Das Unsagbare erzählen, Sexuelle Gewalt in Ungarn im Zweiten Weltkrieg
Die erinnerungspolitische Wende
schaftlichen, Fakten erhebenden Beschreibung verharrte. Die theoretische
Inkohärenz sowie die halbherzige Auseinandersetzung mit der Anwesenheit
der sowjetischen Armee in Ungarn hatten schwerwiegende politische und
wissenschaftliche Folgen. Das zeigte sich nicht nur in der Debatte »Befrei-
ung« versus »Besetzung«, sondern auch darin, welche Überraschung und
welches Unverständnis der sich Anfang der 2000er-Jahre vollzogene Para-
digmenwechsel in Historikerkreisen auslöste.
Die englischsprachige Publikation von Alaine Polcz’ Werk Frau an der
Front erweckte das Interesse der feministischen Literaturwissenschaft-
lerinnen an Erzählungen von Zeitzeuginnen sowie an theoretischen und
me tho dologischen Fragen.18 Fruzsina Skrabskis Dokumentarfilm Ver-
schwiegene Schande (2013) gab nicht nur dem Wandel im kollektiven
Gedächtnis neue Impulse, sondern auch der wissenschaftlichen Forschung.
Skrabski interviewte auch mich für den Film, und nach Vorführungen
fanden oft Podiumsgespräche statt, bei denen die Regisseurin und ich un-
sere unterschiedlichen Auffassungen diskutierten. Im Interesse unseres ge-
meinsamen Zieles, nämlich die verschwiegene und mundtot gemachte jüngere Vergangenheit zur Sprache zu bringen, konnten wir dennoch gut
zusammenarbeiten.19
Dem Film gelang das, was ich mit meinem Artikel 1999 nicht erreichen
konnte: Er wirkte auf das kollektive Gedächtnis, und Vansinas »fließende
Lücke« setzte sich langsam in Bewegung. Als Teil der erinnerungspoliti-
schen Wende nahm die Veröffentlichung von Erinnerungen über die Gräu-
eltaten von sowjetischen Soldaten in Ungarn in Zeitungen, Zeitschriften,
Blogs ihren Anfang.
Die erinnerungspolitische Wende
Während Sándor Sáras Film Die Anklage 1997 nach wenigen Vorführun-
gen bald wieder in der Dose verschwand, lief der Dokumentarfilm von
Skrabski noch lange in den Kinos, sogar im öffentlich rechtlichen Fern-sehen 20 wurde er mehrmals gesendet und im Internet ist er auf zwei Platt-
18 Alain Polcz: Frau an der Front. Ein Bericht. Berlin, Suhrkamp, 2012. 19 Fruzsina Skrabski: Az Elhallgatott gyalázatról vitatkoztunk. Mandiner, 3. 3. 2017.
http ://mandiner.hu/cikk/20170303_skrabski_fruzsina_az_elhallgatott_gyalaza-trol_vitatkoztunk
20 Mit Steuergeldern finanzierter Sender, bei dem sämtliche Entscheidungsträger der
FIDESZ-KDNP-Regierung verpflichtet sind. Einer der wenigen Sender, die überall in Ungarn empfangen werden können. (Anm. d. Übers.)
Die erinnerungspolitische Wende 39
formen zugänglich. Bis heute wurde er etwa 200.000-mal aufgerufen. Der
Erfolg des Filmes ist auch der erinnerungspolitischen Wende zu verdanken,
die kurz vor der Premiere einsetzte.
Diese in Ungarn ab den 2000er-Jahren einsetzende erinnerungspoliti-
sche Wende setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Erstens kommt
es zur Popularisierung und Lokalisierung der Geschichte, das heißt, der
einfache Alltagsmensch wird Gegenstand und gleichzeitig Held der histo-
rischen Untersuchungen, wie das auch Die Anklage zeigt. Die Historike-rinnen und Historiker fahnden in lokalen Archiven nach Quellen und
geben Erinnerungen von Zeitzeugen in Zusammenarbeit mit deren Ver-
wandten heraus. Aus diesen privaten Erzählungen gelangen viele Tausende
an die Öffentlichkeit und werden zu historischen Fakten. Im Gegensatz zu
anderen, schriftlichen Quellen rücken die mündlichen Erinnerungen als
zuverlässige und »wahre« Quellen in den Vordergrund der Aufmerksam-
keit. Diese Privatisierung des Gedächtnisses – damit meine ich die Vorstel-
lung, dass das Individuum die Wahrheit im Zusammenhang mit einem
historischen Ereignis besser kennt als ein Historiker, der jede Quelle in ih-rem Kontext analysiert – war Teil der 1989 einsetzenden erinnerungspoli-
tischen Wende. An die Stelle der ideologisch bestimmten und zensierten
Geschichten aus der Zeit vor 1989 rückte nun die individuell erlebte Ge-
schichte als »wahr«. Eine solche individuelle Geschichte, als historische
»Wahrheit« wiederum lokalisiert und individualisiert das Gedächtnis und
löst es von globalen Entwicklungen und Erkenntnissen.
Zweitens muss die Wende in der Frauengeschichte benannt werden. Das
bedeutet, dass die Geschichten von Frauen in die Geschichtsschreibung auf-
genommen werden müssen, jedoch in einem Narrativ, das ihre Opferrolle festigt. Während die gendersensiblen Forschenden bis dahin die Abwesen-
heit der Frau in der Geschichtsschreibung beklagten, beobachten sie jetzt
einen Paradigmenwechsel. Viele Frauen und Frauenthemen tauchen auf.
Analysiert werden in Ungarn allerdings nicht die Gründe dafür, warum
Frauen strukturell unsichtbar sind, stattdessen wird eine homogene Gruppe
von Frauen erzeugt, die dann zum Symbol des nationalen Opfertums wird.21
Als dritte Komponente ist die geopolitische Wende zu nennen. Dabei
wurde die Interpretation der Vergangenheit im putinschen Russland in
eine sicherheitspolitische Frage umgedeutet, und der Mythos des Großen
Vaterländischen Kriegs wurde zu einer Ideologie für die Formulierung von
Großmachtansprüchen. Außerdem betrieben die konservativen Parteien
21 Pető, Roots of Illiberal Memory Politics.
40 Die Geschichte der Geschichtsschreibung der Kriegsvergewaltigung
der neuen osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten, deren politische Legitimie-
rungskraft im Wesentlichen im Antikommunismus bestand, erfolgreich die
Einführung eines Gedenktages für die Opfer des Kommunismus. Sie nutz-
ten ihre Lobby in Brüssel, um innerhalb des europäischen Erinnerungspa-
radigmas, dessen Schlüsselelement bis dahin das universelle Gedächtnis des
Holocaust darstellte, ein System zu etablieren, das diesen hegemonialen
erinnerungspolitischen Rahmen von innen heraus erodierte. Das heißt, das universelle Narrativ »Nie wieder!« wurde bzw. wird allmählich zu einer par-
tikularen und nationalen Angelegenheit. Dieser Rahmen des »repressiven
Vergessens« führt schließlich zur Konstruktion einer neuen Meistererzäh-
lung, die die alte ausschließt. 22 Dieses neue Narrativ bildet die theoretische
und ideologische Grundlage zur Konzipierung einer defensiven Erinne-
rungsstrategie, in der von der »doppelten Besatzung« die Rede ist und die
die Schuld für die Traumata des 20. Jahrhunderts allein den Deutschen
(bzw. den Sowjets) zuschreibt.
Die Auswirkungen dieser erinnerungspolitischen Wende ist auch im
2013 veröffentlichten Werk von Tamás Krausz und Éva Mária Varga nach-zuvollziehen, in dem die Beteiligung der ungarischen Armee an der Beset-
zung der Sowjetunion herausgearbeitet wird.23 Das Buch enthält zwar zahl-
reiche methodische Fehler, aber Krausz und Varga konnten nachweisen,
dass die Soldaten der ungarischen Armee an der Vergewaltigungskultur
aktiv beteiligt waren. Sie verübten in den ungarischen Besatzungszonen auf
dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zahlreiche Gräueltaten, genauso
wie die sowjetischen oder alle anderen uniformierten Truppen im Laufe
von Kriegsoperationen oder eben während einer Besatzung. Das Autoren-
team wagte den entscheidenden Schritt, den die Forschung gehen musste:
das verschworene Schweigen brechen, die Kriegsvergewaltigungen zur Sprache bringen und Akzeptanz für die Forschung verschaffen. Erst daran
anschließend kann es, zukünftig, eine fachlich fundierte, methodisch und
forschungsethisch angemessene Aufarbeitung geben. Der Befund ist ein-
deutig: Die ungarische Armee war am nationalsozialistischen Genozid ak-
tiv mitbeteiligt, und dies entspricht auch dem erinnerungs politischen Pa-
radigma der russischen Regierung. Trotz ihres tendenziösen Umgangs mit
den Quellen und einiger Ungenauigkeiten erreichten Krausz und Varga
22 Paul Connerton: Seven Types of Forgetting, in: Memory Studies 1.1 (2008), S. 60-
61.
23 Tamás Krausz, Éva Mária Varga (Hg.): Magyar megszálló csapatok a Szovjetunióban.
Levéltári dokumentumok (1941–1947). Budapest, L’Harmattan, 2013. Die erinnerungspolitische Wende 41
mit dem Band ihr Ziel: Sie initiierten mit ihren dort formulierten Thesen
eine wissenschaftliche Diskussion in der Zunft.
Die Debatte über das Buch wurde auf mehreren Ebenen geführt. Auf
der ersten ging es um die Klärung der Kriterien der Wissenschaftlichkeit:
Wer darf wie Quellen auswählen, und was sind die Merkmale eines ange-
messenen Anmerkungsapparats? Auf der zweiten ging es um die Frage der
Souveränität der an der Seite von Deutschland in den Krieg eingetretenen ungarischen Armee: Inwieweit konnten die Mitglieder der Heeresleitung
überhaupt autonome Entscheidungen treffen? Und die dritte Ebene
machte die Regeln der Kriegsführung zum Gegenstand der Analyse. In den
Debatten standen sich zwei unversöhnliche erinnerungspolitische Stand-
punkte gegenüber: Die Herausgeber des Bandes vertraten den intentiona-
listischen Standpunkt; sie betonten, dass die Armee als Verbündeter von
Nazideutschland ein militärisches und ideologisches Programm umgesetzt
habe. Die Militärhistoriker hingegen argumentierten im Rahmen des
europäischen erinnerungspolitischen Paradigmas mit der Professionalität
der ungarischen Armee und mit dem Widerstand, den einzelne Soldaten leisteten. Sie zitierten oft den Befehl von Imre Kolossváry, dem General-
major der 105. Infanteriedivision, um zu belegen, dass die ungarische Ar-
mee Maßregeln hatte und diesen auch folgte. »Plündern und Marodieren
gehören nicht zu den Eigenschaften eines Ungarn. Sollte es vorkommen,
dass jemand das vergisst, soll er von seinen Kameraden verwarnt werden.
Dass deutsche Behörden und Kommandanturen, die gar kein Verständnis
haben, auf die überspitzten Berichten der ukrainischen Schulzen nicht he-
rein fallen, und diese den höheren deutschen Kommandanturen und
Oberkommandanturen nicht melden, können wir nur erreichen, indem
wir selbst den Schein [von Gräueltaten] vermeiden.«24 Aus einem Befehl wie diesem lässt sich allerdings kaum schließen, wie sich die schlecht ver-
sorgten und in ständiger Lebensgefahr schwebenden ungarischen und
deutschen Soldaten während der militärischen Besetzung der Zivilbevölke-
rung gegenüber verhielten.
An dieser Stelle möchte ich auf einen blinden Fleck in der öffentlichen
Debatte hinweisen, und zwar auf die methodologischen Fehler bei der
Analyse von Quellen sexueller Gewalttaten bzw. auf die Unterschätzung des
Ausmaßes der Kriegsvergewaltigung. Insbesondere wenn es darum geht,
Vergewaltigungsfälle zu bezeugen, entpuppen sich die Quellen als ideolo-
24 Krisztián Ungváry (Hg.): A második világháború. Osiris, Budapest, 2005. Zitiert bei
Ákos Fóris: Zsákmányjog a keleti hadszíntéren. Újkor, 26. 1. 2018. http://ujkor.hu/ content/zsakmanyjog-keleti-hadszinteren 42 Die Geschichte der Geschichtsschreibung der Kriegsvergewaltigung
gisch tendenziös, und dieser Umstand wird häufig nicht reflektiert. Zum
Beispiel sagt A. I. Krutuchin, ein Bewohner des 400 km südlich von Moskau
gelegenen Dorfs Swetlowo, in seiner im Buch zitierten Aussage über die un-
garischen Truppen: »Die Einwohner unseres Dorfs versteckten sich alle vor
diesem Rudel, und als Antwort darauf, dass die Dorfbewohner versuchten,
sich vor ihnen zu verstecken, erschossen sie alle, die es nicht schafften, und
sie vergewaltigten unsere Frauen.« 25 Krutuchin ist eigenen Angaben zufolge 67 Jahre alt. Auffallend ist, dass er flüssig die sowjetische Propagandasprache
verwendet, was die Quelle unkommentiert hinnimmt. Überraschend hin-
gegen ist die Offenheit, mit der er über die Vergewaltigungen spricht, ob-
wohl sexuelle Gewalt ein allgemein tabuisiertes Thema ist.
Zu diesem Thema veranstaltete das Historische Forschungsinstitut Ve-
ritas, eine im Rahmen der erinnerungspolitischen Wende aus staatlichen
Geldern gegründete Einrichtung,26 eine Konferenz, bei der ich einen Vor-
trag hielt. Unmittelbar im Anschluss erhielten die Institutsleitung und
auch ich selbst mehrere kritische Briefe.27 Wenn Menschen sich gleich am
nächsten Tag an den Computer setzen, um im Zusammenhang mit dem Gehörten ihr Missfallen zu äußern, könnte man meinen, dies sei einer er-
folgreichen Themenwahl zu verdanken. Allerdings geht es hier um viel
mehr, und das möchte ich anhand der folgenden zwei, am selben Tag ge-
schriebenen Briefe zeigen, die ich hier aus rechtlichen Gründen nur
verkürzt wiedergeben kann.28 Beide Briefeschreiberinnen nehmen zu den
Erklärungsansätzen der Massenvergewaltigungen Stellung. Damit signa-
lisieren sie eine Popularisierung der Geschichtsschreibung und stellen die
Fachkompetenz der profesionellen Historikerinnen infrage. Im ersten, an
mich gerichteten Brief erscheinen die sowjetischen Soldaten als »die an-
deren«. Die Briefschreiberin ethnisiert die Vergewaltiger, das heißt, das Er-klärungsprinzip für die Gräueltaten ist die Rache der »russischen« Solda-
ten. Damit leugnet sie, dass die Frauen strukturelle Opfer des Militarismus
25 Krausz, Varga: Magyar megszálló csapatok a Szovjetunióban, S. 33. 26 ›Unfettered Freedom‹ Revisited: Hungarian Historical Journals between 1989 and
2018.
Andrea Pető, Ildikó Barna, in: Journal of Contemporary History (in Vorbereitung).
27 »Szexuális erőszak és megszálló seregek a II. világháborús Magyarországon.« Megs-
zállástól megszállásig: Magyarország nagyhatalmak szorításában 1944–1949. – Kon-ferenz des Historichen Forschungsinstituts Veritas, Budapest, Parlament, Saal des Oberhauses 29. 9. 2014. Die Zeitschrift Rubicon veröffentlichte den Text des Vor-trags im Gegensatz zu den anderen Vorträgen der Konferenz nicht.
28 Sämtliche Briefe sind in meinem Blog Mandiner zugänglich: »A II. világháborús
nemi erőszak történetírása Magyarországon«, 31. 3. 2015. http://mandiner.blog. hu/2015/03/31/a_ii_vilaghaborus_nemi_eroszak_tortenetirasa_magyarorszagon Die erinnerungspolitische Wende 43
waren, und behauptet, die sowjetische Armee habe die Waffe der Kriegs-
vergewaltigungen absichtlich, auf Anstoß von Ilja Ehrenburgs in der
Praw da veröffentlichten Artikel, eingesetzt. Sie schreibt, einzelne nieder-
trächtige Menschen und Verbrecher gebe es überall, aber die deutsche Be-
satzung sei mit der sowjetischen nicht zu vergleichen, denn die Sowjets
handelten von oben angestachelt, während das Verhalten der ungarischen
und deutschen Soldaten durch strenge Gesetze und Regeln sanktioniert war.
Im zweiten Brief dient das eigene Erlebnis als Ausweis von »Wahrheit«.
Der Schwiegervater der Briefschreiberin diente in einer Grenzjägerkom-
panie, die Speisekammer ihrer Großmutter in Kiskőrös wurde von einem
Kosaken geleert, der ihre Tiere forttrieb und nach versteckten Frauen im
Haus suchte. Die Familiengeschichte ist für die Briefschreiberin glaubwür-
diger als das Narrativ der Historikerinnen und Historiker. Mit Frauen – auch
wenn das hier nicht explizit gesagt wird – sind ausschließlich ungarische
Frauen gemeint, nicht etwa jüdische Frauen, die vielleicht einige Tage zu-
vor vor den deutschen oder eben den ungarischen Soldaten versteckt worden waren. In diesem Fall führt ebenfalls eine ethnisierte, intentiona-
listische Erzählweise zur Degradierung »der Anderen«. Die sowjetischen
Soldaten werden zu Tieren, denen nach Ansicht der Schreiberin die Beute-
und Rachefeldzüge befohlen wurden, ein Befehl, den sie ausführten. Nur
die Sowjets hätten sich so bestialisch verhalten. Beide zitierten Briefe be-
trachten die ungestraften Übergriffe der sowjetischen Soldaten als Aus-
gangspunkt. Fakt ist, dass die Sexualverbrechen von sowjetischen Soldaten
nach 1945 tatsächlich ungesühnt blieben, und die emotionalen und politi-
schen Folgen davon sind bis heute noch präsent.
Den nächsten Schritt im neu entfachten erinnerungspolitischen Streit
stellte ein von Béni L. Balogh herausgegebener Band zur Aufarbeitung der
sowjetischen Besatzung dar, der unter dem Titel »Törvényes« megszállás
[»Legale« Besatzung] erschien.29 Er wurde in Rezensionen vielfach kriti-
siert, in erster Linie wegen der nicht allzu geglückten Titelwahl, besonders
weil die Anführungszeichen, die im Titel noch vorhanden sind, im Text
selbst verschwinden.30 Im Band wurden 225 Dokumente publiziert, die
29 Balogh, »Törvényes« megszállás.
30 Tamás Krausz: Egy levéltári kurzuskötet a Győzelem 70. évében, in: Eszmélet 106
(2015), S. 86-99; Béni L. Balogh: A helyes történészi magatartásról. Válasz Krausz Tamásnak, in: Rubicon 9 (2015), S. 10-13; István Feitl: Az ideiglenesség időszaka: Magyarország 1944−1945-ben, in: Eszmélet 27, 106 (2015), S. 8-41; György Gyar-mati: A fegyverszünet nem vet véget a háborús állapotnak, in: Korunk 26. 10 (2015), S. 67-72; Éva Standeisky: »Dokumentumok a megszállásról« Élet és, in: Irodalom 44 Die Geschichte der Geschichtsschreibung der Kriegsvergewaltigung