Leandro & Nanni, Bis zu den Sternen

Anna K. · Kapitel 15 von 35

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Leandro & Nanni, Bis zu den Sternen

Unsanftes Erwachen mit Blumen

 

Es war Nachmittag.

Ein sonniger Nachmittag und Lena und ich spielten auf der Wiese Fußball.

Ich hege keine Besondere Leidenschaft für Fußball aber ich hatte den Tag nicht drinnen

Verbringen wollen, wo ich womöglich noch auf Leandro gestoßen wäre.

Auf zwanzig Metern Entfernung schossen wir den Ball hin und her. Plötzlich stoppte Lena den Ball mit ihrem Fuß. „ Wollen wir uns Tore aufbauen?“

„Klar, gerne.“ Ich dachte einen Moment nach. „Ich müsste noch ein wenig weiße Sprühfarbe von Halloween haben. Ich geh sie nur schnell holen.“

Sie nickte und machte es sich auf dem Rasen bequem. Kurz drauf kam ich mit zwei halbvollen Flaschen zurück. „Hier.“ Ich warf Lena die Eine davon zu. Gemeinsam sprühten wir uns Tore. „Ey, deins ist doch viel kleiner!“ Ich blickte auf und schaute ihrs an. „Stimmt doch gar nicht! Was erzählst du denn da? Deins ist mindestens einen halben Meter kleiner als meins!“ Ok, vielleicht hatte ich ein bisschen übertrieben.

Meine Freundin runzelte die Stirn und trat 5 Meter zurück. „Von hier sehn sie gleich groß aus.“ Sie rollte mit den Augen. „Ist doch auch egal, lass uns spielen!“, und schoss den Ball gerade, als ich die Sprühdose hinter mich warf.

„Nanni!“ Der Ball der von Lena geschossen kam knallte mir mitten ins Gesicht.

Um mich wurde es schwarz.

 

Das Bett in dem ich wieder zu mir kam war mein eigenes. Hatte ihr nur geträumt? Doch dann kam der Kopfschmerz und eine heiße Welle raste durch meinen Kopf. Ich stöhnte.

„Ist sie wach?“, hörte ich eine besorgte Stimme. „Ich glaub schon.“ Das war eindeutig Lukes Stimme. Flatternd machte ich die Augen auf, um sie dann geblendet wieder zu schließen. Eine Hand umfasste meinen Oberarm. „Nanni, bist du ok?“, fragte Lena.

Ich nickte schwach.

„Natürlich ist sie nicht ok!“, kommentierte Martin. „Du hast ihr soeben einen Ball mitten ins Gesicht geschossen!“ „Es war ja keine Absicht!“, äußerte sich meine Freundin beleidigt. Plötzlich hörte ich eine Tür knallen und mit einem Windstoß erreichte mich der Parfumgeruch von Lavendel. „Kinder, beiseite!“, hörte ich Bella schimpfen als sie sich einen Weg durch die Menschenmenge zu meinem Bett suchte.

Sie hob meine Augenlider und schüttelte ihre Hand vor meinem Kopf. Ich lächelte leicht. „Geht schon.“, flüsterte ich. Sie ließ meine Augenlider los und packte mir stattdessen einen blauen nassen Waschlappen auf die Stirn.

„Alle aus dem Zimmer!“, befahl sie und scheuchte die anderen Kinder hinaus.

„Du auch!“, fauchte sie Lena an. „Das Kind braucht Ruhe und Schlaf!“

Mit eingezogenen Schultern verließ Lena das Zimmer. Sie tat mir ein wenig Leid.

Ich hatte wirklich Schlaf nötig, wie ich bald merkte. Meine Augen fielen zu, kaum dass Bella mich alleine gelassen hatte. Als ich wieder erwachte, stand die Sonne schon tief am Himmel und färbte den Himmel über unserem Jungendheim gelb und orange. Ich fühlte mich besser; der Schlaf hatte gut getan. Mit beiden Händen abgestützt, setzte ich mich vorsichtig auf. Der Kopfschmerz war noch da, aber nicht mehr so stark.

Ich schaute auf meinen Nachttisch auf dem ein großer Strauss Wildblumen stand. Ich hob den Zettel der daneben lag auf.

Es tut mir alles schrecklich leid, Nanni.

Ich wünschte du könntest mir noch einmal verzeihen. Natürlich nehme ich dich mit nach Alaska, wenn das Dein großer Traum ist. Ich liebe dich doch!

Dein dummer Freund.

Leandro

Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer, als es die Botschaft verstand.

Ich würde mit ihm kommen! Ich würde ihm Helfen das Geld seiner Familie nach Alaska zu bringen!

Gerade jetzt schlug die Tür auf und fast erwatete ich, Ihn zu sehen; aber es war nur Lena die in den Raum geplatzt war. „Du bist wach.“, rief sie strahlend und kam auf mich zu um mich zu umarmen. Sie drückte mich ganz fest. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht abschießen!“

„Brauch dir nicht leidzutun.“, murmelte ich. „Ich habe einfach nur mal wieder nicht aufgepasst.“

Sie hielt mich noch einen Moment länger bevor sie losließ. „Ich werde morgen früh um 11 abgeholt.“