Ein ganz normaler Tag(?), Die verrückteste WG der Welt

Bubble!

 

Seit dem letzten Vorfall war das Klima in der WG fast schon mehr als kalt, es war eisig. Alex redete, wenn sie mal da war sprach kaum mit jemandem und wenn, dann nur das nötigste. Meistens aber verbrachte sie so viel Zeit wie möglich auf der Arbeit und häufte so viele Überstunden an dass Herr Kaltgesicht sie fast jeden Abend eigenhändig vor die Tür setzte. Immerhin war sie noch Azubine und gerade als Bestatter konnte man sich keinen schlechten Ruf erlauben. Lucifer von seiner Seite hatte beschlossen das nicht so stehen zu lassen und sich mit Alex endlich einmal auszusprechen, was jedoch daran scheiterte, dass Alex alles tat um dies zu vermeiden. Anfangs hatte er nur gegen Alex Tür geklopft oder in der Küche gewartet um sie abzupassen, er schrieb ihr sogar eine E-Mail. Nach dem das aber erfolglos blieb griff er zu drastischeren Mitteln und saß letzten Endes sogar schon einmal vor Alex‘ Zimmertür. Aber alle Versuche der Kontaktaufnahme scheiterten. Sei es, weil Alex ihre Nummer wechselte, sich an Luci vorbeischlich oder sogar von außen durch ihr Fenster kletterte. Fast schon hatte er damit gerechnet eines Tages einen Zettel an seiner Tür kleben zu haben auf dem Alex eine schnelle Notiz geschrieben hatte, in der sie ihn bat, die WG zu verlassen. Das jedoch war auch noch nicht passiert. Tod und die anderen Freunde der WG konnten auch nicht viel mehr ausrichten. Betty war mit viel drastischeren Mitteln an die Sache hrangegangen, stark unterstützt von Marie und Nori, aber Alex blieb stur und weigerte sich mit oder über Luci zu reden.

Doch im Gegensatz z Tod besaßen die drei ein ausgesprochen gut entwickeltes Durchhaltevermögen und so trafen sie sich zum Schmieden eines Planes und diskutierten lange den perfekten Plan aus. Was nicht gerade einfach war, da absolut niemand verstand, worin dieses mal genau das Problem bestand. Wie die sieben Zwerge damals um ihr Schneewittchen standen und versuchten herauszufinden, warum ihre Freundin tot im Gras lag, so versuchten die der nun zu ergründen warum die Luci und Alex einfach nicht zusammenfinden wollten. Oder zumindest, warum sich Alex dieses mal sträubte. Würde es nach Luci gehen wäre das wohl schon lange kein Thema mehr. Aber sie würden nicht aufgeben irgendwie würden sie diese beiden Chaoten zusammenbringen, koste es was es wollte.

Aber sie sollten noch überrascht werden.

Alex schlug auf der Arbeit so viel Zeit wie möglich tot. Sie polierte die Urnen (zweifach) stattete die Särge mit Polstern und Kissen aus (die sie vorher eigenhändig zweimal gestopft hatte) und kehrte sogar das Lager fein säuberlich aus. Schließlich aber schmiss ihr Chef sie persönlich raus, immerhin war sie noch eine einfache Auszubildende und er konnte es sich nicht leisteneine Klage am Hals zu haben, nur weil sie nicht freiwillig heimging.

Seufzend machte sich Alex auf den Heimweg und versuchte möglichst langsam zu laufen. Sie blieb öfters mal stehen, betrachtete die Straßenlaternen, die kleinen Mückenschwärme die in ihren bleichen Lichtern tanzten oder suchte zwischen den ganzen hohen Gebäuden nach ein paar hübschen Sternen ( die sie aufgrund der hellen Stadtlichter selbstverständlich nicht fand.

Auf einmal aber glaubte sie einen süßlichen Geruch, der stark an Zuckerwatte erinnerte wahrzunehmen und blieb zögerlich stehen. War etwa schon wieder in Volksfest von dem sie nichts wusste? Aber wo sollte das hier so zentral in der Stadt sein? Gerade wollte sie sich noch etwas genauer nach der Quelle des Geruchs umsehen, als ein lautes Scheppern sie zusammenfahren und mit einem erschrockenen Aufschrei herumwirbeln ließ. Was war das gewesen?

Unsicher starrte sie in die dunkle, aufgrund der beschädigten Straßenlaterne stockdunkle Straße und wog ab, ob es denn eine gute Idee wäre nachzusehen was das gewesen war.

Es war nachts, die Straße war kein bisschen Beleuchtet und sie eine junge, unbewaffnete Frau, die die besagte vor Unglück förmlich triefende Straße betreten wollte. Jeder der schon einmal ein mindestens drittklassiges Buch zur Hand genommen oder einen Horrorfilm gesehen hatte wusste, dass das eine absolut katastrophal schlechte Idee war. Himmel, nur ein absoluter Vollidiot würde das wirklich tun!

Die angehende Bestatterin zögerte. Anderseits wartete Luci sicher wieder daheim auf sie und Alex würde sich dieses Mal vielleicht nicht um ihn herum schleichen können… Und vielleicht sah Schicksal ja gerade nicht zu… und überhaupt, Horrorfilme hatten nichts mit der Realität zu tun… also was konnte denn s hon passieren? Alex zuckte mit den Schultern und befand den Plan als gar nicht soo dumm. Was solls? Vorsichtig betrat sie die Gasse und tastete sich langsam und vorsichtig vorwärts, jeden Schatten genau im Age behaltend (was ziemlich schwer war, da die gesamte Gasse voll damit war. Angestrengt lauschte sie in die stille, doch außer dem typischen Kleinstadtlärm war nicht viel zu vernehmen. Na also, nichts großes und böses lauerte hier auf….Der Geruch. Der süßliche Zucker-watten-Geruch nahm auf einmal deutlich zu und wurde immer schwerer, bis er fast schon unerträglich war. Angewidert verzog Alex das Gesicht und hielt sich die Nase zu. Definitiv kein Volksfest. Was war das nur?

Plötzlich war da ein leises Schnurren. Nicht das friedlich angenehme Schnurren eines kleinen Katers, aber ein blechern verzerrtes Sägen.

Alex blieb augenblicklich stehen und sah sich unsicher um.

Was zum-? Langsam drehte sie sich herum.

Da! Direkt vor ihr glühten plötzlich zwei kleine rote Lichter, nein, zwei AUGEN. Und wenn man von der Höhe und der schemenhaften Gestalt vor ihr ausging, dann stand da ein definitiv nicht humanes, etwas mehr als zwei Meter großes Wesen vor ihr.

Das Schnurren wurde lauter und nach einer gefühlten Schockminute wich Alex langsam etwas zurück und beschloss, das sie eigentlich gar nicht so genau wissen wollte, wen oder besser WAS sie da vor sich hatte. Also machte sie auf dem Absatz kehrt und rannte in die finstere und uneinsehbare Gasse hinein, zumindest hatte sie das vorgehabt, bis sich plötzlich ein breiter, sehr muskulöser und… flauschiger (?) Arm von hinten um ihre Hüfte schlang und Alex gnadenlos von den Beinen riss. Erschrocken quietschte sie auf und versuchte wie wild um sich zu treten, doch ihre schwere Springer raten entweder nur Luft oder den weichen warmen Körper ihres Entführers, der sich aber davon nicht im geringsten beeindrucken ließ. Sie wurde wie ein Spielzeug mit dem Rücken gegen die kuschlig weiche Brust des Wesens gedrückt, welches dann langsam wieder lostrottete und sie tiefer in die Gasse hineinschleppte. Alex gab ihre Gegenwehr erst nach einer ganzen Weile frustriert auf und versuchte herauszufinden, wo man sie denn hinbrachte. Nachdem das eher erfolglos verlief ließ sie ihren Blick auf die Pfote sinken, die sie nach wie vor fest gepackt hielt und runzelte die Stirn.

Pink. Der Arm dieses Alexnappers war pink… oder zumindest das flauschige Fell, welches diesen bedeckte. Was war das für ein Ding? Spielten ihr Betty und Nori etwa wieder einen Streich? Als Rache dafür, dass sie Luci ihre Gefühle (die es ja eigentlich auch gar nicht gab…) nicht gestanden hatte?

Das Wesen für seinen Teil schnurrte glücklich und trug seine Beute noch etwas weiter, bis es die Rückseite eines großen Parkhauses erreichte. Geschickt kletterte es von hinten hoch und stieg problemlos in das verlassene Gebäude ein. Alex sah sich unsicher in den wenigstens etwas durch das Notlicht beleuchteten Gebäude um und versuchte sich freizustrampeln. Was geschah hier nur gerade?

Sie war so in ihre eigenen Gedanken vertieft, dass sie erst dann merkte, dass das Vieh sie plötzlich losgelassen hatte, als sie etwas grob am Boden aufkam. Alex stöhnte leise und schmerzerfüllt und rollte sich langsam auf den Rücken und setzte sich umständlich auf, um ihren Entführer zu mustern und ungläubig aufzulachen. Das musste doch ein schlechter Witz sein! Tatsächlich war… es gute zwei Meter groß und erinnerte mit seiner Statur fast schon entfernt an ein Känguru, sogar der entsprechende Schwanz war vorhanden. Nur die beiden Pranken an seinen Seiten waren hüftlang und endeten in jeweils vier rasiermesserscharfen Klauen.

Das Gesicht dieses Dinges war eher rundlich und besaß sowohl eine schwarze Stupsnase, als auch ein paar großer runder und ebenfalls schwarzer Knopfaugen. Um dem Ganzen noch den Gipfel aufzusetzen hingen ihm links und rechts vom Kopf zwei lange Schlappohren herunter und wie auch die Pfoten war das gesamte wesen mit einem knallpinken Fell bedeckt.

A: Wer oder vor allem WAS bist du?!

Das Tier schnüffelte und hoppste dann etwas auf Alex zu, die erschrocken aufschrie und zurückrutschte. Die beiden Trieben das kleine Spiel, bis Alex mit ihrem Rücken gegen ein hier geparktes rotes Auto stieß und keine Fluchtmöglichkeit mehr hatte, oder dem Ding anderweitig ausweichen konnte.

Das pinke Hasen-Känguru quiekte erfreut über den kleinen Sieg und beugte sich etwas über Alex. Die erstarrte als sie sah, wie sich die schwarzen Augen plötzlich blutrot verfärbten du hell zu glühen begannen (was sich nebenbei wirklich furchtbar mit dem Fell biss). Sie wurde von den Augen sogar so sehr abgelenkt, dass sie erst zu spät merkte wie das Vieh nach ihr griff. Die schwere Pfote legte sich auf ihren Brustkorb und presste sie einfach zu Boden, wo es Ale auch festhielt und griff dann in den Beutel, der sich (genau wie bei einem Känguru)an seinem Bauch befand. Erschrocken beobachtete Alex, wie es ein Hühnerei großes schwarzes Ei hervorholte und vorsichtig mit der Pfote festhielt. Dann nahm es die Hand von Alex‘ Brustkorb und packte stattdessen ihr Bluse die es schnell und grob hochschob und der angehenden Bestatterin keine Möglichkeit gab sich zu wehren. Alex schrie und tobte wieder los und versuchte dem Griff zu entkommen, doch das war alles ziemlich sinnlos. Das Hasen-käguru setzte ihr stattdessen das Ei ganz vorsichtig auf den Bauch und Alex hielt kurz inne, als sie die kühle Oberfläche auf ihrer entblößten Haut spürte.

Was sollte das jetzt werden? Mit großen Augen beobachtete sie, wie das Ei langsam anfing in ihre Haut einzusinken bis es vollkommen unter ihrer Bauchdecke verschwunden war. Das Hasen-Känguru erhob sich glücklich schnurrend und hoppste zwei Hoppser zurück um sein Werk noch einmal zu begutachten und machte ich dann scheinbar wieder auf de Heimweg.

Alex aber spürte, wie sie plötzlich entsetzlich müde würde und schlief einfach wo sie war ein. Erst lange nachdem das Wesen verschwunden war und draußen bereits die Sonne aufstieg setzte sie sich plötzlich mit einem glücklichen Lächeln und einem verklärten Blick wieder auf und kam etwas schwankend auf die Beine. Jeden dem sie auf dem Weg nach draußen begegnete schenke sie ein strahlendes Lächeln und auf dem Heimweg, den sie mit federnden Schritten antrat, summte sie fröhlich vor sich hin. Wenn sie nicht alles täuschte war heute Samstag, dass hieß, dass sie freihatte. Ihr Lächeln wurde etwas breiter. Das wiederum hieß, dass sie ENDLICH etwas Zeit mit Luci verbringen konnte. Mit einem fröhlichen Kichern tanzte sie fast schon nach Hause und hoffte wirklich, dass ihr lieber, süßer Luci bereits auf sie wartete.

Lucifer war wieder einmal beim Warten auf dem Sofa eingepennt und das würde Alex wahrscheinlich auch gleich wieder ausgenutzt haben um sich an ihm vorbei in ihr Zimmer zu schleichen und dort zu verbarrikadieren. Nur was hatte ihn dann so früh geweckt?

A: (schnurrt) Luci, aufstehen…

Verwirrt bekam der Höllenfürst mit, wie er kurz und sanft auf die Lippen geküsst wurde und öffnete brummend ein Auge. Wer störte denn jetzt bitte? Doch als er sah, wer da vor ihm kniete riss er beide Augen auf und starrte ungläubig auf die Person vor sich. Da kniete eine Alex vor ihm! Und zwar nicht nur irgendeine, sondern eine glücklich strahlende und die hatte ihn auch noch GEKÜSST! Okay, dachte er, klarer Fall ich träume.

L: (mit geweideten Augen) D- d- d-… Also… du… hast… äh.. Du trägst ja Farbe?! Alex kicherte vergnügte und erhob sich, um sich dann einmal um sich selbst zu drehen und Lucifer ihr neues Outfit zu zeigen. Statt der üblichen Bluse-Hose-Springer-Kombination in schwarz-weiß, trug sie heute ihre Haare mit einer rosa Schleife zurückgebunden, ein gelbes T-Shirt mit durchaus betonendem Ausschnitt, einen schwarzen Minirock und hochhackige Sandalen. Große Mutter im Himmel, sie hatte sich sogar dezent geschminkt!

Oh, das war ja so was von noch ein Traum. Dennoch fielen Lucifer bei dem Anblick doch tatsächlich fast die Augen aus dem Kopf.

A: (mit großen Auge) Und? Gefällt es dir, Liebling? L: (völlig überfordert) Nun… ich… äh… Du… ähem.. Liebling?! A: (kichert und beugt sich etwas vor) Aw, du bist ja so süß, wenn du so verschlafen bist (küsst Lucifer auf die Stirn) Na komm, ich hab Frühstück gemacht.

Damit drehte sie sich herum und tanzte hüftschwingend in die Küche zurück um Kaffee aufzusetzen, einen völlig erstarrten Höllenfürsten zurücklassend.

L: Was… zum…?? T: (kommt ins Zimmer getapst) Morgen… (gähnt) Hast du schon wieder erfolglos gewartet? L: Ja… nein… ich weiß nicht… T (bleibt stehen und mustert Luci besorgt) Was ist passiert? L: Sie… sie hat mich geweckt… T: W- was? L: Mit einem Kuss… und jetzt macht sie Frühstück… T: Also das ist… äh… sehr beunruhigend… Was hast du getan? L: Ich schwöre dir, bei meinem Namen, dass ich keine Ahnung habe, was da los ist.

Tod und Lucifer sahen sich kurz an und dann wieder zur Küche, bevor Lucifer sich seufzend erhob und vorsichtig in die Küche schlich. Tod folgte ihm mit einigem Abstand und rechnete mit absolut allem. Auch er keuchte überrascht auf, als er Alex sah und vor allem, wie sie summend und tanzend vor der Kaffemaschine stand.

Sie ließ einmal einen kräftigen schwarzen Kaffee heraus, in den sie zwei Stück Zucker warf, dann einen normalen Kaffee, den sie mit Milch aufgoss und einen Würfel Zucker hinzugab. Immer noch summend platzierte Alex die beiden Tassen auf den dazugehörigen Untertassen und kam tänzelnd auf die beiden Männer zu und reichte ihnen die Tassen, dann kehrte sie zurück und ließ einen milden Kaffe heraus, denn sie zur Hälfte mit Milch aufgoss, drei Stück Zucker und einen kräftigen Spritzer Sirup dazugab.

Tod und Luci sah sich ungläubig an. Irgendetwas lief hier gewaltig schief.

T: (unsicher) Äh.. Alex?

A: (dreht sich summend an und nippt an ihrer Tasse) Hmm?

T: Ge- geht es dir gut?

A: (kichert) Ach Tod, du bist so süß.

T: A-ah… so? Und wieso das?

A: Na weil du dich so niedlich um mich sorgst. Dabei fühl ich mich heute so gut wie lange nicht mehr (kichert) Endlich kann ich mal wieder etwas Zeit mit meinen beiden Süßen verbringen.

L: B- bitte? Deine beiden… Süßen?

T: (sieht Lucifer vernichtend an) WAS hast du getan?

L: Wieso ich?!

T: Na gib dir doch mal… (deutet auf Alex) DAS da. Was ist denn da los?

A: (Kichert) Aww, Tod, du bist so knuffig. Nun kommt schon und setzt euch zu mir, ich hab sogar extra Brötchen gebacken.

L: Du hast was? (lässt sich langsam auf seinen Platz sinken) Du hast gebacken…

T: Wann?

A: Na, ich war um sechs hier, hab mich hergerichtet und hab dann die Brötchen gebacken und den Tisch gedeckt.

T: Um sechs… ?Am Samstag…? Du…? Sicher, dass es dir gut geht?

A: Aber natürlich… Marmelade?

T: N- nein danke…

Lucifer und Tod betrachteten das Brötchen ungläubig und schnitten dann heweils eines auf, um es zu belegen. Alex beschmierte ihr Brötchen dabei sehr, sehr großzügig mit Erdbeermarmelade.

T: Was denn? Heute keinen Honig?

A: Möchtest du?

T: N- nein, nicht ich.. du.

A: Nein, danke.

T: Was denn… KEINEN Honig?

A: (lacht und schüttelt den Kopf) Ighitt, nein. Das klebrige, goldene Zeug ist eher nichts für mich.

Tod und Lucifer sahen sich kurz an und runzelten dann die Stirn. Es war offensichtlich, dass sie beide das Selbe dachten.

L: Also… ich geh mal schnell telefonieren… (springt auf und eilt aus dem Raum).

Alex sah Luci eine Sekunde fast schon traurig nach, dann wandte sie sich wieder Tod zu und lächelte ihn zuckersüß an, ehe sie sich mit einem Esslöffel drei kleine Haufen Erdbeermarmelade aus dem Glas auf ihr Weißbrot schaufelte.

T: (lässt sein Brötchen wieder auf den Teller sinken) Äh… bist du dir wirklich, wirklich sicher, dass es dir gut geht?

A: Oh du machst dir ja keine Vorstellung (kichert du beginnt ihr Brot zu essen)

Tod beobachtete Alex das gesamte Essen über zweifelnd, konnte aber nicht herausfinden, was exakt dieses ungewöhnliche Verhalten ihrer Mitbewohnerin ausgelöst hatte.

Lucifer kam bald darauf zurück, nickte Tod kurz verschwörerisch zu und setzte sich dann an sein Frühstück. Allerdings wartete bereits die nächste Überraschung auf ihn. Alex strahlte ihn die ganze Zeit über (Tods Meinung nach richtig verliebt) an und Luci zuckte sogar leicht zusammen als sie plötzlich mit ihrem Bein unterm Tisch sanft über seines streichelte. Okay, das ging definitiv zu weit. Hier stimmte etwas ganz und gar nicht.

Das Gefühl wurde zusätzlich von Alex nach Beendigung ihres etwas unangenehmen Frühstücks verstärkt, als sie brav den Tisch abräumte und darauf bestand alleine den Abwasch tätigen zu dürfen. Lucifer und Tod flohen eilig aus dem Raum und beratschlagten sich draußen weiter.

T: Was ist da los??

L: I-ich hab keine Ahnung… aber das ist nicht gespielt…

T: (schnauft abfällig) Nein, ganz sicher nicht… Aber was ist es dann? Das ist doch nicht Alex…

L: Ich weiß… aber wer oder was ist sie dann?

T: (zuckt mit den Schultern) Ich weiß es nicht… aber es macht mir langsam wirklich Angst… Was hast du getan, als du vorhin kurz mal weg warst?

L: Verstärkung gerufen.

T: Soll heißen? Wen? So lange warst du nicht weg…

L: (lächelt kurz) Telefonlawine…

T: Bitte?

L: Ich rufe Nori an, die Marie, die Betty und Phillip und ja…

T: Warum Philip? Wir haben da etwas Seltsames mit Alex‘ Gesicht in unserer Küche sitzen und du rufst Phillip. Wir wissen nicht einmal ob und wie gefährlich es ist!

L: (verdreht genervt die Augen) Ach du meine… Deinem kleinen Prinzen wird schon nichts passieren…

A: (kommt aus der Küche gehoppst) Luuucciii was tuschelt ihr den hier so geheimnisvolles herum?

Kichernd klammerte sie sich mit meiden Armen an Lucis rechten Arm und schmiegte sich lächelnd an seine Seite. Lucifer sah kurz unsicher zu ihr und tauschte wieder Blicke mit Tod aus.

L: Ich… ähm… (räuspert sich) Wir bekommen heute besuch. Betty und die anderen ommen vorbei, das ist hoffentlich in Ordnung?

A: (strahlt) Aber natürlich, Liebling. Wann kommen sie denn? Ich mach denn schnell noch einen Kuchen.

L: Äh… das ist eine wundervolle Idee… Schatz… Am besten fängst du gleich an, hm?

A: (nickt glücklich) In Ordnung, ich mach mich gleich an die Arbeit.

Lucifer sieht Alex noch kurz hinterher und sieht dann zu Tod, der zuckt nur mit den Schultern und zusammen setzten sie sich mit einer Grabesmiene auf das Sofa, die unausgesprochene Frage hing dabei schwer und widerlich stinkend in der Luft.

Wenn das, was auch immer Alex‘ Platz hier eingenommen hatte nicht ihre Mitbewohnerin war, wo war dann das Original?

Etwa eine dreiviertel Stunde später, es roch bereits in de ganzen Wohnung angenehm süßlich nach Schokokuchen, klingelte es endlich an der Tür und Tod sprang erleichtert auf um Betty, Marie, Nori und Phillip einzulassen. Die vier folgten ihm ins Wohnzimmer und machten es sich auf der Couch bequem.

M: (lehnt sich zurück und sieht Luci neugierig an) Also warum hast du uns so panisch zusammengerufen?

L: Ich war ganz sicher nicht pani-

T: (verdreht die Augen) Lucifer!

L: Jaa… also gut. Alex verhält sich seltsam.

B: Ahaa… okay… und weswegen hast du uns gerufen?

L: Eben genau deswegen.

N: (zieht eine Braue hoch) Iahhh…?

Plötzlich streckte Alex ihren Kopf aus der Küche und kreischte erfreut auf, als sie ihre Freunde sieht. Zu ihrem eh schon ungewöhnlichem Outfit ist mittlerweile auch eine leuchtend pinke Schürze hinzugekommen, die Betty Tod damals mit dazu passenden weißen Katzenohren, -pfoten und –schwanz geschenkt hatte. Glücklich hoppst sie zur Couch und knuddelt jeden herzlich zur Begrüßung einzig Betty springt auf und knuddelt ihre Freundin genauso begeistert zurück.

A: Hey ihr. Schön das ihr kommen konntet, auch wenn etwas zu früh, aber das ist schon in Ordnung. Der Kuchen ist gleich fertig, dann müssen wir ihn nur ein klitze kleines bisschen auskühlen lassen und dann können wir ihn essen. Yummy. Das wird wunderbar. Aber keine Angst, den Kaffee setze ich jetzt schon auf, oder will jemand von euch Kakao?

M: (mit zuckendem Augenlied) Äh…

B: Au ja. Ich, ich, ich. Ich LIEBE Kakao.

A: (strahlt) Wundervoll. Einmal Kakao für die süße Betty, wird gemacht.

B: (strahlt) Yey!

Damit hoppste Alex glücklich pfeifend zurück in die Küche, drei Köpfe (Betty strahlte Alex noch immer glücklich hinterher) ruckten zu Luci herum, ungläubige Blicke auf den Gesichtern.

M: Was hast du schon wieder gemacht?!

L: (brüskiert) Wieso glauben alle, dass ich Schuld bin?

M: Weil das (deutet in Richtung Küche) ganz sicher nicht normal ist!

B: Wieso? Ich find sie nett…

N: Aber ist doch nicht Alex… also so gar nicht…

B: Nö… aber sie ist nett (glücklich) und sie macht mir Kakao.

T: Seht ihr jetzt wo das Problem liegt?

M: Oh ja… (nickt eifrig)

N: Wann und wie ist das passiert?

L: Ich weiß es nicht… gestern war noch alles normal und heute morgen hat sie mich schon so geweckt…

N: Ne Idee was das sein könnte?

T: Nein, nicht die geringste…

M: Hmm… vielleicht wurde sie verflucht… oder gehirngewaschen oder… besessen oder so…

L: (nickt) So ähnliche Gedanken hatten wir auch schon, aber…

T Luci her hat den Verdacht, dass das gar nicht Alex ist, sondern ein Gestaltenwandler oder ein Doppelgänger.

M: Aber müsstest du als Herr der Dämonen so etwas nicht erkennen?

L: Eigentlich schon, aber wenn es ein sehr mächtiger Dämon ist, der nicht meinen reihen, sonder denen Wendigos entstammen, dann ist das nicht ganz so einfach.

M: Gibt es keine Möglichkeit den zu erkennen?

L: Hmm.. doch… aber was auch immer dieses Ding in der Küche ist, ich will es definitiv nicht alleine hier lassen.

N: Und warum habt ihr ihn… oder es… oder sie nicht zur Rede gestellt?

T: (zuckt mit den Schultern) Weil wir nicht wissen was es ist?

L: Wir können uns keine blinden Angriffe leisten. Die Chance ist gering, aber wenn sie wirklich „nur“ besessen ist, ist es besser, wenn der Dämon nicht weiß, dass wir es wissen.

N: Hmm… und was sollen wir jetzt groß tun?

L: Einer von euch müsste an meiner statt hinunter in die Hölle und von Sally ihren Taschenspiegel ausleihen.

M: Um dann was damit zu tun?

L: Das Glas zeigt einzig und alleine das wahre Gesicht der Person, die hineinsieht.

N: Uh-huh… und warum besitzt Sally etwas Derartiges?

L: (zuckt mit den Schultern) War ein Geburtstagsgeschenk von mir. Versucht ihr doch mal, einer Frau vierhundert Jahre lang etwas einfallsreiches zu schenken…

M: Warum schenkst du ihr überhaupt etwas?

L: Na hört mal, ich hatte auch ein Leben vor Alex… (murmelt leise) und ein großes, manchmal leeres Bett…

N: (hält sich die Ohren zu) LALALALALALALAA ich will es gar nicht wissen!

B: (verwirrt) Hä? Wieso? Um was geht es?

M: Ist egal, vergiss es einfach.

B: Wieso?

A: (kommt aus der Küche mit einem Tablett voll Tassen) Kaffee ist fertig.

Fröhlich summend verteilte Alex die Tassen samt Untertasse, räumte dann das Tablett weg und setzte sich dann wie selbstverständlich auf Lucis Schoß. Dieser erstarrte vollkommen und warf den anderen einen bittenden Blick zu. Marie nickte als erstes mit verbissenem Blick und hüpfte eilig von ihrem Platz auf.

M: So verdammt knuffig es auch ist, euch so zu beobachten aber ich muss leider los…

N: (springt ebenfalls auf) Iah… ich auch…

B: Au ja, (kichert) ich auch, ich auch!

A: (verwirrt) Oh… warum denn schon?

M: Äh… ja…

N: Weeiiiilll… nämlich…

B: Wir haben die Mikrowelle angelassen.

A: Oh… alle?

B: (nickt überzeugend) Jup, alle auch Phillip (Pi: W-was?) und du weißt, wie gefährlich das sein kann.

A: (nickt) Hmm… ja, du hast recht. Kommt ihr dann noch einmal?

N: (packt Phillip und zeiht in schwungvoll auf die Beine) Iah… ja ich denke schon.

A: (zufrieden) Oh, okay dann, bis gleich.

M: (winkt schwach) Jaaa… bis gleich….

Tod zögerte kurz und sprang dann auch auf. Luci der seinen Freund doch schon lange genug kannte um zu wissen, was jetzt gleich kommen würde warf ihm einen warnenden Blick zu.

T: (nach einem entschuldigenden Blick in Lucis Richtung) I- ich begleite die drei besser. Man weiß ja nie, wie diese Mikrowellen so sind… am Ende explodieren sie noch und das wollen wir nicht, nicht wahr?

A: (nickt zustimmend) Ja, ja du hast Recht. Geh nur besser mit ihnen. Danke Rod, dass du so gut mitdenkst.

T: Ach was, es ist mir ein Vergnügen, wirklich. (grinst kurz in Lucis Richtung) kommt ihr hier klar.

A: (stralt und schmiegt sich an Luci) Aber natürlich, ich hab doch meinen süßen Lulu hier bei mir und ihr kommt ja auch bald wieder.

B: (kichert leise) Na dann wollen wir dich und Lulu mal shön alleine lassen.

M: (räuspert sich grinsend) Und seid anständig.

L: Ja, ja, ha ha, wir haben es verstanden und jetzt verschwindet endlich!

A: (sieht Lucifer mit großen Augen an) Schatz? Was ist denn? Geht es dir nicht gut, du klingst so gereizt.

L: N- nichts, nichts… ich bring die fünf nur mal schnell zur Tür, ja?

A: (lächelt) Ja, ist gut, dann geh ich mal schnell den Kuchen dekorieren, der müsste schon so weit ausgekühlt sein.

Alex hoppste zufrieden von Lucis Schoß, winkte ihren Freunden noch kurz und lief summend zurück in die Küche. Lucifer schüttelte kurz den Kopf und brachte die anderen wie versprochen zur Tür.

L: (zu Tod) Du verdammtes Kameradenschwein.

T: (lacht) Auch was, wie heißt es denn so schön? Jeder ist sich selbst der nächste. Ich halte es in ihrer Gegenwart keine fünf Minuten mehr aus. Das ist mir dann doch zu viel des Guten…

B: (verwirrt) Aber warum denn? Sie ist doch nett?

T: Ja eben, das ist verstörend wie sonst was! Außerdem werde ich Philip bestimmt nicht alleine mit euch in die Hölle schicken.

Pi: Äh… also wegen mir musst du nicht (errötet) … A-also es wäre natürlich nett…

T: (lächelt ihn kurz sanft an) Nein, nein ich will das so. Schon in Ordnung…

B: Aww, ihr seid sooo cute.

M: Ich sage es nicht gerne… aber Tod hat Recht. Da stimmt etwas ganz und gar nicht… das gefällt mir nicht…

N (nickt langsam) Ja, wir müssen undbedingt diesen Spiegel bekommen.

In dem Punkt konnte Nori niemand widersprechen und so verabschiedete sich Lucifer etwas schwermütig von den anderen und wünschte ihnen viel Glück ehe er die Tür wieder schloss und sich seufzend umdrehte. Hoffentlich würden sich die fünf beeilen, er war sich nämlich noch nicht so ganz sicher, was er von diesem Alex-Double hielt… wenn es denn eines war…Seufzend schob er seine Hände in seine Hosentasche und trottete zurück ins Wohnzimmer. Naja, zumindest war sie noch ganz handzahm…

Kaum aber hatte hatte sich der Fürst der Hölle auf das Sofa plumpsen lassen kam einen, nun wieder Schürzenfreie Alex aus der Küche geeilt und nahm ihren Platz auf seinen Schoß wieder ein.

A: Hmmm, alle ausgeflogen, jetzt sind wir ganz alleine.

Der laziv-verführerische Ton ließ Luci alarmiert aufsehen, doch Alex hatte sich schon einmal um 80 Grad auf seinem Schoß gedreht, dass sie ihre Beine nun neben seinen Hüften auf den weichen Polstern abstützen und die Arme um seinen Arm schlingen konnte.

A: (grinst vielsagend) Hmm… wir wollen wir nur diese Freizeit nutzen?

L: (lehnt sich etwas zurück um Abstand zu gewinnen) I- ich weiß nicht? Schach?

A: (lacht und beugte sich nahe zu Luci) Hmm.. ich will aber gerne etwas anderes spielen...

L: S-So? (räuspert sich) Dame? O-der Mühle?

A: (schüttelt den Kopf und lächelt amüsiert) Nein, gaaanz was anderes… Wie wäre es mit Reiterhof? Willst du mein Pferdchen sein?

L: Bei den Tiefen (schluckt) das hast du gerade nicht ernsthaft-

Seine erstickten Worte wurden von Alex endgültig unterbrochen, als sie ihn sanft aber bestimmt auf die Lippen küsste. Im Grunde erstarrte er vollkommen, bis sie anfing sich an ihn zu drücken. Sofort erwachte Lucifer wieder aus seiner Starre und fasste Alex an den Schultern um sie von sich zu stoßen. Sie landete mit einem erstickten laut neben ihm auf den Polstern.

A: (traurig) Hast du mich etwa nicht ehr lieb?

L: (hebt abwehrend die Hände) Nein, nein, das ist es nicht, wirklich nicht… aber… das bist nicht DU, verstehst du?

A (mit Tränen in den Augen) Nein! Ich dachte, du liebst mich…

L: (erschrocken) Da tu ich auch, ich liebe dich… aber… das bist nicht du… Sie ich doch an… du bist sonst ganz anders…

A: (springt auf) Weil ich mich für dich hübsch gemacht habe? Weil ich gut genug für dich sein wollte?!

L: (eilt Alex hinterher) Nein! Du weißt dass es das nicht ist. Ich fühle mich sehr geehrt wenn dem so ist… oder wäre und ich würde mich auch sehr freuen, aber… Hör mir doch mal zu verdammt!

Luci folgte Alex bis in ihr Zimmer, wo sie bereits mit verschränkten Armen vor ihrem Bett auf ihn wartete.

A: Du lügst doch. Du willst mich doch in Wirklichkeit gar nicht!

L: (empört) Was?! Ich?! Du hast doch von jetzt auf gleich grundlos mit mir sSChluss gemacht!

A: (sieht Luci mit traurigen Augen an) Das war doch nur um dich zu bechützen!

L: Genu! Ich- … WAS?!

A: (senkt den Kopf) Meine Oma hat gesagt, dass ich eine Gefahr für dich bin und dass wenn wir zusammenkommen die Dämonen dich nicht mehr respektieren und sich gegen dich stellen könnten

L: Ich… äh… was…

A: (schnieft) Und ich hab Paimon gefragt und der meinte, dass es vielleicht passieren kann…

L: Ja… schon, aber… deswegen hast du Schluss gemacht?

A: (nickt schniefend) Und weil du Jürgen am Hals hast, wenn du was mit mir hast.

L: Das ist doch Unsinn. Ich lass mich doch weder von der Hölle oder deinem Großvater davon abbringen mit dir zusammen zu sein! Ich bin der Herr der Hölle. Jeder der sich gegen michstellt wird es bitter bereuen und mit deinem Großvater bin ich doch schon das letzte mal fertig geworden!

A: Willst du dann nicht mit mir zusammen sein?

L: (wirft die Arme in die Luft) Ich weiß ja nicht einmal die du das glauben kannst!

A: (schnieft) Dann beweis es.

L: (zögert) Wie? Wie kann ich dir endlich begreifbar machen dass ich dich wirklich liebe?

Alex wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln und deutete dann auf das Bett. Lucifer sah sie wortlos an, dann das Bett.

L: D- du willst…

A: Warum nicht? Du bist doch sonst mit jedem Mädchen ins Bett gegangen, ohne u zögern. Warum also kannst du nicht mit dem Mädchen ins Bett gehen, dass du angeblich liebst?

L: Nicht angeblich… Ach… verdammt…

A: Es ist ganz einfach… Liebst du mich?

L: Ja, verdammt-

A: (deutet aufs Bett) Dann beweis es mir. Jetzt.

In der Zwischenzeit kamen Betty, Nori, Marie, Phillip und Tod in der Hölle an und traten ins Empfangszimmer, Sally geschäftig an ihrer Schreibmaschine saß. Die fünf sahen sich kurz vielsagend an. Das war ja doch schon fast zu leicht… Tod seufzte lautlos und zog seine Kapuze in di Stirn ehe er vorn ging und den Raum betrat. Sofort unterbrach Sally ihre Arbeit und sah lächeln auf,

S: Oh, Tod, Herzchen, was machst denn du hier?

T: Guten Tag Sally, keine Sorge, ich bin nicht geschäftlich hier.

S: (lacht glockehell) Oh, aber der Chef ist noch nicht da.

T: (nickt) Das weiß ich, wir wollten auch zu dir.

Sally sah an Tod vorbei und betrachtete die vier Menschen hinter ihm ehe sie sich grinsend zurücklehnte und ihm vielsagend zuzwinkerte.

S: Oh-ho, aber Tod, so groß ist mein Bett nun auch wieder nicht.

T: (räuspert sich) Äh… nein... es geht um ein Geschenk, welches dir Lucifer einmal gemacht haben muss…

S: (stützt ihr Kinn auf die rechte Hand) Aha?

T: Ein keiner Handspiegel?

S: (verwirrt) Einen Handspiegel? Wofür brauchst du denn bitte einen Handspiegel?

T: (winkt ab) Kein normaler. Es muss der sein, den dir Lucifer geschenkt hat. Mit ihm dann man wohl das wahre Ich einer jeden Person erkennen.

S: (freudig) Oh ja, dann weiß ich, was du meinst.

T: Wirklich? Kann ich ihn mir bitte von dir ausborgen?

S: Oh, glaub mir ich würde ihn dir wirklich WAHNSINNIG gerne geben, aber…

T: Aber??

S: (entschuldigend lächelnd) Ich habe ihn weggeschmissen.

N: Was?! Warum?

S: (zuckt mit den Schultern) Na hört mal, was will ein 408 jähriger Succubi wie ich denn bitte mit einem Spiegel, der dein wahres Ich zeigt? Lieber erfreue ich mich an dem jungen und schönen Ich, welches mir ein normaler Spiegel zeigt…

M: Und deswegen hast du den Spiegel einfach weggeschmissen?!

B: Aber das war doch ein Geschenk??

S: (zuckt mit de Schultern) Lucifer hat mir zu jedem Geburtstag ein Geschenk gemacht… und wenn er wieder etwas neues ausprobieren wollte…

B: (neugierig) Etwas neues?

S: Oh ja, zum Beispiel das eie Mal, da kam er mit-

M: Ja, ja das wollen wir alles gar nicht hören. Ich bin mir sicher, dass ihr schöne Zeiten zusammen habt, aber was ist jetzt mit dem Spiegel? Bist du dir sicher, dass du ihn nicht doch noch irgendwo hast?

S: Nein… ich weiß nicht… vielleicht ist er noch irgendwo.. aber ich bin mir nicht sicher…

T: Bitte versuche dich zu erinnern, es ist wirklich wichtig.

S: (verwundert) Aber warum denn? Was könnt ihr denn mit so einem Spiegel wollen?

N: Wir müssen einen Gestaltenwandler enttarnen.

S: Oh… Hmm… Und dafür wollt ihr den Spiegel? Versucht es doch einfach mit Weihwasser.

B: Ha ha… (stockt) Wie jetzt?

N: Das ist doch kein Vampir.

S: Zuckt mit den Schultern. Gestaltenwandler sind keine besonders mächtigen Dämonen, also reicht ein Spitzer Weihasser und je nachdem wie er sich verhält ist es einer.

M: (kritisch) Echt? Das funktioniert?

S: (zuckt mit den Schultern) Klar, wenn er faucht, knurrt, zurückweicht, dampft oder etwas Ungewöhnliches in diese Richtung macht ist es definitiv in Dämon und dann wahrscheinlich auch ein Dämon…

N: Hmm… Warum hat Luci das nicht gewusst?

M: (zuckt mit den Schultern) Vielleicht ganz vergessen?

T: Egal, wir müssen es versuchen…

M: Gut… dann mal los.

T: also gut, danke für deine Hilfe Sally.

S: Jederzeit wieder. (grins) Und wenn mir einer von euch danken möchte, ich bin immer hier.

B: Oh, ich will mich bedanken.

M: (packt Betty und zieht sie schnell mit) Nein, glaub mir, das willst du nicht.

B: Maan…

Keine zehn Minuten später hatte sie der Aufzug vor einer kleinen Waldkirche ausgespuckt und Pillip wurde mit einer leeren Plastikflasche hinein geschickt um zum großen Taufbecken vor zu laufen und etwas abzuschöpfen. Endlich kehrten sie danach wieder zurück und stürmten in die Wohnung.

B: Luci! Wir sind wieder dahahaaa!

M: (sieht sich verwirrt um) Wo sind sie denn?

Fragend sahen sich die fünf im Wohnzimmer um, als Alex‘ Zimmertür aufging und Luci herausgestolpert kam.

L: Oh.. ihr seid schon wieder hier?

A (kommt fröhlich hinter Luci ins Zimmer gelaufen und hakt sich bei ihm unter) Oh, allo ihr, der Kuchen ist fertig. Wollt ihr en Stück?

B: (glücklich) Oh jaa

M: Äh… was habt ihr da in Alex‘ Zimmer getrieben?

N: OH MEIN GOTT, Luci! Kann man dich denn gar nicht mehr alleine Lassen?!

L: N-Nein, das ist jetzt nicht.. ich weiß wie es aussieht, aber so ist es nicht!

M: Wie kann es nicht sein, wonach es aussieht Ich meine… das ist offensichtlich genau das!

T: Leute, nicht jetzt!

Tod nahm Phillip die Flasche aus der Hand und schraubte sie auf. Ohne jede weitere Vorwarnung sprang er zu Alex und leerte den gesamten Inhalt über ihrem Kopf aus.

A: Ihhhhh… Tod was soll das? (schüttelt sich) Jetzt bin ich ganz nass…

T: Hmmm…

M: Doch kein Formwandler…

L: (verwirrt) Was?

N: (erklärt) Weihwasser.

L: Oh… (verstehend) Ohhhhhh… (Sieht Alex an) Also kein… Oh… Dan hab ich ja doch einen Fehler gemacht.

M: Keinen Fehler?! Du hast also wirklich…?!

L: NEIN! Das verstehst du jetzt ganz falsch-

A: Äh.. Um was geht es hier eigentlich?

B: Na wir dachten, dass du gar nicht du bist. (strahlt) Aber scheinbar bist du doch du… nur halt anders.

A: Oh… wer hätte ich denn sein sollen?

B: (Kichert) Ein Gestaltenwandler, Dummerchen. Wir dachten, dass du ein Dämon bist der so aussieht wie du.

A: Oh… aber das bin ich nicht?

B: (nickt) Nein, bist du nicht. Du bist du, Alex. Und ich bin Betty.

A: (kichert) Hallo Betty!

B: Hallo Alex! (winkt)

A: (winkt kurz zurück) Und… und wie kommt ihr darauf, dass ich nicht ich bin?

L: Ganz einfach weil du dich seit heute morgen ganz untypisch benimmst.

A: (verwirrt) Inwieweit?

T: Na du bist so aufgedreht und… übermäßig glücklich und… so…

A: Oh? Ich bin also komisch, weil ich glücklich bin?

L: Nein, so meinte ich es gar nicht… aber…

M: Warum bist du denn dann so so anders?

A: (zuckt mit den Schultern) Keine Ahnung, seit mich das große Hasen-Känguru besucht hat fühl ich mich einfach-

L: Halt! Warte, was Ein Hasen-Känguru?

A: (strahlt) Ja, es ist groß und pink und flauschig und sieht aus wie ein Känguru mit Hasenohren.

B: Ohh (mit leuchtenden Augen) Will auch. Es soll mich auch besuchen!

L: (kalt) Bubbles!

M: Was?

L: Bubbles. Er ist einer meiner etwas zurückhaltenden Dämonen. Ein Parasit der negative Schwingungen au einem menschlichen Körper sammelt und dann frisst.

M: Ahaa…. Das klingt… seltsam…

N: Ernsthaft? Ein Dämon namens Bubbles?

L: (zuckt mit den Schultern) Ich gebe die Namen nicht, ich stell sie nur ein und lass sie für mich arbeiten. Bubbles ist ziemlich harmlos und ein relativ kleiner Fisch… Aber wie er auf die verrückte Idee kommt sich an meinem Mädchen zu vergreifen…

N: Und was kann man da machen? Wie geben wir Alex ihre „negativen Schwingungen“… Gott klingt das blöd… zurück?

L: Hmm… kommt darauf an… Bubbles sammelt. Er sammelt diese gesamte negative Energie im Körper und erntet sie dann. Aber da Alex erst seit heute morgen besessen scheint und ich seither bei ihr war glaubte ich noch nicht, dass Bubbles sie bereits geerntet hat.

B: Als müssen wir nur Alex vor ihm erntet? Hi hi wie das klingt.

M: Oh ich denke das lassen wir Luci machen, der hat schon Übung.

L: Ich habe doch gesagt, dass ich-

M: Ja, ja, erzähl das jemandem der es dir glauben will…

A: (meldet sich zögerlich) A-also… ähm… was ist, wenn ich gar nicht von euch „geerntet“ werden will? Mir gefällt es so wie es ist und-

M: Kommt gar nicht in die Tüte, wir lassen dich nicht in diesem Zustand. Keine Chance. Luci, sag mir was ich tun muss.

L: Sachte, sachte… ich mach das schon.

A: (weicht langsam zurück) Aber ich will das doch gar nicht...

L: (lächelt aufmunternd) Natürlich sagst du das jetzt, aber das hier bist nicht du. Na komm her, du vertraust mir doch, oder?

M: Oh das würde ich niemals unterschreiben…

L: Marie! Ich sagte doch-

M: Ich hab dich schon verstanden… Aber sehen wir den Fakten ins Auge. Alex und du, alleine zu Hause. Sie willig und verstörend liebenswürdig und du… du halt. Was denkst d, was ich a glaube?

N: (räuspert sich) Äh… schaut doch mal, wer soeben abgehauen ist.

Marie und Luci sahen beide kurz auf die leere Stelle auf der bis eben noch Alex gestanden war und sahen sich dann kur an.

M&L: Mist…

Eilig rannten sie zur Tür hinaus und hinunter auf die Straße um Alex gerade noch um die nächste Ecke biegen zu sehen. Ohne einen weiteren Gedanken an irgendwas zu verschwenden hetzten sie ihr nach. Ihnen kam zugute dass Alex in den Schuhen nicht sonderlich gut laufen, geschweige denn rennen konnte und sie so ganz langsam aufholen konnten. Gerade als es anfing gut für sie auszusehen rannte Alex vor einen herannahenden Polizeiwagen, der mit laut quietschenden Reifen gerade noch vor Alex zum Halten kam. Zwei Beate kamen herausgesprungen und bauten sich vor der Flüchtigen auf.

A: Bitte helfen sie mir. Die beiden wollen mich in ihre Wohnung verschleppen und „ernten“.

L: (kommt schlitternd zum Stehen) Moment bitte, ich weiß wie das klingt, aber… wow, dass ist schon das zweite Mal, dass ich das heute sage…

M: (boxt Luci in die Seite) Unsere Freundin hat etwas zu tief ins Glas gesehen und rennt jetzt durch die Stadt, irgendwelche Geschichten verbreitend.

A: (schüttelt den Kopf und versteckt sich hinter einem der Beamten) Nein, nein. Bitte glauben sie ihnen nicht. Sie wollen mir nur böses.

Die Beamten sahen sich kurz verwirrt an, ehe der größere von Beiden scheinbar eine geniale Idee hatte.

X: Wir werden sie jetzt einfach mit aufs Präsidium nehmen sollte sich herausstellen, dass die Dame hier alkoholisiert ist, werden wir sie nach Hause geleite, aber-

M: Nein, nein, so viel Zeit haben wir nicht. Wir dürfen nicht zulassen, dass Bubble sie sich schnappt!

X: Ähm… Ich bitte um Verzeihung?

M: Na das ist der…äh… ihr… Cousin… ein… ach was soll‘s… Luci? Kannst du nicht?

L: (nickt) Mit Vergnügen.

Auf einen Wink von Lucifer flogen die Polizisten gut zwei Meter in die Luft und blieben dort hängen, als hätte man sie an einer unsichtbaren Wäscheleine zum Trocknen aufgehängt. Alex, die jetzt vollkommen ungeschützt vor den beiden stand quietschte erschrocken auf und versuchte gleich wieder davonzurennen, wurde aber von Marie aufgehalten, die sich von hinten auf ihren Rücken stürzte und sie beide zu Boden riss.

Zehn Minuten (in denen sie eine laut kreischende und wild um sich schlagende Alex durch die Straße tragen mussten) später hatten sie Alex wieder zurück in die Wohnung verfrachtet. Marie hatte sich auf ihre Hüften, Betty und Nori jeweils auf ein Bein setzen müssen um sie halbwegs ruhig zu stellen. Lucifer zögerte nicht lange, sondern legte seine Hände schnell auf die Stelle über ihrem Herzen. Alex erstarrte vollkommen und starrte geradeaus an die Decke, während Luci die Hände zu einer kleinen Schale öffnete. Als er sie wegnahm lag ein großer, pulsierender schwarzer Ball auf ihrer Brust. Lucifer leckte sich kurz über die Lippe und dachte schnell nach, ehe er den Ball in die Hand nahm und fest zusammenrücke. Die dünnen Wände hielten dem Druck nicht mehr stand und mit einem leisen, schmatzenden Geräusch zerplatze er in seinen Händen und eine Art schwarze Nebel sank schwerelos zwischen Lucis Fingern hindurch zurück in Alex Brust… sogar eine Menge, eine ganze Menge von dem schwarzen Nebel.

Ale erschlaffte vollkommen und hatte das Bewusstsein verloren, bevor auch der letzte Rest des Nebels in ihrer Brust verschwunden war. Die sechs atmeten erleichtert auf und sahen sich kurz fast schon unsicher an.

M: War es das jetzt?

L: Ich hoffe es…

T: Ich auch.. wenn sie noch einmal so glücklich summend wie eine… wie Betty durch die Wohnung tanzt bekomme ich einen Tobsuchtanfall…

Lucifer nickte und bedeutete den anderen von Alex herunterzusteigen, bevor er sie auf seine Arme hob und in ihr Zimmer trug.

Als Alex wieder zu sich kam hatte sie dankenswerter Weise keine Kopfschmerzen, aber es war etwas weitaus schlimmeres. Nach und nach kamen ihr die Erinnerungen an die Geschehnisse der letzten Stunden zurück ins Gedächtnis und sie hätte sich am liebsten wieder in die dunkle Tiefe der Bewusstlosigkeit gestürzt. Das durfte doch nicht wahr sein. Warum immer sie? Es brauchte ein paar Minuten Zeit, aber endlich traute ich Alex ein Auge zu öffnen, nun um in Lucis grinsendes Gesicht zu sehen.

L: (etwas schadenfroh) Guten Morgen, Dornröschen, gut geschlafen?

A: (stöhnt) Der Schlaf ging, aber das Erwachen ist grauenvoll…

L: (laht amüsiert auf) Ja, das kann ich mir denken… An was kannst du dich noch erinnern?

A: (gequält) Können wir so tun, als gäbe es nichts zu erinnern? Alles wäre das nie passiert?

L: (schüttelt grinsend den Kopf) Keine Chance, das wird dich keiner von uns je vergessen lassen.

A: Oh Gott, ich habe es befürchtet…

L: Ach was, halb so wild… Aber wie geht es dir jetzt?

A: Oh Himmel, frag nicht… Ich habe Hunger…

L: (lacht erneut) Komm dann werde ich dir eine Hühnersuppe mache… vom Kuchen ist nichts mehr übrig…

A: Hätte mich auch gewundert… warum Hühnersuppe?

L: Weil das das einzige Gericht ist, dass ich kochen kann.

A: Wie alt bist du jetzt? Und du kannst nur Hühnersuppe kochen?

L: (zuckt mit den Schultern) Hey, es reicht.

A: (lacht) Du bist unglaublich.

L: Oh, ich weiß. (grinst) Also ich geh schon mal vor, du wirdt dich wahrscheinlich abschminken oder duschen wollen…

A: Hmm.. (zögert) Ah… Luci?

L: (bleibt an der Tür stehen) Ja?

A; (spielt mit ihren Fingern) Ich… also.. danke, dass du das nicht ausgenutzt hast?

L: (dreht sich fragend m) Hm?

A: Als ich mich vorhin so an dich…geschmissen habe… Danke, dass du mich zurückgestoßen hast…

L: (lächelt) Das ist dich selbst redend. Wenn, dann möchte ich, dass es für uns beide eine schöne Erfahrung wird und nicht weil da irgendetwas in dir dich dazu zwingt. Ich will keinen reinen Sex mit dir, ich will dir beweisen wie se ich dich liebe.

A: (lächelt etwas und errötet) Danke… und danke dass du mich so gut ertragen hast.

L: Oh… weißt du, da gibt es schlimmeres… natürlich hte ich auch nichts dagegen, wenn du mal so kuschelwütig bist, wenn du nicht gerade von Däonen besesen bist… aber ich will ja keine Anspüche oder so stellen

Alex lachte leise und kämpfte sich auf dem Bett um zu Luci zu gehen. Dicht vor ihm blieb sie stehen und sah ihn kur einfach nur an.

A: Weißt du… nach dem ganzen Ärger von heute hast du dir das mehr als verdient.

Damit stellte sie sich etwas auf die Zehenspitzen und küsste Lucifer sanft auf die Lippen. Der schlang die Arme um Alex Hüfte und zog sie dich an sich um den Kuss noch etwas zu vertiefen ehe er sich von ihr löste.

L: (leise) Ich liebe dich, Alex.

AL: (läuft dunkelrot an) Ich… äh.. kann sein dass ich dich auch liebe…

L: Entschuldige? Ich glaube, ich habe dich nicht so ganz verstanden…

A: (atmet kurz durch) Ich liebe dich auch, Luci. So, jetzt hab ich es gesagt. (eist sich von Luci los und wendet sich schnell um) Und jetzt geh ich duschen. Geh du kochen. Und wehe dir, wenn das nicht die beste Hühnersuppe meines Lebens ist!

Lucifer stand kurz da wie vom Donner gerührt da, ehe er leise grinste und die Arme verschränkt. Na also, langsam kamen sie der Sache näher…

Summend wandte er sich um. Und was er für eine Suppe kochen würde.