Venetianische Epigramme

Johann Wolfgang von Goethe · Kapitel 17 von 44

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Venetianische Epigramme

Kapitel LXI

Ein Epigramm, ob wohl es gut sey? Kannst du's entscheiden? Weiß man doch eben nicht stets, was er sich dachte, der Schalk.

 

LXII.

Um so gemeiner es ist, und näher dem Neide, der Mißgunst; Um so mehr begreifst du das Gedichtchen gewiß.

 

LXIII.

Chloe schwöret, sie liebt mich; ich glaub's nicht. Aber sie liebt dich! Sagt mir ein Kenner. Schon gut; glaubt' ich's, da wär es vorbey.

 

LXIV.

Niemand liebst du, und mich, Philarchos liebst du so heftig. Ist denn kein anderer Weg, mich zu bezwingen, als der?

 

LXV.

Ist denn so groß das Geheimniß,was Gott und der Mensch und die Welt sey? Nein! Doch Niemand hört's gerne; da bleibt es geheim.

 

LXVI.

Vieles kann ich ertragen. Die meisten beschwerlichen Dinge Duld' ich mit ruhigem Muth, wie es ein Gott mir gebeut. Wenige sind mir jedoch wie Gift und Schlange zuwider; Viere: Rauch des Tabacks, Wanzen und Knoblauch und †