empor. Es
dämmerte, als er sein Ziel erreichte. Lautlos nach allen Seiten horchend, schlich
er von Baum zu Baum. Über den östlichen Bergen, jenseits der Schneefelder des
Steinernen Meeres, zeigte sich noch kaum ein fahler Schimmer des nahenden
Tages, da hörte Haymo schon das leise Klippen des falzenden Hahnes. Achtsam
sprang er ihn an, und endlich sah er auf einem dürren Aste den stolzen Vogel
sitzen, der sich in tiefer Schwärze scharf abhob vom erblassenden Himmel. Eine
Weile schaute Haymo dem verliebten Sänger zu, der auf seinem Ast sich blähte
und drehte, mit gefächertem ‚Stoß‘ und zitternden Schwingen gaukelte; dann, als
es so licht wurde, daß Haymo über den Augen des Vogels schon die glühende
‚Rose‘ zu erkennen vermochte, schlich er leise zurück, um den Hahn nicht zu
vergrämen. Und je weiter es bergabwärts ging durch den schütteren Wald, desto
rascher wurde sein Schritt, desto fröhlicher sein Blick. Nun ging es hinunter ins
Tal zum fröhlichen Fest, zum Ostertanz: Arm in Arm und Wange an Wange mit
Gittli!
Ob er wohl mit jener andern auch einen Reigen tanzen würde? Wie hieß sie
nur? Richtig: Zenza! Nun, vielleicht — wenn Gittli müde war und nichts
dawider hatte. Müde? Die Gittli?
Er mußte lachen. Aber plötzlich lauschte er. Aus dem Felstal hatte er einen
Laut gehört, wie das Kollern eines gelösten Steines. Ging jemand dort unten?
Aber nein. Äsendes Fahlwild oder eine ziehende Gemse hatte wohl den Stein
gelöst. Fort mit der Sorge! Heute durfte er Wild und Bergwald beruhigt
verlassen, denn so gottverloren war kein Mensch in allen Tälern rings umher, um
Raub zu treiben am heiligsten Tage des Jahres.
Der Morgen erwachte; ein roter Schimmer fiel über den Wald, und die
Kuppen der Berge leuchteten in der steigenden Sonne wie glühendes Erz. Als
Haymo den Saum des Kreuzwaldes erreichte, ließ er sich zu kurzer Rast auf
einen Felsblock nieder und staunte mit seinen lachenden Augen in den
schimmernden Glanz der schönen Frühe.
Von seinen Lippen wollte sich ein Jauchzer lösen, aber gewaltsam hielt er den
jubelnden Aufschrei zurück; denn im Steintal zu seinen Füßen, auf etwa
dreihundert Gänge, sah er auf schneefreiem Hang einen Steinbock weiden. Er
wollte das Tier, dem die Äsung not tat, nicht verscheuchen. Ohne Bewegung saß
er und sah dem Wilde zu, wie es langsam über die Halde hinwegzog und seine
kärgliche Nahrung suchte. Nun plötzlich hob der Steinbock das Haupt mit dem
mächtigen Gehörn — er schien Gefahr zu wittern — in scheuer Eile suchte er
den Schutz der nahen Felswand, doch ehe die Wand noch erreicht war, tat er mit
schlagenden Läufen einen Satz in die Luft, stürzte nieder, raffte sich wieder auf
und verschwand in einer Mulde.
Haymo fuhr erblassend auf. Das ging nicht zu mit rechten Dingen! Ein Ruck,
und er hielt die Armbrust in Händen — ein lautloser Sprung, und er stand
geborgen in dem dichten Gestrüpp der Zwergföhren, die den Grat der Kreuzhöhe
bedeckten. Geschmeidig wie eine Schlange glitt er durch das wirre Gezweig,
und als er den Ausblick in die Mulde gewann, schlug ihm das Herz und zitterten
ihm die Hände in Zorn und brennender Erregung.
Er sah, wie ein Mensch in Bauerntracht, mit schwarz berußtem Gesichte, den
verendeten Steinbock nach einem nahen Dickicht schleifte.
„Hab ich dich endlich, du Dieb!“ zischte es durch die Zähne des Jägers. Alles
Zittern wich von ihm, und als er die Sehne der Armbrust spannte und den Bolzen
in die Schiene legte, waren seine Hände wie Stahl und Eisen. Er hob die Wehr an
seine Wange, aber durch die dichten Zweige hatte er keinen sicheren Schuß.
Lautlos erhob er sich, um hinauszuschleichen an den Rand der Büsche; dort
draußen stand das Kreuz; hinter dem breiten Holze konnte er sich decken und
hatte freien Schuß.
Jetzt wand er sich hervor aus den letzten Zweigen, jetzt hob er die Waffe —
und da rann es ihm durchs Herz wie kalter Schauer. Am Kreuzbalken hing das
lebensgroße Bild des Erlösers.
Gewaltsam wollte Haymo den Blick wenden, aber er brachte ihn nicht los von
dem heiligen Bilde. Mit ernsten, kummervollen Augen sah es auf ihn nieder, es
schien zu leben in seinen frischen Farben, das rote Blut schien eben jetzt
geflossen. Dem Jäger war es, als begännen die großen, blauen Augen
sonnengleich zu leuchten, als öffne sich der schmerzenbittere Mund und spräche
mit sanften Worten: „Haymo! Willst du morden an meinem Ostertag, der allen
Menschen sein soll wie ein Tag des Glücks und der Versöhnung? Tu’s nicht,
Haymo, tu’s nicht!“
In Haymos Händen neigte sich die Armbrust, und der Bolzen fiel aus der
Schiene. Der Jäger hob ihn auf mit bebender Hand und küßte die Füße des
Gekreuzigten.
Dann stieg er lautlos den Hang hinunter. Der Raubschütz, der im dichten
Gebüsch an dem erlegten Wild hantierte, hörte ihn nicht kommen; auf der Erde
sah Haymo die Armbrust des Räubers liegen; er faßte sie und schleuderte die
Waffe mit mächtigem Schwung hinaus in das Steingeröll; da fuhr der
Raubschütz in die Höhe, und als er den Jäger sah, befiel ihn ein Wanken, und er
griff mit beiden Händen in die Luft.
„Wer bist du?“ fragte Haymo mit harter Stimme.
Der andere stand wortlos und starrte vor sich nieder.
Haymo versuchte ihn zu erkennen, aber vergebens. Der Jäger war fremd im
Tal und hatte hier nur wenige Menschen erst gesehen; auch trug der Räuber den
Bart und die Haare mit Asche bestäubt, und das Gesicht war mit Ruß so dick
bestrichen, daß Haymos forschender Blick kaum einen Zug erfassen konnte.
„Komm!“ sagte er und deutete mit dem Arm die Richtung an.
Der Gefangene voran, und Haymo mit gespannter Armbrust hinter ihm, so
schritten sie über den Hang empor; mit blitzenden Augen folgte Haymo jeder
Bewegung des Raubschützen. Auf halber Höhe verhielt der Gefangene den
Schritt; in seinem finsteren Auge glühte die Verzweiflung.
„Jäger! Es war das erstemal. Und ich tat es aus Not.“
„Geh!“
„Jäger! Ich hab Weib und Kind. Sie gehen zugrund.“
„Durch deine Schuld.“
Ein dumpfer Seufzer erschütterte die Brust des Mannes; der Kopf sank ihm,
und mit schweren Schritten stieg er weiter. Nun erreichten sie die Kreuzhöhe.
Wieder wandte sich der Gefangene, unheimliche Glut in den Augen. „Was
geschieht mit mir?“
„Was jedem andern geschieht, wenn er tut, was du getan.“
„Jäger! Erbarm dich meines Weibes und meiner Kinder! Laß mich laufen!“
„Und wenn ich auch wollt — ich darf nit!“ sagte Haymo mit schwankender
Stimme. „Ich steh in Pflicht und Eid. Ich hab geschworen.“
„So laß mich ein Vaterunser beten! Für Weib und Kind.“
„Bete!“ sagte Haymo.
Der Raubschütz kniete vor dem Kreuz auf die Erde nieder, faltete die Hände
und begann zu murmeln. Haymo wollte den Kopf entblößen, um dem heiligen
Bild zu danken, das ihn vor Blut bewahrt und alles nach Recht gewendet hatte.
Doch als er den Arm erhob, fuhr der andere blitzschnell in die Höhe, riß das
Weidmesser von Haymos Gürtel, und ehe der Jäger sich zu decken vermochte,
stieß ihm der Wildschütz die blitzende Klinge in die Schulter.
Aus Haymos Händen fiel die Armbrust, seine Knie brachen, stöhnend sank er
auf das moosige Gestein, das sich färbte von seinem Blut — mit letzter Kraft noch richtete er sich halb wieder auf, mit brennendem Blick suchten seine
Augen das starre Bild am Kreuze, dann fiel er zurück, und seine Sinne erloschen.
Über allen Höhen leuchtete die Sonne, mit lindem Hauche strich, nach allem
Streit und Kampfe des wilden Föhns, der laue Frühlingswind befruchtend um die
Halden, und während auf dem steinernen Hang die überstürzten Tritte des
fliehenden Mörders verhallten, schwoll es sanft und leise durch die Luft einher,
weit her aus dem fernen, tiefen Tal — der Klang der Osterglocken. Ihre Seelen
waren heimgekehrt von Rom, und durch das weite Land, von Turm zu Turm,
erhoben sie ihre hallenden Stimmen, die Macht und Glorie des Gottes preisend,
der vom Grab erstanden.