Venetianische Epigramme
Kapitel CLXIII
Ach wie herzt' ich den Knaben den lieben sittlichen Eros Heute war er der Sohn der himmelgebohrenen Göttin Drückt ihn sanft an mein Herz und wir vermischten die Thränen
CLXIII.
Aus zu gutem Geschmack verbrennst du, Nauger, Martialen, Lieber Nauger dein Gedicht leider verbrännte Catull.
CLXIV.
Einst wendeten <im verdrus> die Grazien sich nach Norden Schaudernd kamen durch schnee die zierlichen <Dirnen> Eine Thüre fanden sie offen, sie eilten und wollten Sich der Gastfreundschaft erfreuen
<Truncken> tritt ein Mann in die Thüre: wer seyd ihr Fort riss er <…> <Schleyer> mit h<…> nicht auf Bitter ist Schnee uns, doch bittrer der Anblick des Mannes
CLXV.
Meister der Schalckheit ihr alte verruchte verwegene Heiden Schildert die Buben
CLXVI.
Ungern brauch ich meinen Gedichten die anderen Sprachen. Wäre es sicher! so arm sieht sie <anmaßlich>
Aber bald wird mirs unmöglich, ich habe der Distichen viele, Manches sagt ich noch nicht weil es die Sylbe verbot.