Ein ganz normaler Tag(?), Die verrückteste WG der Welt
Das Todparadoxon Teil I
T: Also... ich trau mich gar nicht zu fragen, aber was suchst du in meinem Arbeitszimmer?
N: (hebt eine Thermoskanne hoch) Ich soll die Seele hier abliefern.... (grinst)
T: (verwirrt) Was? Welche Seele? Wie kommst du zu einer Seele?
N: Nein, Spaß ist nur meine Schokomilch drin. (lacht) Ich wollte endlich auch einmal das Totenreich sehen.
T: Aha... ja, nun hast du es gesehen, also bitte geh jetzt.
N: Würde ich ja gerne... Aber (kratzt sich verlegen am Kopf) Kann sein dass ich den Ausgang nicht finde...
T: (ungläubig) Wirklich? Ihr findet alle irgendwie hier her, aber einfach den selben Weg zurückgehen
schafft ihr dann nicht mehr??
N: Ich schwör‘s, die Wände bewegen sich.
T: Davon wüsste ich.
N: (plustert die Wangen auf) Gar nicht wahr...
Tod massierte sich seufzend das Nasenbein und schüttelte langsam den Kopf.
Er hatte nur kurz das Arbeitszimmer verlassen um eine besondere große Menge Seelen in Empfang zu nehmen und die "Lieferung" zu überprüfen (Stimmt die Menge, ist sie beschädigt, sind es die richtigen Seelen, sind die
Seelen ordnungsgemäß gestorben etc.) und als er zurückkam hatte er Nori hier in seinem Sessel hinterm
Schreibtisch vorgefunden.
Er warf seinem Hund einen bösen Blick zu.
T: Wofür kann man dich eigentlich gebrauchen?
N: Heey, der Hund kann doch nichts dafür.
T: Zu einem gewissen Grad schon... also gut, komm mit mir, ich werde dich zurückbringen bevor Alex... oder
Betty nach dir schauen...
Nori sprang mit einem erfreuten Laut auf und eilte zu Tod, als sie plötzlich ein festes Klopfen an der Tür hörten.
Tod seufzte erneut und wandte sich um.
T: (gereizt) was ist denn nun wieder?
Leise vor sich hin fluchend stapfte Tod zur Tür und riss diese auf um zu erstarren.
Nori legte fragend den Kopf schief und machte einen kleinen Schritt nach links und schielte vorsichtig an ihm vorbei.
Vor der Tür stand… eine Wolke?
Nori kniff die Augen leicht zusammen.
Das… Ding, welches draußen vor der Tür stand ähnelte fast schon einer aufgewirbelten Staubwolke. Zu Noris Überraschung aber deutete Tod eine kleine Verbeugung an.
T: Wie kann ich euch helfen…. Wirklich?... Ich?... Wann?
N: (runzelt die Stirn) Äh… Tod… Führst du Selbstgespräche?
T: (ignoriert Nori vollkommen) I-ich verstehe… Ja… Ja, natürlich.
Tod verneigte sich noch ein weiteres Mal und schloss dann langsam die Tür.
T: (flucht leise) Verdammt… ich muss los… ich… ich werde es definitiv bereuen…aber.. Nori, nimm meine Sense Ich werde bald wieder hier sein, aber vertrete mich so lange. Du schaffst das schon… vielleicht nur ein paar Stunden… nur bitte… übertreibe es nicht.
Wortlos zog er seine Sense aus der Mantelfalte und drückte sie Nori in die Hände, ehe er herumwirbelte und aus dem Büro stürmte. Nori blinzelte verwirrt und sah dann langsam hinunter auf seine Hände.
N: …cool. (mit glänzenden Augen)
Spätnachmittags Zeitung, Stand Mo. 26. 01: Todeszahlen fallen stetig
Die Hochdeutsche Zeitung, Stand So. 01.02: Keine Todesfälle bei Amoklauf in Amerika!
Das Bilderbuch, Stand Fr. 07.02: Bevölkerungszahl steigt massiv, kaum Tode zu verzeichnen! Einwirkung von Alien oder etwa ein neuer Super-Virus?
Das Spiegelei, Stand Do. 12.02: Sekte begeht Massen-Suizid, nicht ein Toter! Hat ihr Gott sie beschützt?
The Timeline, Stand Fr. 13.02: Who wants to live forever?
Im Totenreich herrschte absolute Stille. Geradezu gespenstig lagen die leeren Gänge in Finsternis. Die bläulichen Flammen auf den schwarzen Kerzenlüstern waren lange schon erloschen und niemand hatte sich die Mühe gemacht sie wieder zu entzünden. Plötzlich hallte ein leises *Pling* gespenstisch durch die endlosen Gewölbe und kurz darauf schoss Alex, dicht gefolgt von Marie und Betty aus dem Fahrstuhl.
A: (kramt ihr Handy raus und erhellt die Gänge mit ihrer Taschenlampen-App) Tod? (sieht sich um und Ruft) TOD! Wo steckst du?!
B: (dreht sich tribbelnd um sich selbst) Oh… vielleicht ist er ja nicht hier? Hier sieht es irgendwie verlassen aus.
M: Und wo soll er sein, wenn nicht hier?
B: (zuckt mit den Schultern) Vielleicht musste er j auf einen anderen Planeten?
M: (zieht eine Braue hoch) Nein… das erscheint mir nicht unbedingt sinnvoll…
A: Wo sind denn hier alle?
B: Vielleicht haben sie ja Betriebsferien?
A: Betty… ich denke nicht… egal, lasst uns nachsehen, was hier passiert ist.
M: (nickt zustimmend und legt die Hände zum Trichter geformt an ihren Mund) TOOOOOOD?! HAAALOOOOO??? IST HIER WAR??
Fast wie zu erwarten kam keine Antwort und die drei begaben sich langsam weiter ins Innere von Tods Reich. Weit und breit war kein Leben… oder halt Tod… zu sehen.
Immer wieder riefen sie nach ihrem Freund doch erhielten nie auch nur eine Antwort und langsam wurden sie ernsthaft besorgt.
Sie hätten gleich kommen sollen, als es bekannt wurde, dass die Todesfälle extrem zugenommen hatten. Plötzlich aber blieb Marie stehen.
M: (runzelt die Stirn) Hey, habt ihr das gehört?
B: Hm? Was denn? Das Grawawawawawaaa? Das war mein Bauch. (kichert) Ich habe Hunger.
A: (stöhnt) Betty, das ist eine Rettungsmission, da hat man keinen Hunger.
B: (schaut betroffen und hält sich den Bauch) Aber ich h a b e gerade Hunger….
A: Denk an Grusel.
B: (zögert) Jetzt hab ich doch keinen Hunger mehr.
A: (nickt) Sehr gut.
M: Jetzt seid doch mal still… Hört ihr das nicht?
A: Bettys Magen?
M: Ja… was? Nein! Hört doch mal…
Alex und Betty sahen sich kurz verwirrt an, lauschten dann aber in die Stille, wobei Betty einen derart konzentrierten Gesichtsausdruck hatte, dass Alex wirklich schon Angst bekam, dass sie sich noch wehtun könnte…
A: Oh… ich glaube ich höre es.
B: Ich bins aber nicht…
A: Ja, ich weiß… das klingt… nach Rufen?
M: (nickt) Ja, ich glaube auch.
B: (strahlt) Vielleicht ist es Essen?
A: Hatten wir nicht geklärt, dass du keinen Hunger mehr hast?
B: (lacht und sieht Alex gönnerhaft an) Jetzt sei nicht albern.
Alex schüttelte langsam den Kopf und sah zu Marie, die nur mit den Schultern zuckte, ehe sie den Geräuschen folgten um herauszufinden wer oder was sie verursachte.
Nach wenigen Minuten erreichten sie Tods Arbeitszimmer und blieben vor der Tür stehen.
A: Also ohne Pessimistisch zu wirken… das klingt nicht ach Tod… Irgendwie zumindest…
M: Nein… nicht wirklich….
B: (enttäuscht) Und auch nicht nach Essen…
M: (sieht Betty grinsend an) Deine Probleme möchte ich haben….
A: (schüttelt den Kopf und lacht) Willst du nicht, glaub mir… Also stürmen wir den Raum.
M: Der Tod verschwindet, das Totenreich ist verweist und wir stehen jetzt in vollkommener Finsternis vor einer großen schwarzen Tür hinter der seltsame Geräusche zu hören sind? (grinst) Aber klaro, dann wollen wir mal.
Alex nickte und stellte sich neben die Tür, die Hand auf die Klinke gelegt, während Betty leise die typische Mission Impossible Melodie summte. Die drei hielten die Luft an und dann stieß Alex schnell die Tür auf.
M: Was zum… Nori?!
Nori kniete fluchend, umgeben von Panzertape, Heißklebepistole und Leim am Boden und schien an etwas herumzuwerkeln. Als die drei aber hereinplatzten zuckte sie zusammen und drehte sich zu ihnen herum.
N: Oh… Heey, Leute. (grinst)
A: N-Nori… hey… was… äh.. machst du hier?
N: Wieso? Was machst du hier?
A: Ich habe zuerst gefragt.
N: Na und, jetzt frage ich.
A: Ich will ne Antwort.
N: Ich auch.
M: Nori… Was hast du da?
N: (läuft rot an und dreht sich schnell um) Nichts!
A: Norii?
N: Nichts!
Marie und Alex sahen sich kurz an und traten dann zu ihrer am Boden knienden Freundin hin.
A: Nori? (drohend)
Nori seufzte ergeben und legte das Objekt, an dem sie bisher herumgebastelt hatte beiseite und rutschte dann zur Seite. Marie, Betty und Alex starrten es mit einem undefinierten Blick an und versuchten sich einen Reim darauf zu machen.
B: Das… ist ein Stock.
M: Jepp.
A: Ein kaputter Stock…
M: Jepp…
B: Was ist an einem kaputten Stock so schlimm?
N: (scharrt mit dem Fuß über den Boden) Naja… das es kein Stock ist… so genau genommen…
A: Aha… sondern?
N: Ähm…. Naja… kein Stock halt…
M: Nori? Was ist das?
N: (kratzt sich am Kopf) Hiaaa…. Also… es besteht die Möglichkeit… also eventuell… ist es die Possibilität… dass…das… (wird immer leiser) Tods Sense ist…oder war…?
Im nächsten Moment herrschte absolutes Schweigen.
A: (sammelt sich als erste wieder) D-du hast Tods Sense zerstört?
M: Einfach so?
B: Cool.
A: (schüttelt den Kopf) Nein Betty… ist es nicht…(sieht zu Nori) Wie??
N: (zuckt mit den Schultern) Die ist nicht so stabil wie sie aussieht…
Alex stöhnte fast synchron mit Marie auf und rieb sich über die Augen.
M: Okay, okay… das muss ja noch nichts heißen… Wo ist Tod?
N: Ich.. äh… weiß nicht…
M: Okay, vergesst es, dass heißt, dass wir am Arsch sind.
A: Ganz ruhig… noch besteht Hoffnung. Was weißt du? Wann hast du Tod zuletzt gesehen?
N: Als er mir seine Sense in die Hände gedrückt hat. Er meinte ich soll ihn vertreten und anfangs war das auch nicht schwer. Es war richtig cool und alle haben auf mich gehört… aber dann sind nacheinander die Skelette alle zerfallen und die Schatten verschwunden und es waren so viele Selen und ich bin einfach nicht mehr hinterher gekommen und dann ist dieses blöde Ding hier einfach abgeknickt… wie ein alter Zahnstocher!
A: Und dann?
N: Dann seid ihr gekommen.
A: Sonst nichts?
N: Nein…
M: Und warum hat Tod dir die Sense gegeben?
N: Er musste weg… irgendwie… das war so ne komische Wolke und hat ihn mitgenommen.
B: (nickt sachlich) Aliens.
A: Äh… ich denke nicht…
M: Cosmische Mächte?
A: Nee…
M: Gott?
A: Unwahrscheinlich…
M: … Alex?
A: Davon wüsste ich,…
M: Nicht zwangsläufig….
A: Es ist nicht immer alles meine Schuld (empört)
M: Aber die meiste Zeit davon… Aaaaaabber darum geht es ja nicht? Wir sollten lieber Tod finden…
A: Ja, toll… und wie?
M: Wir müssen herausfinden wer diese Wolke ist.
A: Aha. Und wie sollen wir das anstellen?
B: Wir können es googlen?
A: Und was? Willst du das Wort Wolke eingeben?
B: … ich könnte „böse Wolke“ eingeben…
A: Dann kommen sicher irgendwelche Porno-Darstellerinnen..
B: Hä?
A: Wolke ist auch ein deutscher Mädchenname.
B: Waaaas? Wirklich? Wusste ich ja gar nicht…
A: Wieder was gelernt.
N: Wir kommen etwas vom Kern-Problem ab….
A: Ach ja… stimmt…
M: Also, was sollen wir machen? Wie finden wir diese böse Tod-nappende Wolke?
B: Ich könnte das einfach googlen?
A: Es wird nichts gegoogled! (wendet sich an Marie) Tja, das ist eine gute Frage…
M: Luci?
A: (runzelt die Stirn) Was ist mit ihm?
M: Vielleicht hilft er uns?
A: Chaos und Panik zu verhindern? Ich glaube dafür genießt er es zu sehr… Ich sags ja nicht gerne, aber er ist trotz allem noch der Teufel…
M: Jah, aber für einen gewissen jemand macht er da sicher eine Ausnahme.
A: (hebt abwehrend die Arme) Nein! Nein. Nein, nein, nein neinneinneinnein. Denk den Gendanken noch nicht einmal zu Ende!
M: Aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt!
A: Aber, Aber Mariiiieee! Ich will nicht!
M: Die Welt steht vor dem Abgrund und du stellst deine Bedürfnisse über das Wohl der Menschheit?
A: Jetzt spiel nicht die Karte! Natürlich stell ich mein Wohl über alle.
M: Das ist aber nicht nett…
A: Du kannst mich mal… Ich durfte schon meine verdammte SEELE verkaufen wegen diesem blöden Wohl der Menschheit….
M: (verschränkt die Arme) Alex….
A: (wirft die Arme in die Luft) Ist ja schon gut, ich mach‘s… Aber nicht gerne!
M: (Grinst) Ich hab‘s halt noch immer drauf.
A: Blöde Kuh.
M: Und trotzdem liebst du mich abgöttisch.
A: (schnauft) Gerade wäre ich bereit Bettys Lieblingskuchen zu essen und ihr zu erzählen du wärst es gewesen.
M: (keucht entsetzt auf) D-das nimmst du zurück!
N: Also das war jetzt doch hart unter der Gürtellinie.
B: Was? Kuchen? (strahlt) Wo?!
Alex brummte nur unwillig und wandte sich wieder zur Tür um zum Aufzug zurück zu gehen. Die anderen würden ihr schon folgen. Warum mussten ihre Wege auch immer zu Luci führen? Dieser verdammte Egomane wurde noch zum verdammten Mittelpunkt ihres Lebens. Sie hatten sich kurzzeitig vielleicht etwas besser verstanden, aber Luci hatte auch einige unangenehme Seiten. Er war schrecklich eifersüchtig, schickte ihr (weibliche) Dämonen hinterher, die sie beobachten sollten oder fragte sie über mögliche neue (männliche) Bekanntschaften aus. Mal war er launisch oder versuchte sie herum zu kommandieren und erinnerte sie auch immer wieder gerne daran, dass ihm ihre Seele gehörte. Sie wollte sich nicht mal vorstellen, wie das nach ihrem Tod eines Tages weitergehen sollte…
In der Unterwelt begrüßte sie Sally grinsend und zwinkerte.
S: Hey, Alex, hab dich ja lange nicht mehr hier gesehen. Willst‘e deinen Gatten besuchen?
A: (verdreht die Augen) Er ist weder mein Gatte noch habe ich einen Grund öfters als zwingend nötig hier herunter zu kommen. Sag deinem Boss dass ich hier bin um mit ihm zu reden, es ist dringend.
Sally lachte und kaute schmatzend auf ihrem Kaugummi, während sie Alex durchdringend musterte.
S: (grinst) Weißt du, du könntest ihn auch einfach überraschen. Lucifer freut sich sicher über etwas (zweideutiges Grinsen) „Ablenkung“.
A: (runzelt nur kurz die Stirn) Ich bin aber nicht hier um ihn abzulenken.
N: (lehnt sich zu Marie) Geht es nur mir so, oder herrschen hier leichte Spannungen zwischen den beiden?
M: Ich… ich bin mir ehrlich gerade nicht ganz sicher…. (blinzelt)
A: (gereizt) Wirst du mich jetzt deinem Boss ankündigen oder nicht?
S: (lacht) Oh du hast ja so Glück, dass dein Hintern dem Boss gehört sonst würde ich dir schon ein paar Manieren beibringen.
A: (schnaubt) Ja, da bin ich mir sicher… Also?
Sally verdrehte die Augen, hörte aber nicht eine Sekunde damit auf laut stark auf ihrem Kaugummi herumzukatschen und bediente endlich die Sprechanlage.
S: Hey Chef, deine Holde ist hier und will dich „in einer dringlichen Angelegenheit sprechen“ (grinst) Ich schick sie durch.
A: (stöhnt frustriert auf) Musstest du das so formulieren? Wenn er jetzt nackt da drin auf mich wartet…
M: (grinst) Uh, da gibt es sicherlich schlimmere Anblicke…
Alex seufzte und führe die kleine Gruppe bis zu Lucifers Arbeitszimmer. Nur blieben ihre Freunde völlig synchron drei Meter davor einfach stehen.
A: Was ist denn jetzt wieder?
N: Ich denke… oder wir denken, dass es wohl besser ist, wenn wir hier warten…
A: Na toll… ihr seid alle solche Kameradenschweine… (seufzt)
Ohne ein weiteres Wort klopfte sie an Lucifers Tür und trat dann auch gleich ein.
Lucifer saß (dankenswerter Weise angezogen) hinter seinem Schreibtisch du musterte sie mit seinen rot glühenden Augen. An seiner ganzen Körpersprache konnte sie sehen, dass er gerade mehr als gereizt war. Alex erwiderte seinen Blick ruhig und ging auf ihn zu. Allerdings blieb sie mit einem Abstand von zwei Metern vor dem Schreibtisch stehen und dachte nicht einmal daran sich zu setzen. Respektlosigkeiten waren in Situationen wie diesen nicht sonderlich hilfreich.
A: Luci…fer, ich brauche deine Hilfe.
L: (stützt den Kopf auf und mustert sie weiter durchdringend) Ist dem so?
A: Dir wird nicht entgangen sein, dass das Sterben auf der Erde zum Stillstand gekommen ist.
Alex machte dennoch eine kurze Pause, um Einwürfe von Seiten des Teufels zuzulassen, doch der schwieg einfach nur mit undurchdringlicher Miene.
A: Wir sind dem nun auch nachgegangen und… (stockt) um eine lange Geschichte kurz zu machen, Tod ist verschwunden… Und… ich bin hier um dich z fragen, ob du weißt, wo er sein könnte.
L: (völlig trocken) Ist Phillip vielleicht auch verschwunden?
A: Was? Ich weiß nicht, aber warum… (stockt) Nein! Nein. So einer ist Tod nicht. Er nimmt seine Aufgaben viel zu genau. Einen Tag vielleicht würde Sinn machen, aber niemals über einen so langen Zeitraum!
L: Er ist ein Mann.
A: (ballt die Hände zu Fäusten) Warum nur habe ich auch nur eine Sekunde geglaubt, dass es eine gute Idee ist dich zu fragen? Vergiss es!
Alex schaffte es noch nicht einmal sich ganz abzuwenden, da fand sie sich plötzlich gegen die Wand neben der Tür gepinnt. Lucifers glühend rote Augen befanden sich auf einmal so dicht vor ihrem Gesicht, dass Alex kurz den Atem anhielt.
L: Du scheinst zu vergessen wo du bist und vor allem wen du hier vor dir hast.
A: (versucht sich zu befreien) Dafür habe ich jetzt keine Zeit.
L: Ich nehm sie mir für dich…
Marie lehnte sich seufzend an die Wand und ließ den Kopf zurückfallen.
M: Himmel was treiben die da drin so lange.
N: Keine Ahnung… aber sie sollen sich mal beeilen…
B: Hi hi, lasst ihr doch den Spaß.
M: Spaß? Weißt du etwas was ich nicht weiß?
B: Nur das offensichtliche… Alex… Luci… hallo?
N: (stöhnt und lässt ihren Kopf zurückfallen) Na toll. Die Welt geht unter und Alex-
A: Was macht Alex?
Die Bestatterin kam mit festen Schritten aus dem Arbeitszimmer marschiert und knöpfte gerade noch den letzten Blusenknopf zu.
M: W-was war denn?
A: Erinnert mich daran niemals, niemals wieder in Lucis Büro zu gehen wenn er gereizt, gestresst oder ähnliches ist…
M: Oh… (grinst) Hast du auch etwas erfahren?
A: Oh…äh… ja… Die haben hier auch einige Probleme. Wenn niemand mehr stirbt können die Dämonen keine Verträge einlösen und die Hölle bekommt keine neuen Seelen mehr. Wie es scheint haben sie eine Spur und genau der gehen wir jetzt nach.
B: Yey, das klingt lustig. (freut sich)
A: Na toll, was auch immer du als lustig bezeichnest…
N: Na gut, dann also los.
Zusammen kehrten sie zu Sally zurück, wo bereits ein etwas unfreundlich wirkender Dämon auf sie wartete. Alex zögerte noch nicht mal sondern bedeutete ihm voraus zu gehen. Kurz darauf standen sie in irgendeinem Dorf in Südasien.
M: (sieht sich um) Hat irgendjemand eine Ahnung wo wir hier sind?
A: Nein.
M: Aber du weißt was wir hier suchen müssen?
A: Nope.
M: Aber?
A: (krazt sich am Hals) Naja…. Wir sind in Asien… und so groß wirkt das Dorf nicht auf mich…
M: Alsoo?
A: Lasst uns einfach mal umsehen….
N: Oh… das ist… ein Plan..
M: Kein guter…
N: Aaaber ein Plan.
A: (nickt) Eben… und jetzt kommt…
Zusammen liefen sie durch die schmalen Straßen des fast schon mittelalterlich anmutenden Dorfes und versuchten die zum Teil feindseeligen Blicke der Bewohner zu vermeiden, als Alex plötzlich stehen blieb. Nori rannte gleich darauf in sie und fiel mit einem erschrockenen Quietschen auf den Hosenboden.
A: Oh… Sorry (reicht ihr die Hand) Nur seht mal da.
Sie deutete in eine der Nebenstraßen und Marie lehnte sich etwas vor. Ein Mann in einfacher Bekleidung und mit langem schwarzem Haar verschwand soeben in einem kleinen Häuschen.
M: (sieht zu Alex) Iah? Was will uns der Künstler damit sagen?
A: Der Künstler hat eben Problem und Lösung auf einmal entdeckt…. (grinst und rennt die Straße entlang)
Sie erreichte die kleine Lehmhütte und klopfte wie wild gegen die Tür.
Marie und Nori sahen sich erst verwirrt, dann Alex besorgt an.
M: Äh… willst du uns aufklären oder sollen wir uns spontan von dem Ärger überraschen lassen in den du uns gerade reitest.
Alex schüttelte nur den Kopf, die würden schon verstehen wenn sie es nur sahen. Betty lachte vergnügt auf und stellte sich neben Alex um auch an die Tür zu klopfen. Sah schließlich lustig aus. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und ein großer Mann mit stramm zurückgebundenem schwarzem Haar sah sie verstimmt an.
X: *spricht ein unverständliches Kauderwelsch*
A: Äh... Hey.. (winkt unsicher)
X: (runzelt die Stirn) *gereiztes Kauderwelsch*
M: Äh… also vielleicht habe ich jetzt nur irgendwie etwas verpasst, aber sollte mir dieser Chinese etwas sagen?
A: Also ich bitte dich, das ist kein Chinese, das ist ein Koreaner… (wendet sich wieder dem Mann zu und gestikuliert etwas hilflos)
X: *beleidigendes Kauderwelsch*
Alex versuchte dennoch mit dem Mann zu reden, der sich aber zusehends nur immer mehr aufregte und ihnen schließlich einfach die Tür vor der Nase zuschmiss.
A: (wirft die Arme frustriert in die Luft) Was soll das denn? Luci hat mich verarscht…
M: Äh.. möchtest d uns jetzt nicht langsam mal aufklären?
A: (seufzt) Na Luci hat mir diesen Mann gezeigt und meinte dass er uns helfen kann…
M: Also ist das eine Sackgasse?
S: Gott ihr seid ja so beschränk…
Die vier drehten sich erschrocken um und Alex fluchte genervt als sie Schicksal auf den Stufen einer Hütte ihnen gegenüber sitzen sah.
A: Was willst du denn jetzt hier?
S: (trocken) Mein kleiner Bruder und ich mögen uns in letzter Zeit nicht allzu nahe stehen aber wahre Schicksalsschläge sind immer mit dem Tod verbunden und im Moment ist meine Arbeit nicht unbedingt erfüllend.
N: (vorsichtig) Aaalso willst du uns helfen?
S: (zuckt mit den Schultern und erhebt sich) Naja, da ihr von alleine nicht darauf kommt…
M: (hebt die Hand) Also warte mal, Pestbeule, was spielst du dich hier eigentlich so auf? Die Welt ist seit zwei Wochen langsam am Abschmieren weil Tod verschwunden ist und wir uns bald stapeln können, weil niemand mehr sterben will-
S: Siehst du! (faucht böse) Erster Fehler, du blöde Nuss. Die Menschen sterben, aber die sind deswegen noch nicht tot. Ihre Seelen verbleiben im Körper hängen.
N: Das heißt?
M: Zombies?
S: So könnt ihr primitiven Affen es nennen…
Alex seufzte nur und lehnte ich gegen die verschlossene Holztür hinter sich.
So würde das nichts werden.
A: Also, Ladies, ich unterbreche nur ungern, aber was hat dieser Chinese-
B: (grinste breit) Das ist ei Koreaner, Alex-
A: Ja, ja, ja nicht wieder ablenken…
S: (verdreht die Augen) Dieser Typ ist mein kleiner Bruder… gewisser Maßen…
A: Äh.. Tod ist Asiate?
M: Ich will ja nicht der Spielverderber sein, aber selbst wenn… Tod gibt es schon seit es das Leben gibt und ich meine das gibt es schon länger als dass es Menschen gibt…oder?
S: Ja und nein… Tod gibt es ewig und immer wieder und… (schüttelt den Kopf) Aber das geht zu weit. Fakt ist, dass durch die Zerstörung seiner Sense aus Tod nichts weiter als ein Mensch wurde und er einen Platz hier als dieser Koreaner eingenommen hat.
A: Ah…haaa… okay und das heißt?
S: Das es keinen Tod mehr gibt und damit kein Sterben mehr.
M: Also kann niemand mehr richtig versterben.
S: Genau.
N: Und was müssten wir tun um ihn wieder zum Tod zu machen?
Schicksal fuhr sich durchs Haar und sah zu der Hütte in der sich der menschliche Tod verschanzt hatte.
S: Tja, da wird’s kompliziert… Um ihn wieder zum Tod zu machen, müsst ihr ihn töten.
Fortsetzung folgt….