Wien Reiseführer Michael Müller Verlag

Annette Krus-Bonazza · Kapitel 127 von 309

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St. Marxer Friedhof

stetig er wei terte Me dia Marx Quarter im und rund um das ehe malige Ver -

wal tungs ge bäude des Vieh markts.

Mozarts Grab

 

St. Marxer Friedhof

1791 wurde der zuvor in den Kata kom ben des Stephansdoms ausgesegnete

Leich nam von Wolfgang Amadeus Mo zart in einem Gemeinschaftsgrab

auf dem 1784 an gelegten Friedhof ver senkt. Weil man später mein te, dass

das ei nem so berühm ten Kom po nis ten un wür dig sei, be kam er 1859 ganz

in der Nä he eine eigene, von ei nem Trau er en gel bewachte Grab stelle. Ob -

gleich das Mo zart grab als größte Tou ris ten at trak tion des etwas ab ge le -

genen St. Mar xer Fried hofs gilt, sind die übri gen Grä ber eigent lich viel

inte res san ter. Ih re Grab stei n inschrif ten do ku men tie ren auf amü san te

Weise die für Nicht-Wie ner et was befremdli che, his torisch be ding te orts -

üb li che „ Titel sucht“. Ver wand t schafts be zie hun gen und Be rufs be zeich nun -

gen der hier be stat te ten meist (klein-)bür ger lichen Ver bli che nen sind nach

dem Mus ter „k. u. k. Of fi ziers gattin “ oder „Haus besit zer witwe“ zu schein -

bar of fi ziel len Titeln ver edelt.

Leberstraße 6-8. April-Sept. 6.30-20, Okt.-März 6.30-18.30 Uhr. Straßenbahn-Linien 18

oder 71, Bus 74A (Halte stelle Hof manns thalgasse).