Briefe von Goethe an Lavater aus den Jahren 1774 bis 1783

Johann Wolfgang von Goethe · Kapitel 40 von 46

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Briefe von Goethe an Lavater aus den Jahren 1774 bis 1783

Kapitel 37

 

Du hattest l. Bruder eine Abschrifft meiner Iphigeni für den General Koch

verlangt, ich schlug es ab, weil ich sie noch einmal durchgehn wollte, dieß ist,

zwar leider nach meinen Umständen nur flüchtig geschehen.

Gegen Weynachten kann eine Abschrifft fertig seyn. Willst du sie nun an den

General schicken? oder soll ich es thun?

Im lezten Fall schreibe mir wo er sich aufhält, seinen Tittel, ob er die

Exzellenz hat &c. daß man mit einem solchen Fremden in Curialibus nicht

anstose. Lebe wohl, schreibe mir bald und liebe mich. Mit meinem Leben rückt

es starck vor, und ich fange nun bald an zu begreifen warum wir, sobald wir uns

hienieden einzurichten angefangen haben, wieder weiters müssen. Tausendmal

Adieu.

 

d. 26. Nov. 81.

 

G.