Venetianische Epigramme

Johann Wolfgang von Goethe · Kapitel 38 von 44

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Venetianische Epigramme

Kapitel CLIII

Weit und schön ist die Welt, doch o wie dank ich dem Himmel Daß ein Gärtchen beschränkt, zierlich mein eigen gehört. Bringet mich wieder nach Hause! was hat ein Gärtner zu reisen? Ehre bringt's ihm und Glück, wenn er sein Gärtchen versorgt.

 

CLIV.

Ach! sie neiget das Haupt die holde Knospe, wer gießet Eilig erquickendes Naß neben die Wurzel ihr hin? Daß sie froh sich entfalte, die schönen Stunden der Blüthe Nicht zu frühe vergehn, endlich auch reife die Frucht. Aber auch mir - mir sinket das Haupt von Sorgen und Mühe. Liebes Mädchen! Ein Glas schäumenden Weines herbei.

 

CLV.

In dem engsten der Gäßchen es drängte sich kaum durch die Mauern Saß mir ein Mädchen im Weg als ich Venedig durchlief. Sie war reizend, der Ort, ich ließ mich Fremder verführen Ach ein weiter Canal that sich dem Forschenden auf. Hättest du Mädchen wie deine Canäle Venedig und <Fötzchen> Wie die Gäßchen in dir, wärst du die herrlichste Stadt.

 

CLVI.

Ein ander Handwerck und doch wer möchte dich nicht hier am Strande sehen

 

CLVII.