Wien Reiseführer Michael Müller Verlag

Annette Krus-Bonazza · Kapitel 82 von 309

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Hohe Brücke

Eines der ältesten Gotteshäuser der Stadt

 

Dekorativ überbrückt

 

Hohe Brücke

Die in den Jahren 1903/04 erbaute Hohe Brücke, deren Seiten trep pen eine

Fußgängerverbindung zwi schen Wipp lin gerstraße und Tiefer Gra ben her -

stel len, ist eine Gemein schafts pro duk tion des Statikers Karl Christl, des Ei -

sen kons trukteurs Anton Bi ró und des Ar chi tekten und Brücken bau ers

Josef Hack hofer . Dass Letzterer an sonsten mit Otto Wagner und Fried rich -

Oh mann zusammenarbeitete und mit ih nen diverse Wiener Brücken ges -

tal tete, ist der Hohen Brücke deut lich an zu se hen. Die verwendeten Mate -

ria lien sind Stahl und Marmor, die Farb ge bung ist grün-weiß, das Dekor

üp pig und reich ver goldet. Die Jugend stil vari an te er setz te seinerzeit eine in

den 1850er Jah ren baufällig gewordene neu go tische Brü cke über den seit

römi schen Tagen über brückten, einst Was ser führenden Tiefen Graben.

 

Kloster mit (Museums-)Erlebniswert

 

(Museum im) Schottenstift

Das 1155 auf Initiative des Ba ben ber gers Hein rich II. gegründete älteste

Klos ter der Stadt war bis 1418 aus schließ lich iri schen Mönchen vor be hal -

ten. Weil Ir land auf Latein „Scotia maior“ heißt, trägt es seinen etwas irre -

füh renden Na men. Der raumgreifende Be ne diktiner kon vent fungierte

seiner zeit als Eigen kloster des Herzogs und Pil ger hospiz für Kreuzfahrer ,

avan cierte seit dem 15. Jh. zu einem Zen trum des Wiener Geis tes- und

Kultur lebens und beher bergt mitt lerweile seit knapp 100 Jahren u. a. ein

Elite gym nasium. Die 1170 er rich tete Klos ter kirche wurde zwi schen 1635

und 1646 umgebaut und mit einer baro cken Hülle versehen.