Wien Reiseführer Michael Müller Verlag
Fälschermuseum
sei, lei tete seine ei ge ne Arbeit als Ar chi tekt. Die war seit Beginn der 1980er Jahre dem öko lo gi schen Bauen ver pflichtet, so dass er sich seit her in ten siv mit Dach be grü nun gen und Wär me spei -che rungs tech niken befasste. Welt an schau lich stand er der An -thro poso phie nahe, wobei er sich immer wieder mit auf se hen -er re gen den Happe nings wie z. B. seinen be rühmt-berüchtigten „Nackt re den“ in Sze ne setzte. Von sei nen zahl -reichen Pro jek ten in der gan zen Welt sei en hier die je ni gen her -vorgehoben, die das Stadt bild seiner Hei matstadt Wien prä gen.
Da zu ge hö ren ne ben Hun dert was ser haus und Kunst Haus
Wien die künst leri sche Ge stal tung des Fern wär me werks Spit -tel au und des Do nau schif fes MS Vindo bona.
Friedensreich Hundertwasser starb am 19. Februar 2000 und wurde im Gar ten sei nes letzten Wohn sitzes in Neu see land unter einem Tulip Tree be graben.
Kriminelle Kunst
Fälschermuseum
Direkt vis-à-vis vom Hun dert wasser haus stellen nicht die Originale be -
rühm ter Maler , sondern (Stil-)Fäl schun gen, Plagiate und Kopien von gro -
ßer Kunst die Exponate eines in Eu ro pa einmaligen Museums. Beim Gang
durch die gleichwohl be sich ti gungs wür digen Hallen staunt man z. B. über
ei nen gekonnt gefakten Raffael, Cha gall oder Klimt, aber auch einige Sei -
ten von Kujaus Hitler-Tagebuch. Man lernt die Biografien weltberühmt ge -
wordener Fäl scher und den Un ter schied zwi schen den eingangs auf ge -
zählten „Gat tun gen “ kennen: Während das Ab ma len eines existenten Ge -
mäl des (Fäl schung) oder ein selbst er dach tes Werk mit dem
nachgeahmten Pin sel strich ei nes namhaften Künstlers (Stil fäl schung)
kriminell ist, bleibt die Ver brei tung einer als solche ge kenn zeich ne ten
Kopie eines Meisterwerkes straf frei, sofern sie frühestens 70 Jahre nach
Ableben ihres Schöpfers ange fer tigt wor den ist.
Di-So 10-17 Uhr, 5,70 €. Löwengasse 28, Tel. 7152296, www.faelschermuseum.com.