Ein ganz normaler Tag(?), Die verrückteste WG der Welt
Rettet die Zukunft - Das Ende... endlich
Als Alex aus der Telefonzelle trat war ihr erster Gedanke der, dass die Zeitmaschine kaputt sein müsse.
Nun, das ist so vielleicht nicht ganz korrekt.
Es kamen nämlich noch etwa zwei Gedanken davor: „Au! Betty ist mir auf den Fuß gestiegen!“ und „Haben Pinguine eigentlich Knie?“, so albern das auch klingen mag, so sollte jeder Mensch sich diese Frage einmal im Leben gestellt haben, dann aber sah sie den grauen Himmel und bemerkte die tote, aufgewühlte Erde auf der sie stand.
Dann aber hörte sie ein durchdringendes Pfeifen, welches von einem lauten Knall gefolgt war und die vier Mädchen... und Lisa zusammenzucken ließ.
Erst jetzt hörten sie die bewusst die Schreie und die Melodie des Krieges: Schüsse, Explosionen und schrilles Pfeifen, durchbrochen nur durch kurzer Etappen von bleischwerem Schweigen.
B: (weinerlich) Alex, hier gefällts mir nicht.
J: Sicher, dass wir hier richtig sind?
Al: Au! Betty! Du bist mir auf den Fuß gelatscht!
A: Beruhigt euch mal! Wir haben schließlich eine Mission.
L: (hüpft aufgeregt auf und ab) Was ist das hier eigentlich?
Alex zuckte mit den Schultern und lief um die kleine Felswand herum, hinter der sie bisher gestanden waren, und starrte in von dort in ein kleines Tal hinab...oder das, was davon noch übrig war.
Reihen von Schützengräben erstreckten sich über das gesamte Gebiet nur zwischen den Fronten gab es einen etwa zweihundert Meter langen Streifen von aufgewühlter Erde, an dem sich die Spanischen Reiter und Drahtzäune aufreihten und die Deutschen von den Franzosen trennte.
Der Lärm hier erschien beinahe unerträglich und der Anblick des Schlachtfeldes war alles andere als appetitlich.
Alex sah sich kurz etwas hilflos um, ehe sie ihren Kameraden ihre Gedankengänge erklärte.
A: Ok, hat vielleicht irgendwer eine Ahnung, wie wir diesen... Typen finden sollen?
Ich bin nämlich in diesem Fall keine Hilfe, da ich mir noch nicht mal den Namen habe merken können.
J: (verdreht die Augen) Als wärst du jemals 'ne Hilfe gewesen...
A: Was soll das denn jetzt heißen?
J: das heißt-
Al: Leute, nicht streiten... wir haben eine Mission.
Li: Äh... bin ich eigentlich die einzige, die einen kleinen Schock davongetragen hat?
B: Eeyup.
J: (verwirrt) Wieso Schock?
Li: Äh, wir waren gerade in einer möglichen Zukunft, in der die Welt im Begriff war unterzugehen und wir alle tot waren und Lucifer... ich meine, hab nur ich die Show gesehen?!
B: Ha! Sicherlich nicht, das war das erste mal, dass dieser Kerl seinem Ruf gerecht geworden wäre.
A: Äh... Lisa, du warst da gar nicht mit dabei?
J: Doch, wir hatten 'ne Noricam.
B: Was für'n Ding?
Al: sie hatte eine Kamera, getarnt als Knopf am Kragen getragen... Tolle Verhaftung übrigens.
A: (verdreht die Augen) Lasst uns jetzt lieber nach...äh... diesem Typen suchen?
J: (etwas genervt) Meinst du etwas Oberleutnant Fritz Wagner? Wie kann man so einen Namen bitte vergessen?
A: (zuckt mit den Schultern) Mir liegt das halt nicht so, mit dem Namen merken und so...
J: (sieht Alex ungläubig an) Sein Name ist Fritz. Fritz Wagner, es ist kein Talent sich den Namen zu merken, viel eher besteht das Talent darin ihn sich nicht zu merken.
A: Ja und jetzt werd noch beleidigend.
AL: Jetzt reicht's aber, wir müssen da runter und diese düstere Zukunft verhindern.
A: (schnauft, wendet sich aber wieder dem Schauspiel im Tal zu) Und wie, wenn ich fragen darf, sollen wir das machen? Wir schaffen es noch nicht mal in den Graben, ohne gekillt zu werden.
B: Ach was, du bist nur zu pessimistisch, das machen wir ganz einfach.
Al: (unbeeindruckt) Aha...und wie? Hier gibt’s nichts, was uns Deckung bietet und unser Aussehen alleine schreit schon 'Erschieß mich'
J: Außerdem kann es passieren, dass die Deutschen uns auch angreifen, sie kennen uns ja noch nicht mal.
Al: (missgelaunt) Ach zum Teufel, das gibt’s doch... (stockt)
A: (verwirrt) Was ist denn jetzt los?
B: (flüstert Alex zu) Ich glaube, sie hat 'ne Idee.
A: Aha... und welche?
J: (runzelt die Stirn) Das kannst du nicht ernst meinen, oder?
Al: (sieht Jana fragend an) Warum denn nicht? Der Plan ist genial?
Li: (verwirrt) Um was geht es denn?
A: Wenn wir es herausfinden sagen wir es dir...
J: Das ist bescheuert.
Al: Wieso? Das hier ist Krieg... ich bin mir sicher, dass er hier wo is.
Li: Wer?
B: Tod? Ich dachte der ist so beschäftigt.
A: Ohhhh... NEIN, das kommt gar nicht in Frage.
Li: Wer denn?
B: Alex' Reaktion nach meinen die wohl Luci.
Li: Ohh...
Al: Und ich sage euch, das ist eine gute Idee.
A: Ist es nicht... Außerdem hat er jetzt selbst den Hintern voll Arbeit, wieso sollte er seine Zeit damit verschwenden uns zur Hilfe zu kommen... außerdem kann ich den nicht einfach rufen!
Al: Unsere gesamte Zukunft steht auf dem Spiel, Alex!
A: Aber...
J: Jetzt ruf ihn schon!
A: (eingeschnappt) Schön, wenn ihr das wollt...
Dramatisch warf sich Alex die Haare über die Schulter und sah sich kurz um. Gut, dass ihr Lisa mal erklärt hatte wie das ging. Zufrieden bemerkte sie einen Stock und hob diesen auf um damit einen Stern mit sieben Zacken in den Dreck zu malen (an dieser Stelle sei erwähnt, dass Alex eine vier in Kunst hatte und jedes Kleinkind etwas brauchbareres hätte malen können). Dann zeichnete sie vorsichtig jeweils in einen Zacken die Buchstaben S, A; L, I, G, I und A und in das Zentrum chrieb sie dann das Wort 'Mephistopheles'.
Zufrieden nickend trat sie einen Schritt zurück und nickte stolz. Jana trat derweil hinter sie und betrachtete das Gekritzel etwas kritisch.
J: Was ist ein Mephistopheles?
A: (grinst) Das ist der wahre Name des Teufels. Lucifer ist der Name des Morgensterns, des gefallenen Engels, Mephisto aber ist der Name des Höllenlords.
B: Wow, das ist mal dramatisch...
Li: (kichert) Klingt bescheuert.
B: (nickt zustimmend) Aber echt.
A: (verdreht die Augen) Muss euch ja nicht gefallen... so mal sehen... wie war das gleich?
Kurz zögerte Alex, bevor sie in die Hocke ging und ihre Hände vor den Stern legte.
A: (kurz durchatmend, dann langsam loslegend) Dico autem summo usque deorsum!
Bestia...äh... obsadingsda... das und dies!
Invocabo cecidit frater...in was-weiß-ioch! Und...äh... (stockt kurz) Irgendwas mit Contra exelsis... oder so... (richtete sich auf) Ach drauf geschissen, LUCI BEWEG DEINEN ARSCH HIERHER, ABER FLOTT!
Kurz herrschte absolute Stille und nur die Geräusche des Krieges durchdrangen den peinlichen Moment.
Unsicher sahen sich Jana und Alisa an, ehe sich Alisa leise räusperte.
Al: Äh, Alex? Ich glaube nicht das...
L: Na da schau an, wer sich in solch düstere Zeiten verirrt hat.
Überrascht drehten sich alle (Alex mit eingeschlossen) um und starrten den Höllenfürst verwirrt an.
Blinzelnd fing sich Alex als erste wieder.
A: (erfreut) Hey, da bist du ja.... und du hast dir die Haare immer noch nicht geschnitten.
L: Warum hätte ich sie mir schneiden sollen?
A: Äh... ach stimmt, unser Gespräch auf dem Woodstock hat noch gar nicht stattgefunden... ist egal...
Li: (etwas irritiert) Aha...und weswegen seid ihr hier? Sicherlich nicht wegen der... Bombenstimmung.
Kurz herscht absolute Stille, ehe Lisa loslacht.
L: Bombenstimmung, jetzt versteh ich das... weil... (wird ernst) Warte... das ist gar nicht witzig.
A: (schnauft) Ganz ehrlich Lisa-
J: Alex! Konzentration.
A: Ah...ja.. Luci?
L: (zieht eine Braue hoch) Jah?
A: Wir könnten eventuell deine Hilfe gebrauchen.
L: Und warum, meine Liebe, sollte mich das interessieren?
A: (etwas beleidigt) Weil wir nicht zum Spaß hier sind, sondern um die Zerstörung der Welt wie wir sie kennen zu verhindern.
L: (gespielt unwissend) So? Aber was kann ich denn da machen? Es gibt das göttliche Gebot, dass sich kein Übernatürliches Wesen jemals in das Schicksal der Menschheit einmischen darf... mit einziger Ausnahme des Schicksals natürlich.
A: (zähneknirschend) Also hilfst du uns nicht?
L: (ginst hinterlistig) Was hätte ich davon?
Alex stöhnte frustriert auf und überlegte für einen kurzen Moment, ob sie die Mission mit einem heftigen Tritt in Lucis Hinter gefährden würde. Janas warnenden Blick nach zu urteilen war es das. Mist.
A: (genervt) Und was würdest du gerne haben wollen?
L: (zuckt grinsend mit den Schultern) Ich bin der Teufel, mittlerweile müsstet ihr wissen, was ich begehre.
A: Großbußige Blondienen die sich dir nur zu gerne hingeben?
L: (verdreht die Augen) In diesem Fall nicht.
B: Echt jetzt? Wow... hat das jemand zufällig gefilmt, das glaubt mir sonst niemand!
J: Betty, jetzt nicht...
A: Ok, was willst du?
L: Was ich immer will. Eine Seele, ein Gefallen.
Al: Warte... was?
A: (schlägt sich gegen die Stirn) Ah... die alte Leier wieder... Reichen dir die Seelen nicht, die dir der Krieg einbringt.
L: Bei meinen Dämonen, natürlich. Es sind so viele, dass wir einige im Totenreich zwischenlagern müssten, der alte Knochenbeutel ist deswegen stinksauer. Wir sind vollkommen ausgelastet. (lacht, als hätte er einen guten Witz erzählt)
A: Und warum dann die Seele?
L: Ich begehre in diesem Fall eine bestimmte Seele.
B: (stöhnt genervt) Awww man, müssen wir jetzt wieder jemanden jagen gehen?
L: (neigt den Kopf breit grinsend zur Seite) Aber nicht doch, die eine Seele befindet sich genau in Reichweite.´Ich will sie auch noch nicht heute einfordern, aber daas Versprechen, dass sie mir gehört.
J: (seufzt) Schön, meinetwegen, wenn es für das Wohl der Menschheit ist, werden wir diese eine Seele auch noch opfern können, wer ist es?
Der Teufel grinste einen Moment bösartig, die Situation offensichtlich genießend, ehe er seinen Blick direkt auf Alex richtete und sie bedeutungsvoll ansah.
L: (zeigt auf die etwas unsicher wirkende Alex) Ihre.
B: Wus?
Al: (irritiert) Du verarscht uns, oder?
J: Warum zum Teufel sollte jemand die wollen?
A: (sieht beleidigt zu ihren Freunden) Also das wird jetzt etwas beleidigend!... (erstarrt) Warte... (sieht entsetzt zu Luci) Warum zum Teufel... äh... sorry... warum bei allen guten Geistern solltest du meine Seele wollen?!
L: (zuckt mit den Schultern) Ich hab so meine Gründe.
Li: Aber du und Alex-
A: Wage es noch nicht einmal dieses Satz zu beenden!
J: wir können doch ncht einfach Alex verkaufen!
Al: Warum nicht?
Alle starren Alisa an.
Al: (zuckt mit den Schultern) Was denn? Die werden sich doch eh mal voll gut verstehen und so...
A: (entsetzt) Das Rechtfertigt aber noch keinen Verkauf meiner Seele... (dramatische Pause) an IHN (deutet mit beiden Armen in Lucis Richtung). Das ist einfach nicht fair... ich meine... warum kriegt ihr alle voll den tollen Partner (sieht stockend in Janas Richtung) und Witwenrente und ich kriege...(sieht feindselig zu dem amüsierten Lucifer) IHN?
Der Höllenfürst hörte sich Alex' Ausbruch geduldig an, zog aber die Aufmerksamkeit aller
wieder auf sich indem er sich einmal geräuschvoll räusperte.
Als sich Alex ihm zuwenden wollte, stellte sie überrascht fest, dass Luci genau vor ihr stand und ehe sie einen Schritt zurückweichen konnte hatte er bereits seinen Arm um ihre Hüften geschlungen, sie jetzt an sich ziehend.
L: Warum nur stemmst du dich immer wieder gegen mich? Ich bin der Teufel, schon vergessen? (raunt ihr leise zu) Außerdem kenne ich die tiefsten Wünsche und Begierden eines Menschen und ich weiß, dass du mich nicht halb so sehr verachtest, wie du tust.
A: (tut möglichst unbeeindruckt) Aha, und was findest du an mir so interessant?
L: (grinst) Du unterhälst mich, ich möchte sicher gehen, dass ich dich noch eine ganze Weile für mich behalten und nicht riskieren, dass dich mir Gott wegschnappt.
A: (dreht den Kopf weg und versucht ihn von sich zu schieben) Vergiss es...
Lucifer zuckte mit den Schultern und ließ von ihr ab, machte auf dem Absatz kehrt und begann wegzumarschieren.
L: Bitte, so sei es, aber dann lebe mit der Schuld, deinen Freunden aus Eigennutz nicht geholfen zu haben.
Alex musste noch nicht einmal zu ihren Freunden schauen um die vorwurfsvollen Blicke zu sehen. Ergeben ließ sie die Schultern hängen und eilte dann hinter Luci her, ihm am Oberarm fassend.
A: Warte... ok, du kannst sie haben... meine Seele.
L: (dreht sich herum, ein triumphales Grinsen auf den Lippen) Hervorragend.
A: (sieht ihn unsicher an) Äh.. und muss ich jetzt irgendetwas dafür tun?
L: (zuckt mit den Schultern und streckt ihr die Hand hin) Schlag ein und gib mir dein Wort, dass du mir deine Seele überlässt.
A: (runzelt die Stirn) Das wars?
L: (nickt) Das wars. Die Show mit dem Blutvertrag und so, zieh ich immer nur des Effekts wegen ab, aber in diesem Fall kann ich es mir sparen, ihr wisst, dass ich mächtig bin und du wirst mir deine Seele geben, ende vom Lied.
A: Der Vergangenheits-Luci ist echt ein Arsch... (seufzte und sieht dem Teufel fest in die roten Augen) Schön, Lucifer hiermit gebe ich dir mein Wort, dass meine Seele von heute an dir und nur dir gehört. (zögert kurz, ergreift dann aber Lucis Hand und schüttelt sie kurz)
L: (zufrieden) Perfekt, nun gut. Sag mir, wie ich euch helfen kann.
A: (wischt sich die Hand ausgiebig an der Hose ab) Nun... wir suchen einen Oberleutnant... äh...
J: (genervt) Oberleutnant Fritz Wagner, du Hohlkopf.
A: (verdreht die Augen) Sei nett zu mir, ich hab gerade meine verdammte Seele an diesen Flammenwerfer verschenkt!
L: (lacht amüsiert auf, nickt dann aber) Ich glaube ich weiß, wen ihr meint.
A: Ernsthaft? Gibt es nicht mehrere?
L: Doch, einige... aber nur einen Oberleutnant... an dieser Front. Was ist mit ihm?
A: Es wird ein Attentat gegen ihn stattfinden und das darf auf keinen Fall passieren. Er muss den heutigen Tag überleben.
L: (sieht Alex etwas unbeeindruckt an) Das wars?
B: Eeyup.
L: Das ist ein Kinderspiel. Warum hast du mich dafür gerufen? Einer meiner niedrigeren Dämonen hätte das genauso gut machen können?
A: Und dann denen meine Seele verkaufen... nein, vielen Dank.
L: (grinst zufrieden) Also, hast du es lieber, wenn du mir gehörst?
A: (errötet) Ach sei still, machst du es jetzt oder nicht?
L: (beugt sich vor und flüstert Alex ins Ohr) Das werte ich dann als ein 'Ja'. Ich freue mich wahrlich darauf, in ferner Zukunft deine Bekanntschaft zu machen. (richtet sich auf) Seht die Sache als erledigt, diesem Typen wir heute niemand etwas antun. Mein Wort darauf, bei (grinst und deutet auf Alex) ihrer Seele.
A: Jah... du dich auch Luci...
J: Wow, vielen Dank, Lucifer...
B: Jap, wir schulden dir was.
Al: Nein, tun wir nicht...
B: Ach stimmt...(lacht) Wir haben ja Alex verkauft.
A: (schmollt) Ich hasse euch ja so sehr...
Luci lächelt zufrieden und verabschiedete sich von allen, nur Alex fasste er noch einmal am Arm und zog sie zu sich, um sie dann anzulächeln und vorsichtig zu küssen. Augenblicklich lief die werdende Bestatterin dunkelrot an und wich, so bald sie sich von ihrem Schreck erholt hatte, von ihm zurück, ihm eine saftige Backpfeife verpassend.
A: Tschüss, Lucifer. (wirbelt herum und stampft zu ihren schallend lachenden Freunden in die Telefonzelle, ehe diese sich auflöst dreht sie sich noch einmal zu ihm um) Und verbock es ja nicht!
Lucifer bleibt gerade noch lange genug stehen um zu sehen, wie sich die Telefonzelle in grelles, grünes Licht verwandelte, ehe er sich abwandte und seine breiten, schwarzen Schwingen ausbreitete und sich vom Boden abstieß, ein ewiges Lächeln auf den Lippen.
Er konnte es kaum erwarten diese Menschen näher kennenzulernen, ganz besonders dieses eine Mädchen.
Zufrieden mit sich selbst landete er im Graben der deutschen und lieb zwischen den Soldaten herum, als wäre es ein ganz normaler Spaziergang durch den Park.
Keiner der Soldaten drehte sich nach ihm um und keiner spürte die starke Präsens des Bösen, da sie eh schon zu genüge in der Luft hing. Außerdem stumpfte der Krieg die Menschen ab und machte sie zu seelenlosen Tieren, die aus dem niedrigsten und gleichzeitig natürlichsten aller Gründe andere Menschen töteten, dem Überlebensinstinkt. Das machte es ihnen unmöglich etwas unwichtiges wie den Teufel zu sehen, er stellte keine Gefahr dar, der Franzose mit seinem Bajonetten und seinem Gewehr sehr wohl.
Endlich erreichte Luci einen kleinen Schuppen, der aus altem Blech und morschem Holz zusammen gezimmert worden war, auch hier trat er ein ohne bemerkt zu werden.
Auf dem festgetretenen Boden saßen ein General und zwei Oberleutnants um eine Karte und diskutierten belanglose Sachen, die man eh nicht umsetzen würde.
Gelangweilt lehnte sich Lucifer an die Wand, darauf bedacht, das Gewicht zu verlagern und nicht den Schuppen zum Einsturz zu bringen und wartete. Auch wenn er sich im Schuppen befand, so behielt er doch die gesamte Front im Auge und passte auf, dass niemand sich niemand an den Oberleutnant vor ihn anschleichen würde.
Unglücklicherweise geschah die nächsten drei Stunden absolut nichts und Lucifer begann ernsthaft zu überdenken, ob das nur ein Scherz von den Mädchen gewesen war. Nun, um ihrer Seelen willen hoffte er das nicht.
Die Männer hatten ihre Besprechung, so fern sie unter den gegebenen Umständen möglich war, beendet und standen nun auf, um einmal nach draußen zu sehen, bis auf den General, der seien Beine in die Hand nahm und sich vom Acker machte. Er wurde schließlich zum befehlen und nicht zum kämpfen bezahlt.
Luci folgte Fritz Wagner die nächsten Stunden überall hin, musste aber nicht einmal eingreifen, der Kerl schien ein solches Glück zu haben, dass es geradezu unheimlich war. Dennoch hielt Lucifer die Stellung, er hatte schließlich sein Wort gegeben.
Gegen Abend stellten beide Seiten das Feuer wieder für eine kurz Zeit ein und eine längere Periode der absoluten, bedrückenden Stille folgte. Fritz hatte den Mantel enger um sich gezogen und saß auf einer kleinen Holzkiste, den Blick gegen Himmel gewandt. Lucifer hatte sich ihm gegenüber an die Wand gelehnt und seien Hände in die Hosentasche geschoben.
L: Du bist ziemlich langweilig, weißt du das? Ich kann mir nicht vorstellen, wie dein unbedeutetendes Leben die Zukunft retten kann... Aber ich schulde dir Dank, mein Freund, du hast mir bei einer bestimmten Sache sehr geholfen.
Natürlich antwortete der Oberleutnant nicht, aber das hielt Lucifer nicht davon ab immer weiter zu reden.
Plötzlich aber verstummte er und drehte seinen Kopf zur Seite, die Augen zu Schlitzen verengt.
L: Na wenn das nicht eine nette Abwechslung ist.
Einige Meter entfernt stand ein etwas älterer Herr mit schlammverkrusteter Kleidung und einer sehr seltsam anmutenden Waffe in der Hand. Er sah sich nervös um und leckte sich über die rauen Lippen, ehe er sich vorsichtig weiter schob, darauf bedacht von niemanden gesehen zu werden.
Lucifer beobachtete amüsiert, wie der dann hinter einigen Kisten in Deckung ging und mit dieser... Waffe(Lucifer hatte noch nie ein solches Gerät gesehen, allerdings schien dessen Zweck, der Art nach wie er es hielt, ziemlich offensichtlich) auf den Oberleutnant zielte, der den Attentäter noch nicht bemerkt hatte.
Der Teufel trat breit grinsen Hinter den Mann beugte sich etwas über ihn.
L: So, mal sehen, was ich mit dir anstelle... du scheinst ein Auftragskiller aus einer anderen zeit zu sein. Deine Seele ist so schwarz, dass sie praktisch schon mir gehört, also wie wäre es, wenn ich sie jetzt einfordere?
Der Attentäter schauderte leicht, bemerkte aber den Teufel sonst in keiner Weise und wollte eben abdrücken, als sich ein Balken löse, den Man oben in die Wand eingearbeitet hatte, um diese zu stabilisieren und dem Mann mit solcher Wucht auf den Hinterkopf schlug, dass diesem augenblicklich der Schädel eingedrückt wurde und der Mann binnen einer Sekunde verstarb. Lucifer nickte zufrieden und nahm die neuartige Waffe an sich, die hatte in dieser Zeit nichts verloren und er hatte auch so schon genug zu tun.
Kurz sah er sich noch einmal um, ehe er seine Flügel ausbreitete und sich aus diesem widerlichen Drecksloch erhob, Zeit wieder an die Arbeit zu gehen.
So vergingen einige Jahre und Lucifer traf Alex nur noch einmal im Jahre 1969 wieder, allerdings schien sie sich nicht an ihr... Intermezzo erinnern, weswegen er davon ausging, dass sie wohl erst noch in diese Zeit reisen würde.
Danach folgten einige Jahre der absoluten Langeweile und im Jahre 2001 sollten er sich durch eine Reihe von sehr seltsamen Ereignissen (die ich hier nicht weiter ausführen kann, da es den Rahmen des Kapitels sprengen würde) Tod und er endlich anfreunden.
Eines Tages, viele Jahre nach dem ersten Weltkrieg, saß Lucifer gelangweilt in seinem Büro und starrte die Decke an.
Plötzlich verkündete ein nervtötender Ton aus seinem Computer die Ankunft einer neuen E-Mail.
Als er sie öffnete, stellte er fest, dass Sandy ihm geschrieben hatte, dass sie zwei Gäste herüberbringen würde.
Yey, keine Langeweile mehr.
Plötzlich öffnete sich die Tür und Tod trat ein, was Lucifer überrascht aufschauen ließ, nach einem leisen „Ah!“ kam eine andere, schwarz gekleidete Person hineingehüpft.
Hinter dem Schreibtisch erhob sich ein Mann Anfang dreißig, mit kurzem verwuschelten schwarzem Haar, leuchtend roten Augen. Obwohl er so blass war sah er einfach verdammt gut aus... vielleicht sollte sie Tod noch bitten ihr den Himmel zu zeigen, wie Jesus...oder am besten gleich Gott wohl aussah?Satan und Tod umarmten sich freundlich, dann erst wandte sich Alex zu.L: "Darf ich fragen wenn du mir heute mitgebracht hast?"T: "Das, mein alter Freund, ist Alex meine Praktikantin."L: "Es geschehen noch Zeichen und Wunder, schön dich kennen zu lernen. Du kannst mich Luci nennen."Freundlich lächelnd schüttelt Luci ihr die Hand.
Konnte das sein?A: "Äh ja...sehr erfreut...Luci."L: (zeigt auf die Sitzgruppe) "Setzt euch doch."A: "Ähmm..."L: "Ja, was gibt es?"A: "Nehmen sie es mir jetzt bitte, bitte nicht übel, aber ist es Absicht, dass hier alles so puffig aussieht?"Luci sieht Alex geschockt an, natürlich. Wie hatte er dieses Mädchen vergessen können und ganz offensichtlich kannte sie ihn nicht, dass hieß, das er sie heute offiziell kennenlernen würde.L: (glücklich loslachend) "Nö aber aus Klischeehaften Gründen müssen wir hier alles in Rot halten. Schön aber dass du so offen bist und ganz unter uns, ich hasse die Einrichtung auch. Sonst noch Fragen?"
Eine mausgraue Taube hopste fröhlich, so fern Tauben zu dieser Emotion fähig sind, über den Kiesweg des Stadtparks und pickte zufrieden einige Krümel auf, die aus einer Eiswaffel zu stammen schien.
Die Taube gurrte kurz und hopste noch etwas weiter, ehe sie auf dem Rasen landete, wo sie sich ausgiebig zu putzen anfing. Und ich möchte jetzt nicht das wirklich interessante und zu tränenrührende Leben dieser Taube hinunter spielen und ich bin sicher, dass es eines Tages auch ein Buch über diese Taube geben wird, aber lasst uns unser Augenmerk auf den grellen, grünen Blitz ziehen, welcher etwa zweihundert Meter südlich von dieser Taube in den Boden einschlug und einen Haufen Mädchen auf dem Boden zurückließ.
B: Woah... was ist denn jetzt passiert...
Al: Scheint, als wären wir zurück...
B: Hey... wo ist die Zeitmaschine hin?
A: (zuckt mit den Schultern) Sieht aus, als wären wir erfolgreich gewesen.
B: Hä?
A: (richtete sich auf und klopft sich den Dreck von den Sachen) Naja, da Luci offensichtlich erfolgreich war, wird der Typ nicht gekillt, der Krieg sein Kind, der seine Kinder und so weiter, die Zukunft wird blumig und toll und deswegen wird Sam nie in die Vergangenheit reisen um und um Hilfe zu bitten, weswegen wir auch keine Zeitmaschine haben.
B: Oh.. macht Sinn...
J: (steht als letztes auf, da sie im Haufen ganz unten lag) Nein, überhaupt nicht... Wenn dem so wäre, dann hätten wir Sam nicht kennengelernt und wären nie auf Zeitreise gegangen. Aber wir können uns an alles erinnern, oder? Also, sind wir in die Vergangenheit gereist... oder nicht?
Al: (blinzelt) Ähhh...
Li: (weinerlich) Jetzt hab ich Kopfweh...
A: Sehen wir die Sache als einfach erledigt und fertig, ok?
Alle sehen verwirrt an Alex vorbei und sehr zu ihrem Bedauern hört sich, wie sich jemand hinter ihr dramatisch Räuspert.
N: (bedrohlich) Oh nein, es ist ganz sicher noch nicht vorbei.
A: (wirbelt herum) Nori? Was machst du denn hier?
N: (zuckt mit ihren Schultern) Nun, ich bin aus Japan zurück und wollte dich besuchen gehen, hab aber nur einen ziemlich verwirrten Lucifer angetroffen, der sich fragt wo du steckst.
A: Und?
N: Und nun wirst du brav miot mir dahin zurückgehen und deine wundervolle Fluff-Beziehung mit ihm anfangen. HABEN WIR UNS VERSTANDEN?
A: (zuckt zusammen und salutiert) Ja, ja, natürlich... ich eile...
Vor Ihrer Wohnung blieb Alex noch einmal zögernd stehen und öffnete die Tür nur einen Spalt. Nori verdrehte ihre augen und gab ihrer Freundin daraufhin einen Tritt, dass sie ins Zimmer flog.
Als sie sich aufrappelte stellte sie fest, dass niemand da war.
Auf Noris Geheiß hin schlich sie sich zu Lucis Zimmer und stieß auch diese Tür auf, entschlossen sich mit ihm auszusprechen und das Problem aus der Welt zu schaffen.
A: Hey Luci, hast du... mal... Äh...
Vor sihr stand der Gesuchte, eine großbußige rothaarige Frau in Lederkluft an die Wand drückend...und eben die küssend. Als Alex zu sprechen begonnen hatte, hatte er einen Satz von der Frau weggemacht und sah Alex entsetzt an. Bei näherem Hinschauen stellte Alex fest, dass die Rothaarige ein Dämon im Außendienst war.
L: Alex... Ich... das ist jetzt...
A. (hebt die Hand) Schon gut... ich meine...ich bin ein paar Stunden weg... und du hast Bedürfnisse, nur klar, dass du dir eine Dämonin rufst um diese zu befriedigen... dafür hast du sie ja... (räuspert sich) Ich warte dann mal... draußen...
Mit neutralen Gesichtszügen trat Alex wieder zu Nori, die alles mitbekommen hatte und zwischen verwirrt und stinksauer stand.
N: Den bring-
A: Passt schon...
N: Aber!
A: Nein, ist schon in Ordnung... du musst mir nur schnell bei was helfen...
N: Warum?
Plötzlich ging die Tür auf und Luci kam herausgestolpert, von der Dämonin fehlte jede Spur.
L: Hör zu, ich weiß jetzt wie daas rüber kam und-
A: Hör mal, Luci. Ich mag dich wirklich und alles, aber das mit uns würde ich nicht funktionieren-
L: (etwas nervös) Nein, wirklich, ich hatte nicht mit ihr... und ich werde auch keine Mädchen mehr anbringen und-
A: (schüttelt den Kopf und lächelt) Nein, nein, schon in Ordnung, schlaf mit wem du willst. Ich steh dir nicht im Weg, wirklich... außerdem würde die Beziehung nicht funktionieren, weil ich bereits eine habe.
L: Aber ich... was?
A: (nimmt Noris Hand ihn ihre und lächelt sie verliebt an) Ich hab endlich meine Nori wieder und sie uns ich sind jetzt seit einigen Jahren zusammen...und ich … wir lieben uns, deswegen wird das mit uns auch nichts Luci...Sorry.
L: (sieht zwischen Alex und Nori hin und her und nickt langsam) Ich verstehe... tut mir leid... ich freu mich für euch... wirklich... Na, dann... schön das du wieder da bist, Nori.
N: (nickt langsam, spielt aber sonst überraschend gut mit) Äh... jah... freut mich auch dich wiederzusehen...
Die Beiden nickten sich kurz zu, ehe sich der Teufel zurück in sein Zimmer schlich, als sich Nori zu Alex umdreht, sah sie nur noch, wie diese auch ihre Zimmertür zuschmiss.
N: Mist.