Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Robert Musil · Kapitel 6 von 35

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Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Am nächsten Tage wurde Basini unter Kuratel gesetzt.

Nicht ganz ohne einige Feierlichkeit. Man benützte eine Morgenstunde,

während welcher man sich den Freiübungen, die auf einer großen Wiese im

Parke stattfanden, entzogen hatte.

Reiting hielt eine Art Ansprache. Nicht gerade kurz. Er wies Basini darauf

hin, daß er seine Existenz verscherzt habe, eigentlich angezeigt werden müßte

und es nur einer besonderen Gnade zu danken habe, daß man ihm vorläufig die

Schande einer strafweisen Entfernung noch erlasse.

Dann wurden ihm die besonderen Bedingungen mitgeteilt. Die Überwachung

ihrer Einhaltung übernahm Reiting.

Basini war während des ganzen Auftrittes sehr bleich gewesen, hatte jedoch

kein Wort erwidert und aus seinem Gesichte war nicht zu entnehmen gewesen,

was währenddem in ihm vorgegangen war.

Törleß war die Szene abwechselnd sehr geschmacklos und sehr bedeutend

vorgekommen.

Beineberg hatte mehr auf Reiting als auf Basini geachtet.