Ein ganz normaler Tag(?), Die verrückteste WG der Welt
Die Super-Talina-Story
Es klopft an der Tür, welche zwei Sekunden später aufgestoßen wird. Herein stolziert Subba-Talina. Etwas irritiert bleibt sie in dem großen weißen Raum stehen.
„Hä? Was soll das jetzt?“
Gleich darauf sieht sie sich in der riesigen und ziemlich altmodischen Bibliothek um.
Zufrieden nickend lässt sie sich auf ein rotes Samtsofa fallen und sieht den Autor ernst an. Dieser fühlt sich ein klein wenig vor den Kopf gestoßen, lächelt aber ihre Protagonisten fragend an und schiebt ihr eine Tasse Kakao zu.
„Alsoooo, der Grund warum ich hier bin...“,setzt Talina endlich an, macht dann aber eine dramatische Pause und beobachtet die Autorin aus der Geschichte heraus.
„Der Grund ist, dass ich eine eigene Story will.“ „Ahaaa..? Und wie stellst du dir das bitte vor?“ Seufzend blickt die Autorin auf Talina herunter. „Ganz einfach, ich will eine Story in der ich einmal die Hauptperson bin.Nicht Alex, nicht Betty, nicht Luci oder sonst wer! Ich!“ Die Autorin stützt ihren Kopf auf ihre linke Handfläche und schaut gedankenverloren auf den Bildschirm durch Talina hindurch. Eine Talina-Story war ja eigentlich nicht geplant, aber bevor sie ihr jetzt unnötig Ärger macht...
„Gut, aber nur eine ganz kurze, dann will ich noch eine über Tods Familienfeier und eine über meine Gedanken schreiben. Wie soll sie denn aussehen, deine Story?“
Talina legt nachdenklich den Kopf schief, was die Autorin etwas an einen Wellensittich erinnert.
„Hmm...sie soll... ich muss der Held sein, es soll Kuchen vorkommen, Einhörner und Elfen und Mittelerde...ach ja und lass mich etwas cooles machen.“
Aha...das ist mal eine...Herausforderung.
„Dürfen auch andere Leute vorkommen?“ „Hmm...ja meinetwegen, so Betty und Alisa...vielleicht noch Lisa und auf jeden Fall Luci...ach ja.. Alex darf vielleicht auch noch...“
Drei mal tippt sich die Autorin mit ihrem Bleistift gegen die Unterlippe, dann hellt sich plötzlich ihre Miene auf.“
„Darf ein Nokia-Handy vorkommen?“
„Ähem..sicher doch...??“
„Ok müsste machbar sein.“
Also gut, es war einmal vor sehr langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie...äh einem weit entfernten Land namens Mittelerde, dort lebte ein kleiner Hobbit namens Metallica (ja, Talina das bist du). Sie lebte in einem putzigen Dorf namens Aualand mit all den anderen Hobbits.
Eines Tages kam ein Freund der Hobbits ein Weiser namens Alex der Graue auf einem weißen Einhorn das Dorf besuchen. In seinen Satteltaschen (die verzaubert waren) hatte er sehr, sehr viel Kuchen dabei. Die Hobbits freuten sich so dermaßen darüber, dass sie ein Fest veranstalteten und an diesem Abend den ganzen Kuchen verspeisten. Nur Metallica stand etwas einsam am Rande und beobachtete die anderen. Nicht bald darauf bemerkte Alex den Trauerkloß und stellte sich neben ihn.
„Sag, kleiner Hobbit, was bedrückt dich?“
„Ich will mich nun wirklich nicht beklagen, wir haben hier wirklich alles was wir uns wünschen, aber ich würde so gerne weg von hier, und etwas erleben. Krokodile kitzeln, Elfen knutschen oder meinetwegen Orks die Zähne putzen, irgendwas halt.“ Alex legte dem Mädchen die Hand auf die Schulter.
„Keine Sorge meine Kleine, auf dich wartet großes.“ Hoffnungsvoll sah sie den Wesen an.
„Wirklich?“
„Wirklich.“
„Wirklich?“
„Wirklich.“
„Wir-“
„JA! Glaub mir ruhig mal was... ich gehe jetzt deinen Onkel besuchen, bis gleich.“
Damit machte sich Alex auf den Weg. So, damit ich jetzt nicht zu lange nicht über Talina schreibe, weil ich mir fest vorgenommen habe dieses mal bei Thema zu bleiben, werde ich es kurz machen: Alex kommt bei Haus des alten Herren an → alter Herr benimmt sich komisch → der Weise findet heraus, das ein uraltes und unzerstörbares Artefakt seinen Geist vernebelt haben muss → Alex klaut das Artefakt und rennt laut schreiend weg.
Metallica stand seufzend am Rande des Platzes und beobachtete die glücklichen Gesichter. Wieso fiel es ihr nicht so leicht wie ihnen Spaß zu haben. Sie wollte nicht, dass ihr mal Großes bevor stand, sie wollte dass es ihr JETZT bevor steht!
Ein lautes Schreien riss sie aus ihren melancholischen Gedankengängen. Gand- äh Alex kam laut schreiende und irgendetwas in der Hand haltend auf sie zu. Ohne anzuhalten rannte er weiter, schnappte sich den überforderten Hobbit und klemmte sich diesen unter den Arm. Blitzschnell schwang er sich auf sein Einhorn und galoppierte in die Nacht hinein.
„Ok, ok. Also mal abgesehen, dass ich es äußerst verstörend finde, dass mich ein alter Sack auf sein Einhorn zerrt und mich mitnimmt in einem dunklen Wald...meine Fresse, das klingt schon so... WAS zur Hölle ist hier los?!
Alex zuckte mit den Schultern.
„Wir müssen los, ein unzerstörbares Artefakt zerstören um den Krieg zu beenden.“
„Welchen Krieg?“
Der Autor schlug sich gegen die Stirn...das war echt nicht ihr Tag.
Zu der Zeit herrschte ein grausamer und sich immer mehr ausbreitender Krieg im Land.
„Also, wir müssen den Krieg beenden!“, setzte Alex wieder an, doch der Hobbit sah nach wie vor irritiert aus.
Guuut, jeder hatte von dem Krieg gehört und die guten, ALLE guten wollten, dass er ein Ende fand.
Metallica riss ihren Arm in die Höhe, stellte sich in Superman-Pose und brüllte.
„Yeah, gehen wir die Welt retten und den Krieg beenden... Ich muss doch nicht mit oder?“
„Doch, ich srerbe in der Mitte und tauche am Schluss wieder auf, also musst du halt einspringen.“
„Aber morgen habe ich ein Date mit Jacob Krummzehe!“ „Gut, dann gehe ich halt alleine ins Elbenreich.“ „Warte, warte warte...wir gehen zu den Elben?“ „Äh...ja?“
„Die geilen, richtig heißen und vor allem nicht vergebenen Elben?!“ „Ja?“
„Worauf warten wir noch?“
„Warte...wie bist du so schnell auf mein Einhorn gekommen?!“
Ungefähr einen Tag später kamen die beiden im Elfenreich an, wo auf mysteriöse Weise, und natürlich ganz zufällig der Zwergenkönig und der Menschenkönig anwesend waren und von dem Artefakt wussten.
Der Elbenkönig begrüßte Alex und seinen Schützling höflich und führte sie in den Kongresssaal.
„Ok, möge die Sitzung beginnen.“, bestimmte der Elebenkönig Dominiskus.
„Bevor das geschieht, wollen wir das...Ding sehen.“, schimpfte der Menschenkönig (der eigentlich eine Königin war) namens Jannä los. Auch Lizza die Frau des Zwergenkönigs nickte zustimmend.
Alex holte tief Luft und begab sich dann in die Mitte des Saales, griff in seine Tasche und holte...ein Nokia-Handy heraus. Alle Anwesenden hielten die Luft an.
„Oh mein Gott! Ist das etwas etwa ein Nokia 6310 ?“, keuchte Lizza.
„Ja, sie ist nicht nur schwarz-braun, sondern man kann da noch Snake drauf spielen.“ Alle schüttelten den Kopf.
„Und was jetzt? One does not simply: walk into Modor! Wir können doch nicht einfach das Handy in den Vulkan schmeißen!“
„So weit waren wir doch noch gar nicht.“, unterbrach der Elbenkönig Jannä.
Metallica hob unsicher ihre Hand.
„Sorry, aber warum müssen wir das Teil zerstören?“
„Damit Lucifer nicht mehr an die Macht kommen kann!“, erklärte Alex gütig.
„Aha..und warum braucht er ein Handy dafür?“
Alle starrten sie entsetzt an.
„Das ist nicht nur irgendein Handy, es ist unzerstörbar und es kann unsichtbar machen!“
„Ja und, was soll ein riesiger Turm, mit einem Auge oben drauf damit anfangen können.“
Kurz herrschte betretenes Schweigen.
Dann meldete sich Lizza.
„Ich bin dafür, dass wir es nach Modor bringen und in einen Vulkan werfen, das sollte reichen.“
Jannä brachte auch gleich ihren Spruch:“One does not simply: walk into Modor!“
Alle nickten verstehend.
„Metallica soll gehen.“
Wieder nickten alle.
„Und warum ausgerechnet ich?“
„Joa... also Alex, Jannä, Lizza und Dominiskus sind viel zu wichtig.“
„Aha... also soll ich alleine gehen?“
Der Elbenkönig dachte kurz nach.
„Nö, so wichtig ist Alex auch nicht und Bätina könnte noch mitgehen.“
Warte, warte, arte... Talina, funkelte den Autoren böse an. Ich will dass der Elb der mich begleitet ein Kerl ist!
Äh, ok...Tod?
Nein der ist schwul!
Luci?
Hmmm...ok...
Lucifäär erschien und wurde kurz eingeweiht in den Plan. Keine Stunde später verließen sie die Festung, Alex auf seinem Einhorn und Talina hinter Lucifäär der auch auf einem ritt (das war aber nicht so cool wie Alex'). Nach gut einem Tag erreichten sie dann endlich Mordors Mauern.
Ruhig legten sie sich auf die Lauern und versuchten einen Plan auszuarbeiten...zumindest Alex und Licfäär, Metallica war zu sehr damit beschäftigt Licifäär anzuhimmeln. Er hatte schulterlanges glattes schwarzes Haar unter denen spitze Ohrer hervorblitzen und rehbraune Augen. Die hautenge Lederhose und das enganliegende Shirt ließen keine Platz für etwas anderes als Phantasie.
Das es dem Elb etwas unangenehm war, war ihm anzusehen, doch versuchte er das zu überspielen.
„Also, was ist der Plan?“
„Ich...ich weiß es nicht, der Menschenkönig hatte leider Recht.“
„Lennon kennt Weg, mein Mobilfunkvertrag!“
Die drei wirbelten überrascht herum und sahen Lennon auf sie zukriechen.
Hä? Wer ist Lennon?
Ein Typ aus meiner Klasse, ich musste Lisa etwas versprechen....
Aber das ist MEINE Geschichte!
Talinaaaa...
Gut, aber dafür will ich mit Luci rummachen!
Na gut!
WS?! HALLO WERDE ICH AUCH MAL GEFRAGT?!
Nö.
Nop.
„Können wir dem Lennon vertrauen?“
„Spinnst du? Nein natürlich nicht, schaut euch diesen Assi mal an...!“
Alex unterbracht Metallica mit einer forschen Handbewegung.
„Ich finde ihn knuffig, folgen wir ihm“
Also folgten sie ihm.
Das Lennon murmelte die ganze Zeit unverständliche Dinge und letzten Endes waren sie nur einmal um ganz Mordor herumgelaufen.
„Na vielen Dank auch, hört eigentlich jemals irgendjemand auf mich?!“ Hilflos warf Metallica ihre Arme in die Höhe und sah sich sauer um.
„Mein Mobilfunkvertrag...Lennon sagte, er kennt den Weg, Lennon sagte nicht welchen, mein Mobilfunkvertrag..“
Metallica wurde es zu bunt und so schlug sie das Lennon einfach mit einen Stock nieder.
„Klappe zu, Affe tot...so und was machen wir jetzt?“
Alex setzte ein mysteriöses Lächeln auf.
„Ich habe einen Paah-lan!“
„Das klappt nie!“, nörgelte Licifäär schon zum vierten mal.
Aber wie immer beachtete ihn niemand. Sie hatten sich genau neben dem riesigen Portal positioniert und Alex grinste schon wie ein kleines Kind. Zögerlich drückte er auf die Klingel und ein lautes Ping-Pong ertönte.
Kurz darauf öffnete sich das Portal und eine große, schlanke Person erschien.
„Ja, bitte?“
Sein langes silbernes Haar verdeckte da Gesicht, doch ließ die Stimme keinen Zweifel daran, dass er genervt war.
„Äh...ja hallo...mein Name ist...öh...Kevin. Und ich...ich wollte sie fragen...ob sie...äh... eventuell...Wollen sie mit mir über Gott sprechen?“
Während der Ablenkung schlichen sich Metallica und Licifäär hinter ihm vorbei und durch das Tor.
Innen erwartete sie...
„Das ist jetzt nicht euer Ernst oder?"
Die Autorin lachte sich über die entsetzten Gesichter den Arsch ab, wollte sie doch auch ihren Spaß haben.
Verwirrt sahen sich die beiden in der riesigen pinken Rummelplatzwelt um.
„Und wo ist jetzt dieser Vulkan...hey, da gibt’s Zuckerwatte.“ „Konzentration Metallica, das hier ist eine Falle!“
Vorsichtig schlichen sie sich durch die Welt und bekämpften die manchmal auftauchenden bösen Clowns, was jetzt aber nicht weiter ausgeführt wird, da es hier eine Kurze Bonusstory werden sollte. Endlich erreichten sie die Vulkano-Bahn, eine Achterbahn die sich durch einen riesigen Vulkan schlängelte.
„Uh, uh, uh, ich sitz vorne.“ Schnell sprang Metallica in die Bahn und Lucifäär setzte sich seufzend neben sie. Dann ging die Fahrt auch schon los. Als sie direkt über dem Vulkan waren schmiss Metallica das Handy hinein und fertig. Am Ende holten sie sich noch das während der Fahrt geschossene Foto: Eine laut kreischende Metallica und einen sich nach allen Regeln der Kunst übergebenden Lucifäär.
Damit war das Reich gerettet und der Krieg zu Ende.
Epilog:
„Und Gott liebt mich?“
„Aber natürlich, Gott liebt jeden.“
„Und liebst du mich auch David?“
Der weiß haarige sah Alex mit verheulten Augen an. „Aber ja doch...“
Laut schluchzend warf sich der anderen darauf um Alex' Hals. „Ich liebe dich auch!“
Im Hintergrund ging das Tor auf und Metallica gefolgt von Lucifäär kamen heraus, besahen sich das ganze kurz, zuckten mit den Schultern und gingen.
-Ende-