Wien Reiseführer Michael Müller Verlag
Wagner-Villa II
gen sa nier te und res tau rierte, so dass die strah lend weiße, reich verzierte
Villa in nen wie außen die kreative Hand schrift bei der Künst ler trägt.
Nach dem Fuchs, am 9. No vem ber 2015 gestorben und auf dem
Hütteldorfer Friedhof begraben, das Haus zu nächst selbst be wohnt und als
Ate lier ge nutzt hat te, er klärte er es im Jah re 1988 zum Mu seum. Darin sind
die welt größ te Samm lung sei ner Werke, da run ter Öl ge mälde, Zeich nun -
gen, Ra die run gen und Skulp turen, zu bewun dern und ge druckte Erin ne -
run gen an das Be sich ti gungs erlebnis zu kau fen.
Di-So 10-16 Uhr, 11 €. Hüttel bergstraße 26, Tel. 9148575, www.ernstfuchsmuseum.at.
Wagner-Villa II
Die exakt proportio nier te, von schma len, rechteckigen Fens ter öff nungen
be lich tete kubische Stah l be ton kon struk tion des zweiten Do mi zils von Otto
Wag ner an der Hüt tel berg stra ße 28 do ku mentiert dessen ar chi tek to ni -
sches Be kenntnis zur Mo der ne. Das schlic h te De kor be schränkt sich auf
blaue Glas strei fen und Alu mi ni um nä gel am Haupt ge schoss und ein von -
Ko lo Mo ser ent wor fenes, farbiges Mo saik über dem aus der sonst glatten
Fas s ade stu fen ar tig hervortreten den Haupt ein gang.
Kirche am Steinhof
Das für psychisch kran ke Gläubige kon zipierte, 1907 dem hei ligen Leopold
ge weihte Gotteshaus am oberen Ende des Gebäudekomple xes der psychia -
tri schen Klinik gilt als ei ner der bemer kens wertesten Kirchen bau ten der
Mo der ne und besticht durch seine Schön heit und Funktionali tät. Das
archi tek to ni sche Kleinod hat den Grund riss ei nes griechischen Kreu zes
und wird von ei ner weithin sicht ba ren grün-golden schim mernden Kuppel
be krönt. Weil Letztere viele an eine (halbe) Zitrone erinnerte, wurde das
am Standort der Kirche ansteigende Ge län de bald Le mo niberg genannt.
Der Ge bäu dekörper ist mit dünnen grau-wei ßen Mar mor plat ten verkleidet,
die mit sichtbaren Kup fer k nöpfen befestigt sind, und wird durch eine re -
prä sen ta tive Säulenvor hal le be treten. Über die spannt sich ein von Ju -
gendstilmaler Kolo Moser mit dem bi bli schen Motiv des Sündenfalls be -
dach tes farbiges Rund bogenfenster, vor dem vier En gels fi gu ren aus der
Werk statt von Oth mar Schim kowitz wa chen. Die von Ri chard Luksch
gefer tigten Skulp turen auf den beiden Turm auf sät zen stellen die Hei ligen
Leo pold und Se verin dar . Der Fuß boden des hel len, nur im Altar be reich
farbig gestalte ten In nenraums fällt aus ganz prakti schen Grün den - er ist
so besser zu rei nigen - zum Altar hin ab. Die Bänke sind au ßer gewöhn lich
kurz, um den Pa tienten sofort hel fen zu können, wenn sie einen Anfall er -
lei den, und die Weih was ser becken sind zur Vermeidung von In fek tionen
nach dem Prinzip von Sei fen spendern kons tru iert. Das Altarmo saik -
gestalte ten Re mi gius Geyling, Leo pold Forstner und Ru dolf Jettmar, die
Hei ligenbilder auf den Sei tenfenstern stam men von Kolo Mo ser.
Sa 16-17, So 12-16 Uhr, 5 €, Führung Sa 15, So 16 Uhr, 12 €. April-Okt. Mi 14 Uhr
Jugend stil führungen, 12 €. Tel. 9106011007.