Ein ganz normaler Tag(?), Die verrückteste WG der Welt

Wie ich Tod in Berlin verlor...oder so

 

B: Heii Tod.

T: Oh mein Gott, Betty, hast du mich erschreckt. B: Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken.

Tod erhob sich aus seinem schwarzen Sessel und kam auf Betty zu.

 

T: Was, bei allen Seelen, machst du bitte hier? B: Naja, ich habe Alex gesucht, aber Zuhause und auf Arbeit war sie nicht. Und in die Hölle wollte ich nicht, weil Luci es mir mal verboten hat.

Tod kratzte sich am Hinterkopf und betrachtete den Freak mit den glitzernden Augen.

T: Ehrlich gesagt habe ich Angst davor, mit dir alleine im selben Raum zu sein.

B: Ach komm schon, was habe ich dir bitte schon getan? Ich habe dich sogar mit Phillip verkuppelt, das reicht doch! T: Ähem, das war gegen meinen Willen?! B: Gott, bist du eine Pussy!

Betty machte einen Schritt vor, woraufhin Tod ängstlich zurückwich.

T: Weiche von mir, Tochter der Dämonen.

Er machte mit den Fingern ein X und wich noch weiter zurück.

B: Hallo? Du kennst doch Lucis Dämonen T: Glaub mir, du bist eine ganz eigene Kategorie von Dämon.

B: Was soll denn das jetzt heißen?

Wieder wich Tod ein paar Schritte zurück und stieß gegen die Wand.

T: Ok, ok, wie wäre es damit: Ich erzähle dir eine kleine Geschichte, bis Alex hoffentlich bald auftaucht.

B: Oh, ja bitte! Eine Geschichte!

Tod plaziert den verrückten Einhornfan auf dem großen Sofa und fing an zu erzählen:

Wie Tod verloren ging:

 

„Ach ja, Berlin, die Stadt der Döner und Currywürste.“

Lachend hüpfte Alex aus dem Flughafengebäude und knallte erst einmal ordentlich in einen japanischen Touristen. Tod und Luci folgten breit grinsend.

„Man Alex, du bist so ein Trottel.“

Sich entschuldigend buddelte sich Alex unter dem Pärchen heraus und sah Lisa an, welche sich kopfschüttelnd neben Tod gestellt hatte.

„Ja, ja schon Recht... Also, was machen wir als erstes?“ „Ich wäre für den jüdischen Friedhof.“, meldete sich Tod auch schon. „Quatsch, wir gehen ins Rotlichtviertel!“ Alle sahen Luci etwas verstört an und schüttelten entschieden den Kopf. „Ich für meinen Teil will ins Madame Tussands, oder Alex?“ „Och, da war ich aber schon und ich will nicht schon-“ „ICH WILL ABER!“

Alle sahen sich wieder kurz an und nickten dann ergeben. „Gut, dann bringen wir aber erst das Gepäck ins Hotel und dann gehen wir meinetwegen ins Wachsfigurenkabinett.“ Gesagt, getan und keine Stunde später standen sie auch schon vor dem Gebäude.

Dank des späten Nachmittags mussten sie auch nicht allzu lange anstehen.

Drinnen wurde sie vom Berliner Bürgermeister empfangen, natürlich dem Wachsdouble.

Tod sah sich alles recht fasziniert an. Zwar waren die Figuren nicht als total umwerfend zu bezeichnen, aber doch recht interessant. Lisa und Alex ließen sich von Luci neben fast jeder Figur fotografieren. Am Ende kamen sie zu einer Sonderausstellung mit dem Namen „Fantasiegestalten&Superhelden“. Neben Spiderman und Hulk fanden sie dann doch tatsächlich eine Darstellung vom Teufel.

Dieser Teufel war etwas kleiner, hatte lange schwarze Hörner, leuchtend rote Haut und Ziegenbeine. Luci starrte seine Abbildung teils wütend, teils frustriert an. Alex lachte nur und fotografierte die Beiden einfach.

Als sie endlich wieder nach draußen traten begann die Sonne bereits unterzugehen und sie teilten sich in zwei Grüppchen auf, Luci und Lisa wollten angeblich das Brandenburger Tor besichtigen gehen, während Alex und Tod sich sehr für das Sony-Center interessierten.

Fasziniert betrachtete Tod alles um sich herum und schwärmte nur so von der Architektur, während Alex nur gelangweilt gähnte und dann plötzlich einen Gratis-Kuchen-Stand entdeckte. Als sich Tod das nächste mal nach Alex umdrehte war diese auf mysteriöse Art und Weise verschwunden. Zögernd stand Tod alleine auf dem Platz und wusste nicht so recht weiter. Mit seinen Augen suchte er verzweifelt die Menge ab, doch alles war verschwunden.

 

„Oh, das muss echt schlimm für dich gewesen sein... Ich bin auch nicht gerne alleine.“ Betty sah Tod etwas betreten an. „Und dann? Was ist dann geschehen?“ Tod seufzte und schenkte sich noch einen Wodka ein, den er dann auch gleich trank.

Nachdem Tod also festgestellt hatte, dass es sinnlos war weiter nach Alex zu suchen, machte er sich auf dem Weg zum Brandenburger Tor. Zumindest war das der Plan, dummerweise ließ aber Tods Orientierungssinn sehr zu wünschen übrig und er landete an der Berliner Mauer.

Nun endgültig frustriert stapfte Tod zu einem kleinem Café und machte es sich dort bequem.

Seufzend beobachtete er die draußen vorbeistreifenden Leute, dummerweise verhedderte sich die Kellnerin in seinem Mantel, welchen er unbeachtet neben sich hatte fallen lassen und stürzrte. Den Krug voll Wasser, den er in den Händen gehalten hatte flog ein mal im hohen Bogen durch die Luft und entleerte seinen Inhalt schön auf Tods Kopf.

Als die Anlage des Cafés auch noch „Tell me baby are you wet?“ spielte war ziemlich klar wer dahintersteckte.

„Schicksal!“, knurrte Betty und nickte mit den Zähnen knirschend. Betty setzte schon zu einer Schimpftirade an, als Luci hereingestürmt kam.

„Tod...und Betty?! Was machst du denn hier?“ Tod zuckte nur mit den Schultern.

„Alex ist verschwunden und Betty hat scheinbar kein eigenes Leben mehr. Jetzt hab ich ihr die Story erzählt wie wir Alex in Berlin verloren haben.“

„Ach genau, wegen Alex es ist... oh die Geschichte? Das war lustig.“ Tod schnaufte nur abfällig.

„Ja total witzig...“

Betty sah nur unbefriedigt zwischen den beiden hin und her. „Und? Wie ging es jetzt weiter?“

Luci kicherte leise als er sich an das „Abenteuer“ erinnerte. „Nun ja, wo wart ihr denn?“

„Tod war an der Stelle, wo er verloren gegangen ist.“ Luci nickte bedächtig und erzählte seinen Teil der Geschichte:

Als Luci und Lisa endlich das Tor erreichten, standen sie etwas belämmert herum. „Ähem und jetzt?“

Luci zuckte nur mit den Schultern.

„Keine Ahnung...was finden die Menschen nur daran?“

Lisa schüttelte nur den Kopf und machte machte kurz ein Foto mit ihrem Handy.

„Und jetzt?“

„Du wiederholst dich...“

„Ja und?“

„Lass uns in irgendeine Bar gehen.“

„Hmmm...ok“

Also suchten sie nach einer netten Wirtschaft und fanden nach wenigen Minuten tatsächlich die Bar

„Zum neonpinken Wodkaaa“. Innen war alles in einem grässlichen schwarz-rosa gehalten.

„Ist das ein Puff?“

Luci lachte vergnügt auf und schüttelte den Kopf. „Man merkt dass du eine Freundin von Alex bist. Kaum zu glauben wen sie alles kennt. Aber warte erst einmal ab bis du die Besitzerin siehst, dann wird dir alles klar. Sie ist noch recht jung hat sich aber in der Hölle einen nicht zu verachtenden Namen gemacht.“ Summend marschierte Luci auf die Theke zu. Nur zögernd folgte ihm dann auch Lisa und bekam gerade noch mit, wie er einen doppelten Bourbon bestellte und schloss sich gleich mit einer Bloody Mary an. Plötzlich betraten vier Männer in schwarzen Nadelstreifenanzügen mit leuchtend pinker Krawatte den Raum. In ihrer Mitte zerrten sie einen langen, schwarzen Sack mit sich.

Wer oder was auch immer sich in ihm befand, er/sie/es wehrte sich ziemlich heftig.

Hinter ihnen kam eine junge Frau durch die Tür. Ihr langes Haar hatte sie hochgesteckt und sie trug ein langes rotes Kleid mit Pelzbesatz am unteren Ende.

Auf ihren knallroten Lippen lag ein leicht arrogantes Lächeln und ihre grünen Augen blitzen auf als sie Lisa erblickte. Lisa für ihren Teil lachte ebenfalls überrascht auf.

[Anmerk.d.A.: Ich möchte mich an dieser Stelle bereits im Voraus für den gleich folgenden grausamen russischen Akzent entschuldigen ;D]

„Lisrcha was macht hier kleine Freundin, aus Schultagen alte?“ „Hey, Jeannine! Ich dachte du wärst zurück nach Russalnd um die Firma deiner Mutter zu übernehmen.“

„Ircchh sein gewesen dort, aber nun irchh sein in Deutschland zurück.“

„Ahaaa...und wer sind diese Männer dort?“ „Das sein nur kleine Freunde.“

Lisa entschied sich dafür einfach nur zu nicken und beobachtete wie die Russin dem Barkeeper herrisch zunickte. „Hey! Jungä bring Wodka!“

Der Junge zuckte erschrocken zusammen und beeilte sich der Bestellung nachzukommen. Als Jeannine endlich ihre Bestellung bekam, erreichten die Männer die andere Seite des Raumes und verschwanden durch eine Tür.

Fragend sah Lisa zu Luci und musste zu ihrem Entsetzen feststellen, dass der Höllenfürst der Russin durchaus nicht abgeneigt war. Für diesen Fall hatte Alex ihr einen Zettel gegeben (Rückblick: Kurz bevor sie den Flieger verließen trat Alex noch einmal an Lisa heran und reichte ihr einen zusammengefalteten Zettel. „Hier, nur für den Fall dass Luci der Meinung ist jemanden anbaggern zu müssen und es entweder jede Menge Ärger bedeutet oder wenn wir sie..oder ihn, das kann man bei Luci nicht so genau sagen, kennen. Ok?“)und den holte sie jetzt heraus und faltete ihn auseinander. Da standen aber nur acht riesige rote Buchstaben und ein fettes Ausrufezeichen: TRITT IHN!

 

Lisa zuckte nur mit den Schultern und holte aus. Luci hatte seine liebe Not einen Schrei zu unterdrücken, verdammt das war echt eine von Alex Freundinnen!

„Lass deine Pfoten von ihr!“, zischte sie auch noch zusätzlich, damit die Botschaft auch echt ankam.

Luci zog nur provozierend die Brauen hoch und meinte nur anzüglich:

„Keinen Grund eifersüchtig zu werden, wir können ja einen flotten Dreier machen.“

Das brachte ihn dann einen zweiten Tritt ein, das ihm Hören und Sehen verging.

„Was hast du gesagt, Mann von von Lisrcha.“ Sofort viel Beiden die Kinnlade herunter.

„Mann von wem?!“

Lisa nickte nur bestätigend zu Luci.

„Der kann ja nicht einmal eine Kartoffel ordentlich befriedigen! Was will ich denn mit dem.“ Und leise murmelte sie noch ein. „Den kann Alex gerne behalten...“

Jeannine sah nur verwirrt zwischen den Beiden hin und er, so das sich Lisa dazu verpflichtet fühlte es noch genauer zu erklären: „Jah, also Alex, du kennst sie sicher noch, hat in einem Preisausschreiben gewonnen und da Betty, eine andere Freundin die du nur vielleicht noch kennst,konnte nicht mitkommen da ihr Manager sie nirgendwo hingehen lässt bis sie ihr Kunstwerk fertig hat und sie Phillip...ne das geht jetzt zu weit. Also kurz, sie hat mich eingeladen und jetzt sind wir halt hier. Also zu viert, nur die anderen sind halt nicht da. Was jetzt klingt wie eine schlechte Lüge um zu verheimlichen, dass ich mit Luci hier in den Flitterwochen oder so bin...was ich nicht bin und jetzt habe ich mich selbst verwirrt... Ich sollte gehen ich habe den Ofen angelassen und wahrscheinlich brennt jetzt mein Hund, das tut er nämlich ganz gerne und...ha ha ha...ja.“

Kurz herrschte betretenes Schweigen, dann fiel Lisa noch etwas ein. „Apropos, Lucifer, das hier ist Jeannine, eine alte Klassenkameradin von Alex und mir. Mehr brauchst du nicht zu wissen. Wirklich nicht.“ Lisa und Jeannine sahen sich verschwörerisch an und kicherten dann böse, was bei der Russin in Hyperventilieren endete. Der Höllenfürst sah kurz irritiert und verstört zwischen den Beiden hin und her.

„Okee...? Also...nette Bar haben sie hier.“ „Iach danke. Nun guad, iach mussen jechts gehän.“ Luci und Lisa lächelten freundlich bis die Dame durch die mysteriöse Tür gegangen war und dann funkelte der Herr der Hölle seine Begleitung wütend an.

„Was zu meinem Zuhause sollte das?“

„Was?“

„Warum haben du oder Alex nie erwähnt das ihr mit dem Oberhaupt der russischen Mafia befreundet seid?“

„Befreundet? Eher entfernt bekannt...Und überhaupt, Jeannine? Niemals? Die könnte noch nicht einmal einen Hund ärgern. Wuff.“ Dann erstarrte sie kurz und überdachte das ganze noch einmal. „Oh...Cool ich habe Mafia-Kontakte... Woher wusstest du das?“ Luci sah sie herausfordernd an.

„Haloooooho, ich bin der TEUFEL?“

Lisa legte kurz den Kopf schief, sagte aber nichts und verkniff sich damit eine dumme Antwort.

„Mal was anderes, wo und wann treffen wir uns wieder mit Tod und Alex?“

„Woher soll ich das denn wissen?“

„Du bist der Teufel, du weißt doch alles.“

Luci schnaubte etwas beleidigt sah dann aber auf die Uhr . „Hmm...ich habe absolut keine Ahnung. Wir machen einfach noch ein kleines bisschen Party und dann gehen wir wieder ins Hotel. So spießig wie die beiden sind werden die ab zehn Uhr eh schon im Bett liegen.“

Lisa grinste und erklärte sich sofort einverstanden. Den nächsten Ort den sie aufsuchten war das „Fegefeuer“, eine in blutrot gehaltene Disko. Auf drei verschiedenen Dancefloors verrenkten sich die Menschen zu lauter donnernder Technomusik.

Luci spendierte seiner Begleitung noch eine Bloody Mary, worauf sie so gut drauf war, dass sie sich sogar bereit erklärte mit Luci zu tanzen.

Nur als er einmal versuchte, ihr etwas näher zu kommen, bekam er eine Backpfeife verpasst, wie sie in ihrer Stärke selten jemals eine vergeben wurde. Wahrscheinlich konnte der DJ auf der anderen Seite der Tanzfläche das Patschen noch hören.

Als sie endlich nach nur zwei Stunden das Lokal verließ war der Teufel ordentlich angesäuert.

Nicht zuletzt weil Lisa nicht einmal halb so trinkfest war wie erwartet und nun auf Lucis Hilfe angewiesen war und zum zweiten war sie, als er gerade eine hübsche Blondine in das Hinterzimmer gebracht hatte und sie gerade dabei war...diverse Mundübungen an einem ganz bestimmten Körperteil zu praktizieren, einfach hereingeplatzt und das Mödchen zielsicher vollgereiert.

„Weißt du eigentlich, das du schlimmer bist als jeder Keuschheitsgürtel?“, knurrte er nur und sah auf die rotzedichte Lisa herab.

Der Einfachheitshalber fasste er sie mit einer Hand unter den Kniekehlen und mit der anderen an ihrem Rücken und trug sie dann einfach im Braut-Style.

Gerade als er in eine dunkle Seitengasse einbog knallte er gegen etwas Weiches.

Luci hatte wieder einmal seine liebe Not auf den Beinen zu bleiben und schaffte es nur gerade so, die Person in die er gerannt war hatte nun einmal nicht so viel Glück und landete auf ihren Hosenboden. Lucifer setzte schon an um laut loszuschimpfen, als er den anderen erkannte.

„Oh, hey Tod. Was machst du denn hier? Und wo ist Alex? Und warum siehst du so scheiße aus?“

Als Tod Luci sah schrie er erfeut auf und fiel ihm um den Hals. „Gott sei Dank, da bist du ja! Ich dachte schon ich komme hier niemals heraus!“

„Ja und das war die Geschichte wie ich Tod gefunden habe. Ende.“ Betty blinzelte verdattert.

„Äh...und wann war das?“

Tod und Luci sahen sich kurz an.

„Öh, Vorgestern?“

„Und ihr habt Alex nicht wiedergefunden?“ „Nop, Luci, Lisa und ich habe den ganzen Tag gesucht, aber puff...“ „DAS war es, was ich euch erzählen wollte!“ Erfreut starrte Lucifer in die Runde.

„Ich habe viel nachgedacht und habe die Theorie entwickelt, dass Alex von der russischen Mafia entführt wurde.“ Kurz herrschte betretenes Schweigen.

„Hä?“ Betty konnte sich nur verwirrt am Kopf kratzen. „Na, als ich mit Lisa in dieser Bar war hatten diese Kerle doch dieses Paket dabei...Wenn ihr wisst was ich meine.“ „Warte...du meinst, die Russen haben Alex?“ Betty grinste böse.

„Hallo? Lucifer, Tod und ich, Betty gegen die gesamte russische Mafia. Das ist etwas unfair, wir sollten ihnen noch Zeit geben etwas Verstärkung zu holen.“

„Nunja, dir ist bewusst, dass ich der Tod bin und unparteiisch? Das heißt ich darf mich in menschliche Geschichten nicht einmischen und-“, als Tod Bettys Blick sah verstummte er sofort. „Schon gut, ich bin dabei.“

„Braver Tod. So und wie kommen wir jetzt nach Berlin...oder müssen wir etwa schon nach Russland.“

Tod und Luci sahen sich kurz an, dann seufzte der Höllenfürst und verließ den Raum.

„Wo geht er denn hin?“

„Informationen besorgen Betty, Informationen besorgen.“ Betty seufzte und ließ lief durch den Raum. Vor Tods Hund blieb sie stehen und fing an ihn zu streicheln.

„Wie heißt er jetzt eigentlich?“

„Wer?“

„Na, dein Hund?“

„ach so, ja also der Name ist-“

Die Tür wurde aufgerissen und einer der Schatten kam hereingewabert, gab irgendso einen Zischlaut von sich und verschwand wieder. Tod nickte und holte ein Formular aus seinem Schreibtisch und füllte es ruhig aus.

„Was war das denn.“

„Hmm... wir hatten einen Toten verloren und der hat angefangen andere zu töten und die wurden dann auch zu Untoten und jah..das Problem wurde eben behoben..“

„Ihr habt eine Zombie-Aphokalypse verhindert?!“ „Jepp.“

„Warum?!“

„Weil das mein Job ist?“

„Warte, warte...DU

bist der Grund dafür, dass es keine Zombie-Aphokalypsen gibt?“ „Ja, so ziemlich.“

„Das ist blöd... Du hast Glück das du schwul bist sonst...“

Tod sah verwirrt von seinen Dokumenten auf, doch Betty knuddelte schon wieder den Hund.

Keine zehn Minuten war Lucifer wieder da. „Herrschaften wir haben Glück, die Russen sind noch in Berlin. Wir können einmarschieren, Alex retten und sind zum Abendessen wieder hier.“

„Aha und wovon träumst du Nachts? Wir können uns nicht einfach mit den Menschen anlegen!“

„Also Betty ist schon einmal ein super erster Sturmtrupp, und offiziell sind Alex und ich ein Paar, also kann ich das dann auch vor meiner Mutter hinterher rechtfertigen und du bist nur dabei um mir zu helfen. Problem gelöst.“

Tod seufzte ergab sich aber und so stapften der Rettungstrupp zum Fahrstuhl und landeten mit dem PLING das jeder kennen dürfte in Berlin vor dem neonpinken Wodkaaa.

Betty stieg als erste aus und sah die anderen an. „Und jetzt? Reinstürmen und alles töten?“ „Sei nicht albern Betty, ich bin für einen Plan. Wir müssen alle Optionen durchgehen, das sind schließlich keine Anfänger, wir müssen auch darauf achten nicht zu sehr aufzufallen und überhaupt sind sie sicherlich bewaffnet bis an die Zähne...“ Luci seufzte und legte Tod eine Hand auf die Schulter. „Spars dir, sie ist schon weg.“

„Wo ist sie so schnell hin?“

„Ich nehme an, sie ist reingestürmt. Keine Ahnung sie war einfach weg.“

Tod und Luci sahen sich an. Kurz herrschte Schweigen, dann wirbelten sie herum und stürmten in das Lokal. Ein paar sehr verstört wirkende Leute saßen an der Theke und ein paar Maschinengewehre am Boden. Verwirrt sahen sich die Beiden Männer um.

„Entschuldigen sie, aber können sie uns sagen wo die Besitzer dieser Waffen sind?“

Eine Frau löste sich zuerst aus der Starre und zeigte nach oben und tatsächlch hingen acht leblos wirkende Männer am Deckenventilator. „Wie hat sie... äh.. ich meine haben sie zufällig auch eine junge rothaarige Frau...?“

Jetzt war es ein Mann der auf die mysteriöse Tür zeigte. Tod und Luci seufzten und liefen auch gleich wieder los. Etwas nervös traten sie durch sie hindurch und standen in einem schmalen Gang, auf dessen Boden auch drei bewusstlose Männer lagen.

„Wie machst sie das nur?“

Tod zuckte nur mit der Schulter.

„Frage nie nach dem Wie, Wo, Wann oder Warum, wenn du noch nicht das „Willst du das wissen?“ noch nicht beantwortet hast.“ Luci nickte verstehend, stimmte ja. Und schon liefen sie weiter. Als sie endlich das Hinterzimmer erreichte waren sie etwas überrascht. Wieder waren lauter bewusstlose Männer am Boden, aber dieses mal war es auch Betty die am Boden lag. Die Russin stand mit einem riesigen Dauerlutscher mitten im Rraum und funkelte die beiden Männer herausfordernd an. „Was haben sie denn bitte mit Bettina gemacht? Und WIE haben sie es gemacht.“

„Das sein Geheimniss russische. Was konnen ich tun für beide Männer.“

„Ja also mein Name ist Todd...Inüber und wir suchen unsere Freundin. Da wir in die Annahme hatten, dass sich die besagte Freundiin hier befindet ist unsere andere Freundin da hereingestürmt in der Absicht sie zu retten.“

Die Russin schüttelte nur den Kopf.

„Sein sein nicht mehr mögglich ich fürchten.“ „Pardon?“

„Kleiner Mann mit Haare weiß, iach erledige meine Arbeit gründlich und kleine Frau sein tot.“

Stille.

„Wie tot?! Alex kann doch nicht einfach tot sein?“ „Aleks? Nein, das sein niacht Name gewesen. Name war Anna...iach glauben.“

„Oh... und sie wissen nicht wo Alex ist?“

„Net.“

„Oh na dann... sorry für das Chaos, wir schnappen uns jetzt Betty und gehen wieder. Bis denne!“

Schnell warf sich Lucifer Betty über die Schulter und wandte sich zum gehen. Die Russin seufzte nur und widmete sich wieder ihren Geschäften.

 

Beim Abendessen herrschte bedrücktes Schweigen.

„Und jetzt?“

Luci stocherte deprimiert in seinem Salat herum während Betty etwas lustlos auf ihren Kuchen herumkaute. Tod räusperte sich. „Kommt schon Leute, wir werden sie schon finden. Sie ist immerhin nicht tot...“

„Aber auch sonst nirgends auffindbar.“

Luci schmiss seine Gabel hin und sah Tod frustriert an. „WAS sollen wir denn jetzt machen Tod?“ Doch senkte nur den Kopf.

„Ich weiß es nicht. Mir ist das in all der Zeit noch nie passiert, dass ich einen Menschen nicht gefunden habe. Wir können nur warten.“ „Worauf? Das sie stirbt oder was?!“

Betty hob erschrocken den Blick.

„Wie sterben? Wird Alex etwa sterben?“

Wieder herrschte betretenes Schweigen.Irgendwo in der Wohnung hörte man wie sich die Eingangstür öffnete und wieder ins Schloss fiel,Schritte wurden lauter und verstummten.“ „Was herrscht denn hier für eine Stimmung?“ „Wie soll man denn gut gelaunt sein, wenn jemand denn man mag stirbt.“, knurrte Betty.

„Wer wird sterben?“

„Na, Alex wenn wir sie nicht finden!“

„Aha...und wie kommt ihr darauf?“

„Ja wie wohl, wenn sie selbst für Tod unauffindbar ist?“

„BETTY!“, überrascht sah Betty Tod und Luci an, die sie ungläubig anstarrten, dann wieder zurück zur Tür.

„HEY ALEX!“

„Hey Leu- uff“

Als sich die drei Menschen auf sie stürzten ging Alex zu Boden wie ein nasser Sack.

Es dauerte ewig bis die drei von ihr abließen. Betty strahlte am meisten.

„Dann kannst du ja endlich wieder neuen Kuchen backen der alte ist schon etwas hart!“

„Kein Problem...au ich glaube meine Rippe ist gebrochen.... Habt ihr mich echt so vermisst?“

„Vermisst? Betty hat die halbe russische Mafia verprügelt um dich zu finden! Und Luci wurde schon ganz Depressiv! WO. WARST. DU?!“ Alex lächelte betreten.

„Ja also... als ich den Kuchen gegessen habe, kam mir ein Gedanke. Warum heißt die Unbenannte Zwischendimension, unbenannte Zwischendimension? Und warum konnte ich ihr keinen Namen geben? Also hab ich mir deinen Fahrstuhl ausgeliehen und bin hingefahren. Aber bei aller Liebe, jetzt ist mir klar warum man sie unbenannt gelassen hat... Ja und dort habe ich ein paar nette Leute kennengelernt und eins kam zum anderen... ja. Das wars.“ „DAS WARS?! DAS WARS?!!! Wir haben die halbe Welt nach dir abgesucht und du warst in einer anderen Dimension!“ „Beruhige dich doch Luci, ich habe dafür ein paar neue Repzepte.“ Lucifer warf wütend die Hände in die Luft und stand schwungvoll auf. „NA DANN IST JA ALLES GEKLÄRT!“ Damit stiefelte er wütend hinfort.

Fragend sah Alex zu Betty die aber selbst nur mit den Schultern zuckte.

„Mal was anderes. Tod, wann zieht den Phillip endlich zu uns?“ „Ich habe keine Ahnung, ich habe auch schon lange nicht mehr mit ihm gesprochen.... Hör auf mit dem Themawechsel! Das war nicht ok!“

„Ja Schande über mich.“

Betty verschränkte stur die Arme.

„Nein, nein so geht das nicht. Du kannst nicht eine Woche lang verschwinden und dann wieder auftauchen als wäre nie etwas gewesen!“

„Ich backe dir einen Kuchen?“

„Regenbogen?“

„Klar.“

„Ok. Alles wieder gut.“

So setzten sich die drei ins Wohnzimmer und unterhielten sich noch etwas.

„Wo ist eigentlich Lisa?“

„Die ist zurück nach Hause gefahren, aber sie wird uns sicher wieder mal besuchen.“

„Aha, na dann. Und Luci? Warum ist der so angepisst?“ Tod zuckte nur mit der Schulter.

„Wer weiß.“

„Was hast du für ein Repzept gelernt?“

Alex zwinckerte nur verschwörerisch.

„Nächstes Kapitel, Betty.“