Die Echsenwelt
Eine Anmerkung zur Geschichte der interstellaren Raumfahrt
Eine Anmerkung zur Geschichte
der interstellaren Raumfahrt
Wer sich gern mit Geschichte befasst, wird wissen, dass der moderne KK-Antrieb, der die Schiffe des Commonwealth in kürzester Zeit unvorstellbare in-terstellare Entfernungen zurücklegen lässt, im Jahre A.D. 2280 erfunden wurde, namentlich von dem Dok-toranden-Ehepaar Alex Kurita und Sumako Kinoshi-ta, beide Angehörige des technologisch fortgeschrit-tenen amerikanischen Volkes.
Auf dem Gebiet angewandter Hochenergiephysik tätig, wurde das Paar auf die Pionierarbeit der deut-schen Mathematiker Theodor Kaluza und Oskar Klein aufmerksam, ursprünglich weniger wegen deren Theorien, sondern weil, aufgrund eines dieser kleinen wunderbaren glücklichen Zufälle, von denen die ge-samte Wissenschaftsgeschichte voll ist, die Nachna-men der beiden Männer die gleichen Initialen besa-ßen wie die der beiden verheirateten Hochschulab-solventen.
Nachdem Einstein zuvor aufgezeigt hatte, dass Schwerkraft aus der vierdimensionalen Raum-Zeit-Krümmung erwächst, arbeiteten die beiden Deutschen an einem Nachweis dafür, inwiefern die elektroma-gnetische Kraft aus einer fünften Dimension resultiert – ein für das Jahr A.D. 1919 unerhörter Gedanke. Der Kaluza-Klein Theorie zufolge ist jeder Punkt im Nor-malraum im Grunde nichts anderes als eine Schleife in der fünften Dimension. Aufgrund von Beobachtungen energiereicher KK-Echos von Z-und Y-Bosonen in dem großen Partikelbeschleuniger von Winnipeg wa-ren Kurita und Kinoshita in der Lage, praktikable Mög-lichkeiten zur Erzeugung von Quantengravitation zu entwickeln. Auf ihren mathematischen Gleichungen beruhende Pläne und Entwürfe mündeten schließlich in der Konstruktion des ersten Caplis-Generators, des-sen Abwandlungen sämtliche interstellaren Raum-schiffe antreiben, indem sie diese auf Geschwindigkei-ten beschleunigen, die ihnen ein Übergleiten in die fünfte Dimension möglich macht, in heutigen Tagen gemeinhin als Plusraum bekannt. Spätere Leistungen anderer, die auf die Arbeiten von Kaluza-Klein und Kurita-Kinoshita aufbauen, führten zu der Entdek-kung geeigneter Techniken, um Nachrichten und In-formationen als mitschwingende Schleifen durch die sechste Dimension, den Minusraum, zu schicken.
– Auszug aus Eine Geschichte der Technologie des Commonwealth, Hrsg. Repinsky & Mutombu; Universi-tätsverlag Heidelberg, Europa, Terra; Band 446. Alle Rech-te vorbehalten, im bekannten Raum einschließlich multi-plen Dimensionen.
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Alan Dean Foster