Hermann Lauscher
Das ist mein Leid.
Lüste bunt und freudefarb
Senken müdgewordene Hände,
Ihr Gelächter ist zu Ende,
Ihre rote Flamme starb.
Sterbend, blaß und fieberwund
Wollen sie, der Welt vergessen,
Müd auf harte Stufen pressen
Den verblühten Liebesmund.
Das ist mein Leid.
Das ist mein Leid, daß ich in allzuvielen
Bemalten Masken allzu gut zu spielen
Und mich und andre allzu gut
Zu täuschen lernte. Keine leise Regung
Zuckt in mir auf und keines Lieds Bewegung,
In der nicht Spiel und Absicht ruht.
Das muß ich meinen Jammer nennen:
Mich selber so ins Innerste zu kennen,
Vorwissend jedes Pulses Schlag,
Daß keines Traumes unbewußte Mahnung
Und keiner Lust und keines Leides Ahnung
Mir mehr die Seele rühren mag.
Spielmann.
Frühlinge und Sommer steigen
Grün herauf und singen Lieder,
Schmücken bunt die Welt, und neigen
Müde sich zur Erde wieder.
Träumend aus dem Kranz der Tage
Grüßen flüchtig helle Stunden
Mir herauf wie schöne Sage,
Lächeln, leuchten, sind verschwunden.
Schauernd in der Tage Wende, Mag auch Gold und Liebe winken,