Wien Reiseführer Michael Müller Verlag
Archäologisches Grabungsfeld
Mit „Knochen-Krypta“: Michaelerkirche
Römisches Wien
Archäologisches Grabungsfeld
Auf dem Michaelerplatz werden auf engs tem Raum mehrere Phasen der
Stadt ge schichte dokumentiert. Neben den Rui nen von drei Stadtvillen aus
römischen Tagen (1.-5. Jh.) wurden An fang der 1990er Jahre Reste mit tel -
al terlicher Wohnhäuser und der Fun da mente des neuzeitlichen Hof burg -
thea ters freigelegt.
Provozierend schlicht
Loos-Haus
Obgleich Adolf Loos bei sei nem Ent wurf für das Geschäftshaus der Schnei -
der firma Gold mann & Sa latsch (1910) hin sichtlich der Pro por tio nen des
Ge bäu des oder der Auswahl der Ma te ria lien (z. B. ein der Hofburg an -
gepasstes grün patinier tes Dach) durch aus auf die schon beste hende Bau -
substanz des Mi chaelerplat zes Rück sicht nahm, wur de sein inzwi schen
von der nie der ös ter rei chischen Raiffei sen bank bezogenes Haupt werk sei -
ner zeit heftig kritisiert. Stein des An sto ßes war die ornament lose Fas sa -
den ge stal tung der Oberge schos se, die dem Ge bäu de den Bei na men „Haus
ohne Au gen brauen“ eintrug und den Kaiser be wo gen haben soll, das
Michae lertor zu mei den. Loos’ jun ge Ar chi tek ten kol le gen lehnten es da ge -
gen wegen seiner An leihen beim Klas sizismus ab und mo n ierten die säu -
lengestützte Por tal zo ne des Ar chi tek tur denkmals, das durch die da mals
völ lig neuartige Stahl be tontechnik auch in seinem mit Wur zel mahagoni,
Mar mor und Mes sing edel ausgestatte ten In nern Maß stäbe setz te. Das
Souterrain des Ar chi tek tur denk mals wurde vom ita lie ni schen De si gner
Paolo Piva zur Designzone Looshaus umgestaltet und wird ge legentlich für -
Ausstellungen und andere Kulture vents genutzt.
Weltumspannend Globen-und Esperantomuseum