Leandro & Nanni, Bis zu den Sternen
Betti
Nanni
Ich hatte Lena noch am selben Abend von meinem Streit mit Leandro erzählt.
Meinen Vorschlag mit nach Alaska zu kommen jedoch, hatte ich verschwiegen.
Ich war mir im Klaren darüber was Lena denken würde. Nun saß ich im Café während ich Mittagspause machte. Ich hatte einige meiner Stunden mit denen von Betti getauscht, damit ich das Geld für Leandros Familie
Möglichst schnell zusammen verdienen würde. Ich würde ihm das Geld trotzdem schenken, auch wenn ich nicht mit ihm kommen würde.
Es war mir wichtig. Es bedeutete mir etwas. Zur Mittagszeit kamen kaum Gäste, der große Aufschub kam erst zur Abendzeit. Ich lehnte meinen Kopf an die Stuhllehne, als in diesem Moment Betti durch die Tür geschossen kam. „Oh mein Gott!“, kommentierte sie und lies sich neben mir auf den Stuhl fallen. „So viele Gäste! Wie sollen wir da bloß die ganze Arbeit schaffen?“
Ich lachte. „Ich fürchte, wir werden einige von ihnen verhungern lassen müssen.“
Betti nickte zustimmend und legte sich mit todernster Miene die Hand auf die Brust.
„Warum bist du hier?“, fragte ich sie.
„Ich wollte nur kurz die neue Lieferung abstellen. Sie steht vor der Tür.“
Schon praktisch mit einem Führerschein dachte ich mir. Aber darauf würde ich wohl noch zwei Jahre warten müssen. Ich half Betti die Kisten ins Cafe zu schleppen und die ganzen Schnapsflasche, Gläser, Pulver und Sirupe in die richtigen Regale einzuordnen.
„Danke.“. Ich nickte Betti zu.
„Keine Ursache.“ Sie hob die Schultern. „Sehn uns dann heute Abend zur Karaoke Party.“
Die Karaoke Party versprach voll zu werden. Bereits über 15 Paare hatten sich im Voraus Karten bestellt und Tische reservieren lassen. Mit einem extra Drink, guter Stimmung und cooler Musik verwandelte sich das Café in den Abendstunden in eine coole Bar. Ich zog meine Jacke vom Stuhl.
Ich würde mich auch mal auf den Weg zurück machen. Das Café würde bis heute Abend geschlossen bleiben.