Venetianische Epigramme
Kapitel CLXVII
Wenn du es Leser erlaubst, so brauch ich manchmal ein Wörtchen Deutscher Leser erlaube mir nun bey fremden zu Du verstehst <ja> doch alle Sprachen geschickt
Fremde Sprachen verstehst du, o deutscher Leser, in einem Kleinen Gedichte verstehst du wohl auch ein fremdes Wort.
CLXVII.
So führt der Tonkünstler uns durch viele Töne biß er uns wieder zurück mit dem Grundton befriedigt
CLXVIII.
Was ich geschrieben habe das hab ich vertraulich den <Deutschen> Hingelegt und nun steht es die ewige Zeit.
Manches hab ich gefehlt in meinem Leben, doch keinen Hab ich belistet.
CLXIX.
So seht nur wie gefährlich es ist <unser> Büchlein zu lesen
CLXX.
Immer glaubt ich gut<müthig> von anderen etwas zu lernen, Vierzig Jahr war ich alt, da mich der Irrthum verließ. Thöricht war ich immer daß andre zu lehren ich glaubte Lehre jeden du selbst, Schicksal, wie er es bedarf.