NS-Verfolgte nach der Befreiung, Ausgrenzungserfahrungen und Neubeginn

Inhalt

 

 

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

 

Ge ro Fe d t k e

»Der lange Weg nach Hause«.

Ein Bericht über die Repatriierung von Ilmenau, Thüringen,

nach Presnogor’kovka, Kasachstan, 1945/46 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

 

Joh a n na Koo t z

Die Rückkehr italienischer Frauen

aus dem Konzentrationslager Ravensbrück . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

 

Sa r a h Gr a n dk e

Moving memories – memories on the move?

Erinnerungsinitiativen von Displaced Persons

in Flossenbürg 1946/47 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

 

Le n na rt O n k e n

»Die Spuren der Sklavenherrschaft abgeworfen«.

Jüdische Selbstorganisation in der britischen Besatzungszone Deutschlands 65

 

Na di n e Je n k e

Eine Episode zwischen DP-Camp und Emigration? Zur Rolle der Zentralkomitees der befreiten Juden in der britischen

und in der US-amerikanischen Besatzungszone Deutschlands

bei der frühen Strafverfolgung von NS-Verbrechen . . . . . . . . . . . . . . . 79

 

Pav l a P l ac h á

Tschechische ehemalige Häftlinge des Frauen-Konzentrationslagers

Ravensbrück in der Nachkriegszeit.

Möglichkeiten und Grenzen ihres politischen Engagements . . . . . . . . . . 94

 

Sh a ron Ge va

Ghetto Fighters, Mothers, Documenters.

Female Holocaust Survivors in Israel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116

 

Je n s Bi n n e r

Stigmatisierung als biografische Konstante.

Repatriantinnen und Repatrianten in der Sowjetunion nach 1945 . . . . . . . 130

Ch r i s t i n e Ec k e l

 

Die Anerkennung ehemaliger KZ-Häftlinge im Kontext staatlicher Erinnerungspolitik in Frankreich . . . . . . . . . . . . 143

 

Cl au di a Ba de

»Man war auch nach 1945 noch eine Ausnahme.«

Akteure und Akteurinnen des Internationalen

Sozialistischen Kampfbundes (ISK) nach der Befreiung . . . . . . . . . . . . . 157

 

Yvon n e Robe l

Erfahrung(en) eines Neubeginns?

Sintize und Sinti, Romnja und Roma

in der frühen Nachkriegszeit in Hamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173

 

L au r a H a n k e l n

Antiziganistische Kontinuitäten in Baden-Württemberg.

Die Rolle der Kriminalpolizei in der Entschädigungspraxis

von Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma . . . . . . . . . . . . . . . . . 187

 

A n dr e a s K r a n e bi t t e r u n d Dagm a r Li e sk e

Die zweite Stigmatisierung.

»Asoziale« und »Berufsverbrecher« als NS-Opfer in Westdeutschland und in Österreich nach 1945 . . . . . . . . . . . . . . . . 203

 

Dok u m e n tat ion

 

Bi l l Ni v e n

Die »›Cap Arcona‹-Katastrophe«

in der deutschen und britischen Erinnerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217

 

Be spr ec h u nge n u n d A n no tat ion e n

 

Rezensionen

Maximilian Strnad: Privileg Mischehe? Handlungsräume »jüdisch versippter« Familien 1933-1949, Göttingen 2021

(Sybille Steinbacher) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225

Suzanne Maudet: Dem Tod davongelaufen. Wie neun junge Frauen dem

Konzentrationslager entkamen, Berlin/Hamburg 2021 (Alyn Beßmann) . . . 229 David Nasaw: The Last Million. Europe’s Displaced Persons

from World War to Cold War, New York 2020 (Reimer Möller) . . . . . . . 232

Barbara Stambolis / Ulrich Lamparter (Hg.): Folgen sequenzieller

Traumatisier+ung. Zeitgeschichtliche und psychotherapeutische Reflexionen zum Werk von Hans Keilson, Gießen 2021 (Matthias Heyl) . . . 236

 

Neuerscheinungen aus den Gedenkstätten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 240

Summarys . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243

 

 

Autorinnen und Autoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 257

 

BILDNACHWEIS UMSCHLAGABBILDUNGEN

Oben: Simone Degueldre (2. von rechts) und weitere belgische Überlebende auf

dem Weg in ihre Heimat, 6. Mai 1945. Simone Degueldre und ihre Mutter Laura

(4. von rechts) wurden im September 1944 in das KZ Ravensbrück deportiert.

Kurz vor Kriegsende schickte die SS sie aus dem Außenlager Berlin-Schöneweide auf den »Todesmarsch«. Nach ihrer Befreiung fanden die Frauen in Blievenstorf

bei Parchim auf einem verlassenen Bauernhof einen Fotoapparat, Kleidung und

einen Kinderwagen, in dem sie ihre Habseligkeiten transportierten. Foto: unbe-kannt, Quelle: Simone Degueldre-Hendrix

Unten: Aufbruch aus dem DP-Camp Bergen-Belsen zur Auswanderung nach

Israel, 22. März 1949. Die Fahrt nahm ihren Anfang an derselben Bahnrampe, an

der die Häftlingstransporte im KZ Bergen-Belsen angekommen waren. Der junge Mann, der die israelische Fahne hält, ist Joseph Podemski, geboren 1922 in Lodz.

Er war jüdischer Häftling im KZ Bergen-Belsen, wo er am 15. April 1945 befreit

wurde. Danach lebte er im DP-Camp Bergen-Belsen. Foto: unbekannt, Quelle:

Yad Vashem Photo Archive, Jerusalem, 1495/9